Geographisches Institut der Universität Bonn

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Das Geographische Institut der Universität Bonn (GIUB)

1 Geographie in Bonn

Im Geographischen Institut (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn) wird die geographische Forschung in ganzer Breite abgedeckt, wobei jedoch eine Schwerpunktbildung unter dem Forschungskonzept „Gesellschaft und Raum“ zu erkennen ist. Im deutschsprachigen Raum ist es das größte Geographische Institut (auf Professoren und Mitarbeiter bezogen).

Die inhaltlichen und methodischen Forschungsschwerpunkte umfassen Ökosystemforschung, Prozessforschung, Risikoforschung, Analyse von Mensch-Umwelt-Beziehungen, Ressourcen und Tragfähigkeit, Entwicklungsforschung, Raumanalyse und Raumgestaltung in Wirtschaft und Gesellschaft, sowie Modellierung, Geo-Informationssysteme und Fernerkundung. Die organisatorische Gliederung erfolgt in Arbeitsbereiche, die das Forschungs- und Lehrportfolio abdecken.[1]

Sie dokumentieren damit die Aktivitäten in der Physischen und Humangeographie in den Bereichen Klimatologie/Landschaftsökologie, Geomorphologie/Hydrologie, Geographische Entwicklungsforschung, Stadt- und Regionalgeographie, Sozioökonomie des Raumes, Historische Geographie und Fernerkundung/ GIS/ Kartographie.[2]

2 Geographie als Studienfach

Die Geographie ist neben der Grundlagenforschung auch eine handlungs- und anwendungsorientierte Wissenschaft. Sie vermittelt praxisnahe Techniken und Methoden. Durch Exkursionen und Geländepraktika findet die Lehre auch außerhalb des Hörsaals statt.

So erforscht die Geographie an der Hochschule raumbezogene Grundlagen und Methoden und wendet diese auf konkrete Fragestellungen an.[3]

Sie sucht u.a. nach Regelhaftigkeiten:

  • der Reliefgestaltung,
  • des Klimawandels,
  • der Bevölkerungsentwicklung,
  • sozialräumlicher Strukturen oder
  • industrieller Standortveränderungen .

Studiengänge und Abschlüsse:

  • Bachelor Sc, Geographie (6 Semester)
  • Master Sc. Geographie (4 Semester)
  • Promotionsstudium
  • M. Sc. Geoinformationssysteme
  • M. Sc. Katastrophenvorsorge und – management (Weiterbildungsstudiengang)

3 Wissenschaftliche Bereiche

Klimatologie und Landschaftsökologie:

  • Hochgebirgsforschung
  • Biogeographie und Vegetationskunde

Geomorphologie und Hydrologie:[4]

  • Naturgefahren
  • Modellierung von Stoffflüssen
  • Quartärforschung

Geographische Entwicklungsforschung:

  • Verwundbarkeit von Gesellschaften
  • Partizipative Forschungs- und Planungsmethoden
  • Krisen- und Konfliktforschung

Stadt- und Regionalforschung:

  • Baukultur und Stadtentwicklung
  • Demographischer Wandel

Sozioökonomie des Raumes:

  • Innovation und Netzwerke
  • Risikowahrnehmung und Kommunikation

Historische Geographie:[5]

  • Historische Kulturlandschaftsforschung
  • Kulturlandschaftspflege

Kartographie /GIS / Fernerkundung:

  • Landnutzungsmodellierung und Umweltmonitoring
  • Geodateninfrastruktur
  • Visualisierung raumzeitlicher Strukturen

Organisationsstruktur des GIUB:[6]

4 Geschichte

Das Fach Geographie gehörte bis 1936/1937 der Philosophischen Fakultät an. Nach Aufspaltungen der alten Philosophischen Fakultät in eine Philosophische und Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ist die Geographie ihren fächerübergreifenden Gesamtkonzept entsprechend in beiden Fakultäten angesiedelt, wobei die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät für das Fach federführend ist.

1963 wurden das Geographische Institut, das Institut für Wirtschaftsgeographie und das Seminar für Historische Geographie zu der Organisationseinheit "Geographische Institute der Universität Bonn" zusammengefasst. Für das Seminar für Historische Geographie war die Philosophische Fakultät, für das Geographische Institut und das Institut für Wirtschaftsgeographie die Mathematisch Naturwissenschaftliche Fakultät federführend.

Am 13. Juli 2000 wurden die "Geographischen Institute" auf Antrag aller Beteiligten durch Beschluss des Senats zum "Geographischen Institut" zusammengelegt.

Seit März 2002 befindet sich das Geographische Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in der Meckenheimer Allee 166 („Altes Chemisches Institut“, das bei seinem Bau 1864-67 das größte Institutsgebäude der Welt war).

Die erste Habilitation eines Geographen an der Universität Bonn erfolgte 1828 mit G. B. Mendelssohn, der 1835 zum außerordentlichen, 1847 zum ordentlichen Professor ad personam ernannt worden ist. Ein eigentlicher geographischer Lehrstuhl mit zugehörigem "Apparat" wurde 1875 eingerichtet, erster Vertreter wurde F. Freiherr von Richthofen. Es folgten im Lauf der Institutsgeschichte viele namhafte Geographen wie z.B. Carl Troll und Wilhelm Lauer.

5 Einzelnachweise

  1. AG Geographische Informationssysteme
  2. Uni Bonn Kartographie
  3. Infos zu den Studiengängen
  4. Forschungsgebiete
  5. Historische Geographie
  6. Organisationsstruktur

6 Weblinks



7 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Geobn , Alle Autoren: Aleman Cholo Aleman, Foundert, Geobn , Pittimann, Ahellwig, Stefan64, WIKImaniac

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