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Gloria

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Das lateinische Wort Gloria (englisch glory oder fame) wird oft mit Ruhm übersetzt und beschreibt das hohe Ansehen einer Person innerhalb einer Gemeinschaft oder der Öffentlichkeit. Ruhm wird durch hervorragende Leistungen oder außergewöhnliche (auch mutige) Taten, besonders im musischen, religiösen, politischen, wirtschaftlichen, kriegerischen oder sportlichen Bereich erreicht. Merkmal des Ruhms ist außerdem, dass er messbare Leistungen überstrahlt, von einer großen Öffentlichkeit wahrgenommen wird und entsprechende Emotionen hervorruft. Somit trägt er stets eine nicht rationale Komponente in sich.

„Kurzlebiger“ Ruhm ist eine contradictio in adiecto (lateinisch für ein Widerspruch in sich) - Ruhm ist eben gerade langlebig. Kurzlebig sind Moden, Hypes und viele Prominente, da zum Beispiel Medien-„Berühmtheiten“ nur für sehr kurze Zeit der Öffentlichkeit bekannt sind und rasch wieder in Vergessenheit geraten.

Maßstäbe

Gerne wird der Ruhm mit ideologischen, weltanschaulichen und religiösen Aussagen verbunden und entsprechenden Verdiensten zugeordnet. Das zeigt unter anderem die Heiligsprechung von Karl dem Großen. Bei Napoleon und anderen Persönlichkeiten der neueren Zeit ist dagegen oft wenig Kritik zu finden. Ausnahmen finden sich in der Popmusik: Während Michael Jackson teilweise sehr kritisch gesehen wird, wurde im Fall von Madonna Ciccone sogar der Begriff Pop-Ikone geprägt, obwohl beide vor allem geschäftlichen Erfolg hatten.

In der Antike erwuchs nach Sallust der Ruhm (die gloria) nur aus dem höchsten Gut der Menschen, ihrer virtus (Tugend), als eine Anerkennung für richtiges Handeln und hohe Verdienste aus Sicht der Politik bzw. Öffentlichkeit (res publica). Er werde diesen Besten von der Mehrzahl der Menschen zuerkannt.

Die christliche (katholische) Theologie behielt den Ruhm alleine Gott vor, wie sich in dem häufigen Gebrauch der lateinischen Phrase Gloria in Excelsis Deo (deutsch Ruhm sei Gott im Himmel oder Ehre sei Gott in der Höhe) in Liedertexten zeigt.

Für die Soziologie ist „Ruhm“ eine Frage des tatsächlichen sozialen Status gegenüber der „Ehre“ als einer Frage des Ansehens (Sozialprestiges).[1]

Literatur, Musik

Ruhm und Ruhmsucht sind klassische Stoffe der Dichtung und dominieren sogar einzelne literarische Gattungen, wie zum Beispiel die frühantiken und frühmittelalterlichen Epen. In musikalischen Werken wie der Popmusik und bei einigen Musicals findet sich das Thema ebenso.

Siehe auch

Weblinks

 Wiktionary: Ruhm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Ruhm – Zitate (Deutsch)
 Wikiquote: Glory – Zitate

Vergleich zu Wikipedia




  1. Heinz Kluth, Sozialprestige und sozialer Status, Stuttgart 1957