PlusPedia wird derzeit technisch modernisiert. Aktuell laufen Wartungsarbeiten. Für etwaige Unannehmlichkeiten bitten wir um Entschuldigung; es sind aber alle Artikel zugänglich und Sie können PlusPedia genauso nutzen wie immer.

Neue User bitte dringend diese Hinweise lesen:

Anmeldung - E-Mail-Adresse Neue Benutzer benötigen ab sofort eine gültige Email-Adresse. Wenn keine Email ankommt, meldet Euch bitte unter NewU25@PlusPedia.de.

Hinweis zur Passwortsicherheit:
Bitte nutzen Sie Ihr PlusPedia-Passwort nur bei PlusPedia.
Wenn Sie Ihr PlusPedia-Passwort andernorts nutzen, ändern Sie es bitte DORT bis unsere Modernisierung abgeschlossen ist.
Überall wo es sensibel, sollte man generell immer unterschiedliche Passworte verwenden! Das gilt hier und im gesamten Internet.
Aus Gründen der Sicherheit (PlusPedia hatte bis 24.07.2025 kein SSL | https://)

Bei PlusPedia sind Sie sicher: – Wir verarbeiten keine personenbezogenen Daten, erlauben umfassend anonyme Mitarbeit und erfüllen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Es haftet der Vorsitzende des Trägervereins.

PlusPedia blüht wieder auf als freundliches deutsches Lexikon.
Wir haben auf die neue Version 1.43.3 aktualisiert.
Wir haben SSL aktiviert.
Hier geht es zu den aktuellen Aktuelle Ereignissen

Frischauf-Grube

Aus PlusPedia
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Die Frischauf-Grube war ein Steinkohlebergwerk in Eckersdorf (Landkreis Glatz) in Niederschlesien. Sie gehörte zum Kohlebergrevier Waldenburg Süd und war eines der historisch früh belegten Bergwerke in der Grafschaft Glatz.[1][2] Das Bergwerk wurde knapp 250 Jahre lang betrieben.

Geschichte

17. Jahrhundert

Das Bergwerk wurde im Jahr 1660 das erste Mal erwähnt. Im 17. Jahrhundert gehörten die Güter in Eckersdorf Jesuiten aus Österreich. Am 18. Mai 1663 verpachtete der Jesuitenpater Jacob Topf, Rektor des Jesuitenkollegiums in Steyr, die Grube für die Hälfte des Gewinns an Georg Scholz. Schon kurze Zeit später, am 14. Juni 1663, verkaufte Jacob Topf das Gut in Eckersdorf einschließlich der Kohlenbergwerke für 24.000 Gulden an Johann Georg Reichsgraf von Götzen. In der frühen Zeit des Bergwerkes waren insbesondere Schmieden und Privathaushalte die Abnehmer der Kohle.[3]

18. Jahrhundert

Im Jahr 1747 wurden 6.501 t Kohle abgebaut.[3]

1769 gab es im Herzogtum Schlesien und der Grafschaft Glatz vier Bergwerke: Frischauf in Eckersdorf, Johann Baptista in Schlegel, Joseph in Neurode-Buchau und Wenzeslaus in Hausdorf. Diese vier Bergwerke beschäftigten zusammen 35 Personen und förderten im Jahr ca. 1.400 t Kohle.[4]

Seit 1781 war neben dem Franciscaschacht auch der Sophieschacht in Betrieb.[3]

1783 gehörte die Frischauf-Grube mit der Grube Fuchs in Waldenburg zu den ersten Bergwerken in Niederschlesien, die den Pfeilerbau eingeführt hatten.[5]

19. Jahrhundert

1815 wurden die Bergwerke aus dem Besitz der Grafenfamilie Magnis in Kunzendorf, Buchau, Elbersdorf und Eckersdorf zur Gräfl. Magnis’schen Bergwerksverwaltung zusammengeschlossen. 1840 wurden bereits 21.000 t Kohle gefördert.[3] In den 1840er Jahren wurde der Sophienschacht mit einer dampfgetriebenen Schachtfördermaschine ausgestattet.[6] 1847 wurde die erste Tiefbausohle 54 m darunter erschlossen.[5] 1858 schon 31.600 t.[3] 1875 wurden die Felder Glückauf Wilhelm (in Betrieb seit 1839), Frohe Zukunft (in Betrieb seit 1860) und Bernhard (in Betrieb seit 1861) mit an die Grube Frischauf angeschlossen.[7]

1891 waren 127 Arbeiter bei der Grube beschäftigt. Ende des 19. Jahrhunderts wurden täglich 30 bis 40 Pferdewagen mit Kohle zum Bahnhof nach Möhlten transportiert. Die Eckersdorfer Kohle wurde bis in die Witkowitzer Eisenwerke in den Mähren exportiert.[3]

1892 reichte die Teufe bis auf 111 m.[8]

1898 wurden die Bergwerke der Grafenfamilie Magnis und die Johann-Baptista-Grube in Schlegel der Grafenfamilie Pilati in einem Unternehmen zusammengeschlossen. Das Unternehmen wurde Neuroder Kohlen- und Thonwerke genannt.[3]

20. Jahrhundert

Im Jahr 1900 wurden 20.246 t Kohle abgebaut.[7] 1901 wurde die Frischauf-Grube Teil der Johann-Baptista-Grube. 1904 wurde die Grube stillgelegt. 1910 wurden die Anlagen über Tage entfernt.[3]

Schächte

  • Schacht Sophie, 111 m
  • Schacht Francisca

Belüftungsschächte:[9]

  • Hattwig-Schacht (inline7)
  • Rotte-Schacht (inline7)
  • Seidel-Schacht (inline7)
  • Gerlich-Schacht (inline7)
  • Strangfeld-Schacht (inline7)

Alexanderstollen

Der Alexanderstollen war der Erbstollen zur Entwässerung der Frischauf-Grube und der Johann-Baptista-Grube.

1805 oder 1809 wurde mit dem Bau des Alexanderstollens begonnen[10] Der Auslauf befand sich direkt in Eckersdorf (inline7).[3] 1898 erreichte er eine Länge von 5670 m und war damit der längste Stollen im gesamten Revier. Die Teufe befand sich bei 110 m.[10] Das unterste Stollenniveau befand sich bei + 360 m.[6]

Literatur

  • Eufrozyna Piątek; Zygfryd Piątek: Der Steinkohlenbergbau bei Neurode (Nowa Ruda) in der vorindustriellen Periode. In: Der Anschnitt, Jg. 41 (1989), H. 6, S. 205–212.
  • Zygfryd Piątek: Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914. In: Der Anschnitt, Jg. 57 (2005), H. 2–3, S. 80–90 (PDF, 7 MB)

Andere Lexika

  • Dieser Artikel wurde in der Wikipedia gelöscht.



Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 81–82
  2. PRNG: Miejscowość Bożków (Eintrag im Państwowy Rejestr Nazw Geograficznych). In: Geoportal / Główny Urząd Geodezji i Kartografii. Abgerufen am 26. Februar 2026. (pl)
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Frisch-Auf Grobe – bożkowska kopalnia węgla. In: Ciekawostki Bożkowa. Abgerufen am 25. Februar 2026. (pl)
  4. Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 82
  5. 5,0 5,1 Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 83
  6. 6,0 6,1 Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 85
  7. 7,0 7,1 Jerzy Jaros: Słownik historyczny kopalń węgla na ziemiach polskich. In: Biblioteka Nauki. S. 134–135. Abgerufen am 25. Februar 2026. (PDF, pl)
  8. Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 86
  9. in der deutschen Wikipedia behauptet ein Benutzer namens Rolf-Dresden um 19:08 am 26. Feb. 2026 tatsächlich, dass es im Bergbau keine Belüftungsschächte gibt ! Siehe dazu auch die langwierige Diskussion zum Thema Lichtloch
  10. 10,0 10,1 Der Steinkohlenbergbau im Neuroder Land von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1914, Seite 90