Marburger Burschenschaft Rheinfranken

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Marburger Burschenschaft Rheinfranken ist eine pflichtschlagende Studentenverbindung in der Universitätsstadt Marburg. Sie wurde 1880 als „Akademischer Verein für Studierende der neueren Philologie zu Marburg“ gegründet und erhielt 1925 mit der Aufnahme in die Deutsche Burschenschaft ihren bis heute gültigen Namen.

1 Zum heutigen politischen Selbstverständnis[Bearbeiten]

Die Marburger Burschenschaft Rheinfranken versteht sich als eine politische Verbindung, die von ihren Mitgliedern politisches Engagement erwartet. Als Leitschnur dient der Wahlspruch "Ehre! - Freiheit! - Vaterland!". Damit verbindet sich ein aktiver Patriotismus. [1] Darunter versteht man das Bemühen um eine freie Entfaltung des deutschen Volkstums. Das Deutsche Vaterland wird dabei nicht ausschließlich durch staatliche und politische Grenzen definiert. Vielmehr schließt es auch von Deutschen besiedelte Gebiete außerhalb der Bundesrepublik Deutschland wie Südtirol, Österreich oder Siebenbürgen ein. [2] Dies wird auch durch das Festhalten am Singen der ersten beiden Strophen des Deutschlandlieds unterstrichen. [3] Die politische Betätigung der Mitglieder findet im Rahmen der Deutschen Burschenschaft statt. Wissenschaftliche Vorträge und politische Diskussionsrunden werden zudem im Rheinfrankenhaus jedes Semester im Rahmen sogenannter „Burschenschaftlicher Vortragsabende“ veranstaltet. Es entspricht dem liberalen Geist der Marburger Burschenschaft Rheinfranken, Vertreter unterschiedlichster politischer Ausrichtung zu Vorträgen zu laden. Unter den Eingeladenen befinden sich beispielsweise Personen wie der Historiker Karlheinz Weißmann, der CDU-Politiker Martin Hohmann, der ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, der Politiker Franz Schönhuber von der Partei Die Republikaner oder der Genetiker und Sozialhistoriker Volkmar Weiss.

2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1].
  2. "Das deutsche Vaterland wird in diesem Sinne nicht nur von staatlichen und politischen Grenzen ausgemacht, sondern unter Beachtung der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechtes der anderen Völker, ist die friedliche Verbindung aller Teile des deutschen Volkes entweder in einem gemeinsamen Staat oder in einer anderen Form - im Rahmen eines einigen Europas - das vaterländisches Ziel, wenn dabei die freie Entfaltung des deutschen Volkes gewährleistet bleibt.", auf: http://www.rheinfranken.de/index3.php?kategorie=archiv&link=Textedokumente.htm.
  3. "Wenn wir Burschenschafter gerade diese erste Strophe singen, halten wir damit die Erinnerung an die noch in den deutschen Ostgebieten heute lebenden deutschen Landsleute wach." und "Von der Maas bis an die Memel. Von der Etsch bis an den Belt - Diese Zeilen stehen für den geographischen Umfang Deutschlands und vor allem für die Einheit Deutschlands." [2].