Chad Kroski

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Chad Kroski ist ein fiktiver Bestsellerautor, der einem Werbespot des Mobilfunkbetreibers T-Mobile entsprungen ist. Der Werbespot lief im deutschen Fernsehen erstmalig am 1.Juli 2005.

1 Handlung des Werbespots

In einer Bar lernen sich die beiden Singles Anna und Steve kennen. Als ihnen die Gesprächsthemen ausgehen, schweift Annas Blick auf ein Buch von Chad Kroski, das in der Tasche von Steve steckt. Anna fragt sich in Gedanken: „Wer um Himmels Willen ist Chad Kroski?“ und verschwindet daraufhin mit einer kurzen Entschuldigung auf die Toilette. Dort greift sie ihr Smartphone und tippt „Chad Kroski“ bei Google ein, woraufhin ihr dieser als Bestsellerautor ausgegeben wird. Mit diesem Wissen kehrt sie zu Steve zurück und der Flirt nimmt ein glückliches Ende.

2 Eigenleben außerhalb des Werbespots

Die Marketingabteilung von T-Mobile hatte für Chad Kroski eigens eine Webpräsenz eingerichtet, auf der unter anderem eine Biografie und verschiedene Buchkritiken sowie ein Link zu dem im Werbespot gezeigten Smartphone zu finden sind. Laut dieser Biografie soll Chad Kroski am 13._April 1974 in Lexington-Fayette, Kentucky geboren sein und mit vollem Namen Charaijev Alexander Kroski heißen. Allerdings wurde diese Webpräsenz erst etwas verspätet veröffentlicht und auch zwischenzeitlich vorübergehend abgeschaltet, sodass sich im Internet bereits kurz nach dem Erscheinen des Werbespots ein Eigenleben entwickelt hat. Es kursieren diverse Fotos, verschiedene Lebensläufe sowie Textauszüge aus fingierten Büchern. In vielen Blogs werden Belege veröffentlicht, in denen Chad Kroski als Autor von kommunistischen Büchern, Erfinder der privaten Krankenversicherung oder Sänger einer Musikgruppe dargestellt wird. Auch der Buchhandel musste sich bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung des Werbespots mit der Nachfrage nach vorrätigen Werken von Chad Kroski beschäftigen.

2.1 Ziel der Suchmaschinenoptimierer

Aus dem Eigenleben um Chad Kroski ist auch ein kleiner Optimierungs-Wettbewerb für Suchmaschinen entstanden. Verschiedene Blog-Betreiber veröffentlichen fiktive Geschichten über Chad Kroski, um damit im Ranking der Suchmaschinen zu steigen. :Siehe auch: Hommingberger_Gepardenforelle

2.2 Folgen für Webseitenbetreiber

Mitte August 2005 wurde der Inhaber der Domain chadkroski.com durch ein von T-Mobile beauftragtes Anwaltsbüro abgemahnt. Seitens T-Mobile wurde auf eine „laufende Markenanmeldung“ verwiesen, den Streitwert beziffert man mit 50.000 Euro. Der Inhaber der Domain gab in der Folge eine modifizierte Unterlassungserklärung gegenüber T-Mobile ab und hat die Domain chadkroski.com zur Löschung gestellt. Laut Auskunft von T-Mobile erhielt der Inhaber der Domain chad-kroski.de ebenfalls eine Abmahnung. Die Seite ist derzeit nicht mit Inhalten gefüllt. Mittlerweile ist die Deutsche Telekom AG Domaineigner der deutschen (.de) und europäischen (.eu) Domains sowie sämtlicher allgemeiner Top-Level-Domains (.com, .net, .org, .info, .biz) mit dem Namen Chad Kroski − jeweils in der zusammengeschriebenen Version also auch in der Version mit Bindestrich.

3 Ziel der Werbekampagne und Kritik

Das Ziel von Marketingstrategen ist die Schaffung einer künstlichen Kultfigur, der durch vielfache Berichterstattung eine Aufmerksamkeit zuteil wird, die damit auch auf die Produkte und Dienstleistungen des Werbenden abfärben soll. Kritiker beklagen bei dieser Form des viralen Marketings einen Missbrauch von vorgefundenen, unkommerziellen, öffentlichen Plattformen und Strukturen zum Zwecke des Profits eines Unternehmens und seiner Investoren: Wer werben wolle, solle auch dafür bezahlen (z.B. durch Spenden). Die verspätete Veröffentlichung und auch die zwischenzeitliche Abschaltung der „offiziellen“ Webpräsenz lässt allerdings auch vermuten, dass bei der Werbekampagne Fehler gemacht wurden bzw. sich das Eigenleben von Chad Kroski nicht nach den Vorstellungen der Marketingabteilung entwickelt hat. :Siehe auch: Werbung, Marketing

4 Weblinks

  • Jens O. Brelle: Wer ist Chad Kroski?, in: Neue Gegenwart. Magazin für Medienjournalismus, Ausgabe 46. (Der Artikel beschäftigt sich mit dem Thema eines kennzeichenrechtlichen Werktitelschutzes am Namen fiktiver Figuren) Kroski, Chad

5 Init-Quelle

6 Andere Lexika

  • Dieser Artikel wurde in der Wikipedia gelöscht.


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