Model International Duve

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1 Model International Duve

Die Model International Duve GmbH war ein deutscher Hersteller von Modellautos aus Metall und Kunststoff in den Maßstäben 1:43 und 1:87, am bekanntesten sind die Modellautos der Serie Praline in Maßstab 1:87 aus Kunststoff.

2 Unternehmenshistorie

Datei:Ford Eifel Praline.jpg
Modellauto in 1:87 - Praline Ford Eifel

Das Unternehmen wurde 1974 als "Model International Duve und Schultz OHG" in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main von Otto Duve und A.Schultz gegründet. Die ersten Produkte waren Metallbausätze im Maßstab 1:43 der Reihe „Walldorf Miniaturen“ die über den Versandhandel verkauft wurden. Das Angebot umfasst Automodelle europäischer Vorbildfahrzeuge, wobei deutsche Vorbilder das Angebot bestimmten. Es wurde schon im ersten Unternehmensjahr eine Tauschbörse für Modellauto-Sammler in Walldorf veranstaltet.

1979 startete das Unternehmen mit Ihrer zweiten Modellauto Reihe, der Serie „Walldorf Mini“ in 1:87, auch als Bausatz aus Spritzguss wie die Walldorf Miniaturen. Die ersten Modelle waren ein Mercedes 190 SL, ein Glas Goggomobil Coupe, ein Lloyd Alexander sowie ein Opel Rekord 1962 und andere Vorbildfahrzeuge der 1930er Jahre.

1981 wurde das Unternehmen zwecks Kapitalerhöhung zur "Model International Duve GmbH" umgeformt. Da die Qualität der eigenen Spritzgussmodelle nicht mit der Qualität der inzwischen massenproduzierten Plastikmodelle auf dem Markt bestehen konnten, müsste das Unternehmen selber Modellautos aus Kunststoff produzieren. Die Kapitalerhöhung war nötig um in neue Produktionsprozesse sowie in die dazugehörigen Maschinen und Formen zur Kunststoffproduktion zu investieren.

Nach einigen Problemen bei Herstellung der Vorserien, einschließlich des Bankrotts eines Lieferanten, waren die ersten Kunststoffmodelle unter dem Namen „PreP“ (pre-production) 1981 auf dem Markt. Im ersten Katalog wurden die neuen Kunststoffmodelle im Maßstab H0 / 1:87 als "Walldorf-PreP-Models" beworben. Im Angebot waren PKW und Lkw Modelle der 1930er bis 1970er Jahre, ähnlich dem Angebot von [Brekina] oder [Wiking] auf dem Spielzeugmarkt. So gab es einen Mercedes-Benz LP mit elf verschieden Beschriftungsvarianten oder einen Mercedes Benz 220 in zehn verschiedenen Modellvarianten, als Taxi, Feuerwehrauto usw.

Die ersten Automodelle der Reihe "Praline" kamen 1982 als „Praline Waldorf H0-Serie 1:87“ auf den Markt. H0 natürlich um die Modelleisenbahner als Kunden zu gewinnen. 1983 wurden von Model International Duve GmbH auch Automodelle von anderen Unternehmen vertrieben. Im Angebot waren Modelle von "Alt Berlin" und "Fischer" aus Deutschland; EKO Industrias aus Spanien; "Joy-Toy" aus Griechenland und "TAKARA SILHOUETTE" aus Japan. Weiter im Angeboten waren die eignen Modelle der "WALLDORF mini" und "Walldorf Yesterline Models" Serie.

1986 wurde die Distribution der Praline Serie in Deutschland zu Revell GmbH & Co. KG gegeben, die aber nach einigen Jahren wieder selber vom Unternehmen ausgeführt wurde. Die Modelle wurde Europaweit angeboten und konnten direkt vom Unternehmen oder über Händler bezogen werden.

Im Jahr 1991 zog das Unternehmen unter dem Namen „Model International Duve GmbH & Co. Betriebs KG“ nach Sankt Georgen in den Schwarzwald und schon 1992 nach Schönheide in Sachsen. Dort wurde das Unternehmen als „Modell- und Formenbau“ (MFB) für die Produktion von Modellautos im Maßstab 1:87 neu gegründet.

3 Insolvenz

Der Geschäftsführer und Mitinhaber Otto Duve musste am 15.12.1993 Insolvenz anmelden und schon am 17. Januar 1994 wurden die Verträge zum Verkauf des Unternehmens an die Busch GmbH & Co. KG unterzeichnet. In Schönheide (5.300 Einwohner 1994) entstand so nach dem Kauf eine Busch Werksniederlassung in dem dreigeschossigen Fabrikgebäude mit über 1.700 m² Produktionsfläche. Circa 30 ehemalige MFB Mitarbeiter wurden übernommen. Das Unternehmen Busch, ein Hersteller von Spielwaren, hat durch den Kauf der MFB ihr eigenes Angebot an H0-Automodelle erweitern können und den Umsatz an Automodellen nach zwei Jahren gesteigert. Einige Praline-Modelle wurden übernommen und werden in einer detaillierteren Version Angeboten. Wie beispielsweise das Ford Eifel Cabrio.

Die MFB hatte bis zum Zeitpunkt ihrer Insolvenz ein zu großes Angebot an verschiedenen Modellautos und Modellvarianten ihrer 1:87 Praline Serie. Die Grundmodelle gab es in viele Farb- und Beschriftungsvarianten; in Ausführungen als Taxi, Polizei- und Feuerwehrfahrzeug usw.; was allerdings auch bei den Wettbewerbern häufig in ähnlicher Form üblich war.

4 Besonderheiten

Das Modell eines VW Karmann Ghia war ursprünglich für das Unternehmen Fischer Modell als Bausatz vorgesehen. Wurde aber von Model International als Praline Modell verkauft. Die Bodenplatte des Modellautos hatte noch die Fischer Prägung FM2.

Die Spritzform für das Mercedes Benz 220 Modell von Praline war ursprünglich für die Brekina-Modellspielwaren GmbH vorgesehen, die hatten eine Form für ein Mercedes Benz 190 bestellt. Da die Spritzform aber nicht die Qualitätsanfordeungen von Brekina erfüllte wurde die Form nach einer Überarbeitung die Spritzform des MB 220 von Praline.

Einige Praline Modelle waren auch in der Vollmer Carline Serie vorhanden, diese Modelle tragen aber auf der Bodenplatte das Vollmer Firmenzeichen, ansonsten sind sie unverändert.

Der „Walldorf mini“ Bausatz Nr.124007 wurde als BMW 327 Coupe verkauft, ist aber in Wirklichkeit ein BMW 327 Kabriolett.


Die seit 1974 veranstaltete Sammlerbörse für Modellautos wird immer noch von der Familie Duve in Walldorf angeboten.


5 Weblinks und Quellen



6 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Strelok , Alle Autoren: Strelok , LV14, YMS