Heimat

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Ein moderneres Beispiel aus dem Osten unserer Heimat:


Der Begriff Heimat (früher mit th) war ursprünglich ein Neutrum: „hämatli“ – und stammt von germanisch haima, haimi ab. Das Wort war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wort, welches im juristischen und geographischen Sinne gebraucht wurde. 1835 beschrieb das Damen Conversations Lexikon den Begriff wie folgt:[1]

„Heimath, der Ort, wo unsere Wiege stand, wo die Träume der Kindheit uns umspielten, wo das junge Dasein mitten unter Blumen, Spielen, Freuden und kleinen Schmerzen verrauschte, wo uns zuerst der Weihnachtsbaum schimmerte, wo wir zuerst den Gesang der Nachtigall, den Herbst und Frühling unterscheiden lernten; die Heimath, deren Glockentöne wehmüthig-frommen Wiederhall in unserer Brust wecken – das Land, wo wir geboren, das uns liebend nährte – sie lebt ewig fort in der Erinnerung, ob wir auch fern von ihr getrennt sind! Nach ihr hin fliegt die Sehnsucht über Meere und Berge, ewig blühend erscheint sie der sehnenden Phantasie! – Wie froh senkt der ermüdete Wanderer den Pilgerstab in die heimathliche Erde, wie wünscht er sich am liebsten sein Grab in der Heimath!(...)“

Meyers Konversationslexikon schrieb 1897:

„Bezeichnung für den Geburtsort, auch für den Ort, wo jemand sein Heim, d. h. seine Wohnung hat. In der Rechtssprache versteht man unter Heimat (Heimatrecht) die Ortsangehörigkeit oder Gemeindeangehörigkeit einer Person, welche nicht ohne weiteres mit dem Gemeindebürgerrecht zusammenfällt, indem das Heimatrecht an und für sich nur ein Einwohner- (Einsassen-, Gemeindegenossen-)Recht ist. Auch die Staatsangehörigkeit wird Heimatrecht genannt. Neuerdings wird der Ausdruck Heimat wohl auch gleichbedeutend mit Unterstützungswohnsitz gebraucht, obgleich dies zwei ganz verschiedene Begriffe sind.“

In der DDR und der jungen Bundesrepublik Deutschland war der Begriff auch lange in Gebrauch. Hartmut Krüger, Lehrling in der Dreherei des VEB Berliner Glühlampenwerks, meinte zu den bevorstehenden Volkskammer- und Bezirkstagswahl u.a.:

„Meine Eltern kamen im zweiten Weltkrieg ums Leben. Es läßt sich denken, wie sehr ich den Krieg hassen gelernt habe, deshalb gilt es denen im Westen unserer Heimat das Handwerk zu legen. Bei uns in der DDR kandidieren zu den Wahlen wahre Vertreter des Volkes, denen muss man eine Stimme geben.“

1 Siehe auch

2 Weblinks

 Wikiquote: Heimat – Zitate (Deutsch)

3 Einzelnachweise

  1. Text auf Zeno.org

4 Andere Lexika




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