Gottesbeweis

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Das Führen eines Gottesbeweises ist der Versuch, den gängigen Offenbarungsglauben philosophisch-logisch zu untermauern. Er wurde in der christlichen Welt vor allem in der Spätantike und im Mittelalter unternommen, aber später auch von Philosophen wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Es gibt ihn aber auch in anderen Religionen wie dem Buddhismus. Im Prinzip sind alle Gottesbeweise widerlegbar.

  • Der Gottesbeweis des spätantiken christlichen Philosophen Boethius lautet folgendermassen: Das irdische Glück ist nur unvollkommen. Die Logik sagt aber: Es gibt auch vollkommenes Glück. Dieses findet sich überirdisch in der innigsten Verbindung mit Gott.
  • Im Mittelalter formulierte zum Beispiel der Scholastiker Thomas von Aquin folgenden theozentrischen Gottesbeweis: Alle Bewegung geht von Gott aus. Gott wirkt dabei im Zentrum als der "unbewegte Beweger".
  • Der Gottesbeweis des Anselm von Canterbury wiederum lautet wie folgt: Der Mensch kann sich etwas vorstellen, das durch nichts übertroffen wird. Wenn es das höchste und vollkommenste Wesen ist, das sich jemand ausdenkt, dann gibt es etwas noch höheres und vollkommneres, nämlich wenn dieses Wesen nicht nur als Möglichkeit gedacht wird, sondern wenn es wirklich existiert. Gott ist demnach das, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann (dt.: "Und zwar glauben wir, daß Du etwas bist, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann." lat.: "Et quidem credimus te esse aliquid quo nihil maius cogitari possit.")

Literatur

K. Flasch: Das philosophische Denken im Mittelalter

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