Deutschland 1945 bis 1949

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Das völlig zerbombte Deutschland in den Jahren 1945 bis 1949 wurde von den alliierten Besatzungsmächten gemäß den Konferenzen von Jalta und Potsdam in vier Besatzungszonen eingeteilt. Diese entsprachen mit wenigen Ausnahmen den jeweils von der Sowjetunion im Osten und den Westalliierten USA und Vereinigtes Königreich im Westen eroberten Gebieten. Frankreich als nicht zu den engeren Kriegssiegern gehörende Macht erhielt ebenfalls eine Zone im Westen Deutschlands. Berlin wurde unter den vier Besatzungsmächten aufgeteilt, wofür die Sowjets, die es eigentlich fast im Alleingang erobert hatten, durch von den Amerikanern eroberte Gebiete östlich der Elbe entschädigt wurden. In den Besatzungszonen wurden als eine der ersten Maßnahmen Demontagen von potenziell kriegswichtigen Industrien vorgenommen. Die Bevölkerung litt in diesen ersten Jahren nach der "Stunde Null" unter Armut und großen Entbehrungen.

Ab 1946 begannen sich erste ideologische Differenzen unter den Besatzungsmächten abzuzeichnen. Während in den Westzonen mehr oder weniger (nationalistische Parteien wurden nicht lizenziert) freie Partei-Gründungen einsetzten, erfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) der Zwangs-Zusammenschluss von KPD und SPD zur "Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands" (SED). Zudem setzte dort eine Zwangs-Kollektivierung von Privateigentum im Sinne der sozialistischen Ideologie ein.

1948 markiert den Beginn der Marshallplan-Wiederaufbauhilfe der USA, an der sich allerdings Stalin nicht beteiligen wollte. Auch die Währungsreform in den Westzonen im Sinne der westlichen Marktwirtschaft konnte und wollte Stalin nicht mittragen: In Form der Berlin-Blockade, d.h. einer Abschnürung der in seiner Zone gelegenen Westsektoren der vormaligen Hauptstadt von der Versorgung, versuchte er seinen Willen durchzusetzen. Die Westmächte reagierten darauf mit einer groß angelegten Luftbrücken-Versorgungsaktion. Diese Ereignisse werden gemeinhin als Beginn des bis in die 1980er Jahre andauernden Kalten Krieges eingestuft.

Im Jahr 1949 kumulierte das Auseinanderdriften der beiden deutschen Teilstaaten in der Inkraftsetzung des Grundgesetzes und der Ausrufung der Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland) sowie der Inkraftsetzung der zentralistischen sozialistischen Verfassung und Ausrufung der DDR (Ostdeutschland) im Osten. Im Westen fand im August 1949 die erste Bundestagswahl statt, die zum Kabinett Konrad Adenauer mit einer Koalition aus CDU/CSU und FDP führte.

1 Quelle

K. Kunze et al.: Grundwissen Geschichte

2 Siehe auch

Nürnberger Prozess

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