Eisjoggen

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Selbst bei tiefem Schnee kann man Eisjoggen.

Eisjoggen ist das im Verhältnis zum Wetter minimal bekleidete Joggen zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter, also auch bei Eiseskälte. Das Eisjoggen (auch: natürliches, schweißfreies, Kalt- oder Urjoggen) bringt die gesundheitsfördernden Auswirkungen des „normalen“ Joggens mit den positiven Effekten des Kältereizes - wie beim Eisbaden - zusammen. Es kann als die Wiederentdeckung der ersten menschlichen Sportart gesehen werden: des Joggens unter jeder Wetterbedingung mit geringster Bekleidung, wie es unsere Urahnen bereits gemacht haben müssen. Eisjoggen ist - je nach Wetter - durchaus gefährlich, wird aber gleichzeitig von ihren Anhängern als die psychisch und physisch gesündeste Sportart angesehen, die es gibt.

1 Gesundheitsaspekte

Die gesundheitlichen Auswirkungen sind umfassend:

  • Eisjoggen trainiert Herz und Kreislauf, und verhindert den belastenden Hitzestau, der gewöhnlich beim „normalen“ Joggen auftritt. Dies scheint vor allem auf die Venen günstigen Einfluss zu haben, z.B. bei Problemen mit Hämorriden.
  • Während des Eisjoggens tritt fast kein Verlust von Wasser und im Schweiß gebundenen Mineralsalzen auf.
  • Es härtet ab.
  • Durch das besondere und sanfte Rennen hat es eine positive Wirkung auf einen Großteil des Bewegungsapparates, soll z.B. Rückenverspannungen lösen und leichte Formen von Hexenschuss beseitigen. Es kräftigt neben Rücken-, Bauch- und Arm- besonders die Beinmuskulatur. Dies soll besonders für Menschen, die den ganzen Tag auf den Beinen sein müssen, sehr hilfreich sein.
  • Es ist durch die Verbindung von Kälte (70 Prozent der menschlichen Nahrung wird für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur verwendet) und Ausdauersport stark gewichtreduzierend.
  • Die intensive Muskelkräftigung und Gewichtsreduzierung soll einen besonders starken Effekt hin zu einer sportlichen Figur erzielen.
  • Eisjoggen soll massiv stimmungsaufhellend wirken.

2 Charakteristik

Die Sportart ist durch einige Grundsätze gekennzeichnet, die die gesundheitsfördernden Wirkungen hoch und die Risiken gering halten sollen:

2.1 Länge der Strecke

Der Ungeübte soll - wie beim Joggen allgemein - mit sehr kurzen Strecken beginnen. Sie sollen nur so weit sein, dass derjenige sich zutrauen würde, den gleichen Weg anschließend noch einmal zu joggen. Gesundheit und Lebensfreude sollen im Mittelpunkt stehen und nicht die Jagd nach Rekorden. Eine halbe bis eine Stunde je Tag seien ausreichend, dafür aber ein tägliches Eisjoggen anzustreben.

2.2 Körpertemperatur

Schuhe und Bekleidung sollen so gewählt werden, dass es während des Laufens zu keinem oder höchstens sehr geringem Schwitzen kommt. Ein leichtes Frieren zu Beginn des Laufes sei ein gutes Kriterium für wettergerechte Bekleidung. Spätestens bei ersten Anzeichen von Schwitzen soll für stärkere Kühlung gesorgt werden, was durch Öffnen oder Ablegen von Kleidung (an entsprechenden Stränden oder abgelegenen Orten auch Nacktjoggen) erreicht wird. Diese Regel bewirkt eine zunehmende Kälteunempfindlichkeit (Abhärtung). Fortgeschrittene können daher bis nahezu ganzjährig auch barfuß joggen.

Um ein Schwitzen zu vermeiden, werden auch Seen und fließende Gewässer zur Abkühlung genutzt. An warmen Tagen werden die frühen Morgenstunden bevorzugt. Bei Dunkelheit mit geeigneter Stirnlampe.

Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius besteht die Gefahr von Erfrierungen einzelner Gliedmaßen, insbesondere der Hände. Sie müssen deshalb besonders geschützt werden.

Bei Temperaturen von unter minus 5 Grad Celsius besteht eine erhöhte Gefahr lebensbedrohlicher Unterkühlung, vor allem, wenn es durch Unfall oder Erschöpfung zu starken Einschränkungen der Lauffähigkeit kommt und noch ein weiter Weg nach Hause zurückgelegt werden muss. Bei starker Kälte ist es daher besonders wichtig, vorsichtig zu rennen und die eigene Kondition nicht zu überschätzen. Auch muss beachtet werden, dass Niederschlag und Wind den Entzug von Körperwärme nochmals deutlich erhöhen.

Beim Barfußjoggen bei kalten Temperaturen ist große Vorsicht geboten wegen möglichen Erfrierungen der Füße.

2.3 Lauftempo und -art

Gerannt wird ohne Aufwärmung aber mit besonders kurzen Schritten, um Muskel- und Bänderverletzungen zu vermeiden und um bei starker Kälte das Herz nicht zu überlasten. Bereits bei geringsten Schmerzen oder Unwohlsein ist das Tempo weiter zu drosseln, gegebenenfalls streckenweise sogar nur zu gehen. Es werden betont die Schultern und Arme eingesetzt, um eine Bewegung der Wirbelsäule zu erreichen und um das Aufsetzgewicht der Füße zu verringern. Dies schont die Gelenke und reduziert das Risiko von Fußsohlenverletzungen beim Barfußlaufen.

2.4 Energiezufuhr

Gerannt wird früh auf nüchternem Magen oder 2-3 Stunden nach der letzten kohlenhydrathaltigen Nahrung. Dadurch entsteht über Fettumwandlung in der Leber Glucose als Energielieferant.

Oder es wird unmittelbar nach dem Essen gerannt. Damit geht die Glucose direkt über den Darm ins Blut.

Bei einem zu intensiven Joggen - vor allem eine bis anderthalb Stunden nach dem Essen - kann es zur Glucose-Unterversorgung kommen, dem sogenannten Ausbrennen. Abhilfe schafft ein zeitweises Gehen.



3 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: VsZett angelegt am 27.03.2010 um 21:25,
Alle Autoren: PaulMuaddib, Woehlecke, Rita2008, VsZett


4 Andere Lexika

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