Dagmar Klimek

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Profil.png Profil: Klimek, Dagmar
Namen Dagmar Klimke
Beruf junges Mordopfer des Serienmörders Pommerenke
Persönliche Daten
1937 oder 1938
'
ermordet 1. Juni 1959
bei Ebringen, Freiburg im Breisgau


Dagmar Klimek, auch Dagmar Klimke (* 1937 oder 1938; († ermordet) 1. Juni 1959 bei Ebringen, Freiburg im Breisgau) war ein junges Mordopfer des Serienmörders Heinz Pommerenke.[1]

1 Vita[Bearbeiten]

Am späten Abend 31. Mai 1959 gegen 23.20 Uhr stieg die 21-jährige Studentin Dagmar Klimek mit zwei Kolleginnen am Hauptbahnhof Heidelberg in den Urlaubersonderzug D 969 ein. Der Scharnow-Hummel-Express sollte die Drei nach Finale Ligure an der Italienischen Riviera bringen. Im Schnellzug reiste Heinz P., der vormals als Zugpage tätig war, mit. Als Dagmar von der Toilette zurückging, ermordete er die 21-Jährige durch einen Dolchstich in die Brust, öffnete die Tür des Waggons und warf die Leiche auf der Rheintalbahn Richtung Basel kurz hinter Freiburg im Breisgau nahe dem Haltepunkt Ebringen aus dem fahrenden Schnellzug. Anschließend zog er die Notbremse.[2]

Als der Zug etwa zwei Kilometer weiter südlich bei Schallstadt gegen 2.20 Uhr zum Stillstand kam, stieg Pommerenke auf die Gleise nieder, ging zu der Leiche seines Opfers die Strecke zurück und schleifte sie zu einem nahegelegenen Feldweg, wo er sich an der Toten verging.[3]

Am Morgen 1. Juni, als der Schnellzug mit etwa 15 Minuten Verspätung das schweizerische Bellinzona erreicht hatte, wurde Dagmar Klimek von mitreisenden Freundinnen als Vermisste gemeldet – ein Zusammenhang mit der Notbremsung bei Schallstadt, bei der zwei Zeugen eine Gestalt aus dem Zug klettern gesehen haben wollten, wurde zunächst nicht hergestellt.

Die geschändete Leiche wurde erst vier Tage später, am 5. Juni an einem Feldweg am Bahndamm bei Ebringen, von einem Landwirt gefunden. Die gerichtsmedizinische Obduktion ergab als Todesursache den Messerstich, während sich die weiteren Verletzungen und Knochenfrakturen infolge des Sturzes aus dem Zug nicht als tödlich erwiesen.[4]

Die Ermittlungen der örtlich zuständigen Freiburger Polizei verliefen im Sande, weil der fragliche Waggon, der mit Hilfe des Bundeskriminalamts nach einigen Tagen zur Untersuchung nach Freiburg überstellt wurde, inzwischen mehrfach gereinigt worden war, so dass keine verwertbaren Spuren mehr gesichert werden konnten. Aus der mit großem reisetechnischen Aufwand betriebenen Befragung der Mitreisenden an ihren Urlaubsorten in Italien ergaben sich keine verwertbaren Hinweise.

Die Beisetzung fand einige Tage danach statt. Der Serienmörder Heinz P. (1937–2008) überlebte Dagmar Klimek um fast 50 Jahre.

2 Nachweise[Bearbeiten]

  1. FocusOnline
  2. Vor Ihnen sitzt der Teufel
  3. Exakter Tatergang unter Berücksichtigung der gerichtsmedizinischen Untersuchungen dokumentiert in: Tod im Ferienzug. Der Triebtäter Heinz Pommerenke. In: Peter Hiess, Christian Lunzer: Mord-Express. Die größten Verbrechen in der Geschichte der Eisenbahn. Deuticke, Wien/München 2000, ISBN 3-216-30550-3, S. 99–106, hier S. 99 ff.
  4. Vgl. dazu Hiess/Lunzer, Seite 100 f. (nach den Originalakten)

3 Andere Lexika[Bearbeiten]

Wikipedia kennt dieses Lemma (Dagmar Klimek) vermutlich nicht.