Diskussion:Maier Kohn

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Musikologe?[Bearbeiten]

Normalerweise mische ich mich nicht in Artikel von Michael K. ein. Nur geht es hier um den Bereich Musik in dem ich mich sehr gut auskenne.

Der Begriff "Musikologe" ist ein sehr veralteter Begriff. Im Deutschsprachigen Raum ist er seit wohl circa 100 Jahren auch sehr unüblich. In Riemanns Musiklexikon in der Ausgabe von 1970 findet man ihn schon nicht mehr. Auch in noch älteren Büchern wie z.B. Hans Schnoor: Geschichte der Musik von 1954 ist er nicht zu finden. In modernen Musiklexika kommt er erst recht nicht vor. Der Begriff geht auf Guido Adler (* 1855; † 1941) zurück. Bezeichnenderweise gibt es ja auch keinen Wikipediaartikel "Musikologie". Der engl. WP-Artikel "Musicology" verlinkt auf das deutsche "Musikwissenschaft". Eher üblich sind schon seit weit über 75 Jahren Begriffe wie "Musikwissenschaftler", "Musikethnologe" und so weiter. Man muss schon mindestens 20-30 Musikfachbücher lesen bis einem vielleicht mal der Begriff "Musikologe" begegnet. Dem steht auch nicht die Tatsache entgegen, dass Google natürlich etliche Treffer zum Begriff "Musikologe" auflistet. Google liefert ja zu jedem noch so abseitigen Begriff viele Treffer. Es ist nicht sinnvoll die Uraltsprache aus dem hier angegebenen Buch von Winninger aus den 1920er-Jahren in einer heutigen Enzyklopädie einfach blind weiterzuverwenden. Schließlich leben wir im Jahr 2011 und nicht im Jahr 1880 unter Kaiser Wilhelm. Man sollte, abhängig von dem was Maier Kohn nun im einzelnen schwerpunktmäßig erforscht hat, "Musikwissenschaftler", "Musikethnologe", "Musiksoziologe" oder sonst was schreiben. "Musikologe" ist auf jeden Fall ein sehr veralteter und zudem von der Bedeutung her schwammiger Begriff. Wohl kaum ein Leser der Pluspedia wird wohl wissen was er sich unter einem "Musikologen" nun genau vorstellen soll bzw. was dem sein genaues Betätigungsfeld sein soll. Gruß Pfitzners Hansi 11:47, 24. Jan. 2011 (CET)

Laber laber, hier der Gegenbeweis -- Michael Kühntopf (Diskussion) 00:00, 6. Feb. 2013 (CET)
@Michael: Nix mit "Laber, laber ..."! Ein WP-Redirect ist kein Gegenbeweis. Was die Wikipedia meint, stimmt oft nicht und ändert gar nichts an den oben gemachten Feststellungen. Der Begriff "Musikologe" ist in Deutschland sehr veraltet und inzwischen unüblich. Hier ein Text aus dem Jahr 2010 dazu:
"First, the term `comparative musicology` and it`s non-English equivalents, principally `vergleichende Musikwissenschaft` and `musicologie compaare`, existed without much controversity for about half a century, Then, after 1950, they were abandoned rather suddenly and rapidly, replaced by `ethnomusicology`, `ethnographie musicale`, and `Musikethnologie` (along with some synonyms), terms that have never been defined unanimously or with precision."
Und dann noch mal:
"Der Bereich der Musikologie steht bei Adler für das, was heute als Vergleichende Musikwissenschaft bezeichnet wird."
Als Studiengang gibts die "Musikologie" nur in Österreich und sonst anscheinend nirgendwo. (siehe hier) Im englischsprachigen Raum entspricht "Musicology" der deutschen "Musikwissenschaft". ("The broad meaning corresponds most closely to the word's etymology, the entry on "musicology" in Grove's dictionary, the entry on "Musikwissenschaft" in Musik in Geschichte und Gegenwart, and the classic approach of Adler (1885).")
PS: Nach diesem Text sammelte Maier Kohn anscheinend traditionelle Gesänge süddeutscher Juden und brachte das unter viel Hilfe wirklicher Fachleute in Sammelbänden heraus. Solch eine Tätigkeit kann man am ehesten noch als "Musikethonologie" bezeichnen. Nebenbei bemerkt hatte er anscheinend Null Checkung von Musik, gab sich aber schwindlerisch als ausgebildeter Musiker aus: ("Kohn was a techer of religion, who had charge of a boarding school and who claimed to have a musical strain. In reality his knowledge of music was eqivalent to nothing, consisting only of the ability to read a simple melody with the aid of a violin. He lacked even the simplest reudiments of music." -> aus oben verlinktem Buch - das übrigens nicht von Antisemiten geschrieben wurde, sondern vom anerkannten jüdischen Muskforscher Abraham Zvi Idelsohn - auf Seite 261). Ist mir persönlich ein Rätsel, wie man ohne jegliche musikalische Kenntnisse ein, wie der Pluspedia-Artikel von dir meint, "... berühmter Chasan (Kantor)" werden kann. Das muss ja musikalisch übel geklungen haben damals in seiner Synagoge. Muss man als Chasan nicht wenigstens beim Singen die Töne halbwegs treffen oder ein Instrument beherrschen? Oder haben die Gläubigen sich die Ohren zugehalten wenn er performt hat? Gruß Pfitzners Hansi (Diskussion) 07:58, 6. Feb. 2013 (CET)