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Deutsche Schriftsteller, die Hitler befürworteten

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Eine Zusammenstellung von deutschen Schriftstellern, die Hitler befürworteten, ist unvollständig und keinesfalls neutral. Anlässlich der Reichstagswahl im November 1932 und auch im Folgejahr 1933 unterzeichneten viele Schriftsteller einen Aufruf zugunsten Hitlers.[1] So war auch Gottfried Benn anfangs ein überzeugter Nationalsozialist, was aus einigen diesbezüglichen Reden und Traktaten hervor geht. Dieser Sachverhalt wurde von der deutschen Literaturgeschichte über längere Zeit tabuisiert. Doch schon im Aufsatz Expressionismus von 1933 sah sich Benn zu einer Verteidigung dieser Kunstbewegung gegen nationalsozialistische Angriffe und zu einer Rechtfertigung seiner eigenen Position als einer ihrer literarischen Begründer genötigt.[2] Die Willkür und Rechtslosigkeit des Judenboykotts – speziell auch in Bezug auf fünf in seinem Haus praktizierende ärztliche Kollegen – ließen in ihm zudem schon im Verlauf des Jahres 1933 Zweifel am neuen Staat aufkommen. Benns Werke nach 1934 sind dann verstärkt distanziert bis kritisch gegenüber dem NS-Regime. 1938 wurde Benn aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen und erhielt Schreibverbot.[3]

Bruno Brehm

Den „Anschluss“ Österreichs 1938 an das Deutsche Reich, feierte Bruno Brehm mit Versen im Bekenntnisbuch österreichischer Dichter.

Houston Stewart Chamberlain

Am 30. September 1923 empfing Houston Stewart Chamberlain Adolf Hitler, der in Bayreuth einen Deutschen Tag veranstaltet hatte, und schrieb danach einen lobenden Brief an Hitler am 7. Oktober 1923.

Otto Flake

1933 gehörte Otto Flake zu den 88 Schriftstellern und Dichtern, die einen Aufruf zugunsten Hitlers unterzeichneten.[1]

Gustav Frenssen

Gustav Frenssens Werke werden zur Massenliteratur des Kaiserreichs und der NS-Zeit gezählt. 1933 war er einer von 88 Schriftstellern und Dichtern, die einen Aufruf zugunsten Hitlers unterzeichneten.[1] In der SBZ und der DDR wurden viele seiner Werke auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.

Theodor Fritsch

Der nach 1945 kaum noch bekannte Verleger und Politiker Theodor Fritsch unterzeichnete 1932 einen Aufruf zugunsten Hitlers und wurde Mitglied im Präsidialrat der Reichsschrifttumskammer.

Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann hat sich vereinzelt positiv zum Nationalsozialismus geäußert. Nach der „Machtergreifung“ unterzeichnete er am 16. März 1933 eine Loyalitätserklärung der Deutschen Akademie der Dichtung, Sektion der Preußischen Akademie der Künste.[4] Mit 80 Jahren schrieb er in einem Brief 1942: „Ich möchte noch eine Zeit lang zusehen können, was sich in dem Humus erneuert, den ich nun immer mehr kennen lerne. Nicht auszudenken, wie traurig es wäre, wenn diese Entwicklung gewaltsam abbräche.“

Ernst Jünger

Ernst Jünger wird eine militaristische Gesinnung zugeschrieben, die sich in seinen Kriegserinnerungen In Stahlgewittern manifestiert habe. Zur Machtergreifung Hitlers stand der Monarchist zwiespältig: Einerseits begrüßte er die Beseitigung der Weimarer Republik, anderseits sah er in den Nazis die "Herrschaft des Pöbels". Eine Befürwortung Hitlers ist nicht nachgewiesen. Es gibt nur eine dokumentarische Einzelheit aus dem Jahr 1926: Jünger sandte Hitler sein Buch Feuer und Blut mit der Widmung „Dem nationalen Führer Adolf Hitler“, worauf dieser sich persönlich bei ihm bedankte.[5]

Agnes Miegel

Agnes Miegel ist eine von zahlreichen Personen, die in diesem Zusammenhang immer wieder genannt werden: Sie leistete einen Treueeid auf Hitler[1] und wurde 1933 in die Sektion der Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste berufen. Inwieweit politischer Druck auf sie ausgeübt wurde, ist umstritten.[6]

Quellen

  • H. Glaser et al.: Wege der deutschen Literatur
  • K.L. Tank: Gerhart Hauptmann
  • S. Haffner: Anmerkungen zu Hitler
  • Deutschlandfunk-Feature zu G. Benn vom 7.1.2014

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 https://de.wikipedia.org/wiki/Gelöbnis_treuester_Gefolgschaft
  2. Peter Tepe: Gottfried Benns Engagement für den Nationalsozialismus am Beispiel der Essays. S. 3 ff.
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Benn#1928_bis_1945
  4. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 223.
  5. Othmar Plöckinger: Geschichte eines Buches. Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-57956-8, S. 160
  6. Prof. Paul Leidinger, Westfälische Nachrichten vom 6. Oktober 2010