Erwin Reinhold Bock

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Erwin Reinhold Bock (* 1908 in Berlin; † 1983 in São Paulo) war ein deutscher Schriftsteller jüdischen Glaubens (nicht zu verwechseln mit dem KPD-Mitglied Erwin Bock).

Er wurde 1908 in Berlin geboren, wo er nach dem Studium der Rechtswissenschaften 1933 »aus rassischen Gründen« als junger Referendar aus dem Staatsdienst entlassen wurde. Bereits als Jugendlicher schrieb Bock Gedichte und Kurzgeschichten. Als die anti-jüdischen Ausschreitungen in Deutschland 1938 Überhand nahmen, verließ Bock sein Heimatland und wanderte nach Südamerika aus.

Dort, in São Paulo, hatten bereits seine Brüder einige Zeit vorher Fuß gefasst. Durch die erzwungene Diaspora wurde sein schriftstellerischer Eifer angespornt. In dieser Zeit war er als Redakteur für mehrere deutschsprachige brasilianische Zeitungen tätig. Nach dem Krieg kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern blieb in Brasilien, wo er sich eine Existenz aufgebaut hatte.

Bock hat sich in seinem Schaffen stets für die Völkerverständigung eingesetzt und sich stets offensiv zu seiner deutschen Herkunft bekannt. In seinem Gedicht "Posten ohne Wert" erzählt Bock die Geschichte seines Großvaters, der Lehrer in Lissa bei Posen war. Bock verfasste auch Schüttelreime. [1]

Erwin Reinhold Bock verstarb 1983 im Alter von 75 Jahren in São Paulo.

1 Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Marion Fleischer (Hrsg.): Elos e Anelos. Da Literatura em Lingua Alema no Brasil, Universidade de Sao Paulo 1981 (Beitrag in Anthologie)
  • Der Bock : unterm Strich, Kempf, Sao Paulo 1984


2 Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Schüttelreimer Erwin Reinhold Bock, S. 88–89
Profil.png Profil: Bock, Erwin Reinhold
Beruf deutscher Schriftsteller
Persönliche Daten
1908
Berlin
1983
São Paulo




3 Init-Quelle[Bearbeiten]

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4 Andere Lexika[Bearbeiten]

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