Bernhard Aschner (1883 - 1960) Biografie Die Entdeckung des endokrinen Hypothalamus

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Die Entdeckung des Sexualzentrums im Zwischenhirn 1912 durch Bernhard Aschner (* 27. Januar 1883 in Wien, † 1960 in New York).

Bernhard Aschner wird als Sohn des Fabrikantenehepaares Adolph und Pauline Aschner, geb. Blaustern, gebiren. Er verlebt eine gesicherte Kindheit, besucht das Wiener Gymnasium und studiert in seiner Heimatstadt, nach erfolgreicher Matura, an der Medizinischen Fakultät. Noch als Student wird er 1904 - 1907 Demonstrator am 1. Anatomischen Institut unter Emil Zuckerkandl (1849 - 1910). Zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert er am 7. Mai 1907. Kurz darauf findet er seine erste Anstellung als "Operationszögling“ an der Wiener Universitätsklinik für Chirurgie. Angeleitet von dem Billrothschüler Anton von Eiselsberg (1860 - 1939) lernt er dessen "brilliante" Operationstechnik. Obwohl wissenschaftlich ungewöhnlich erfolgreich, als Aschner' Phänomen geht der von ihm entdeckte oculo- ¬cardiale Reflex in die Literatur ein, verbietet Eiseisberg eine weitere Ausbildung Aschners zum Chirurgen, in der Annahme, Aschner könne sich in der freien Praxis, was er anstrebt, nicht durchsetzen. Das empfindet Aschner als Unrecht.

Gerade zu der Zeit beginnt er die Hypophyse zu erforschen, nicht zuletzt um zu erreichen, was Eiselsberg bisher versagt geblieben ist: eine Hypophysektomie, die von den Tieren überlebt wird. Zwischen 1881 und 1907 werden verschiedentlich Experimente an der Hypophyse durchgeführt, die alle mit dem Tode der Versuchstiere enden, so dass man zu der Überzeugung gelangt, die Hypophyse sei für das Leben unentbehrlich. Erst als 1907 und 1908 Nicholas Constantin Paulesco (1896 – 1931) über erfolgreiche Hypophysenexperimente berichten kann, beginnt ein neuer Aufstieg der Hypophysenforschung. Insbesondere in Wien und dort an der Klinik Eiseisberg.

Der Wiener Pathologe Richard Paltauf (1858 - 1924) räumt dem gerade 25- jährigen Aschner, der seit 1908 als Operateur an der 1. Frauenklinik, der Friedrich Schauta (1849 - 1919) vorsteht, tätig ist, die Gelegenheit ein, am Institut für Allgemeine und Experimentelle Pathologie grundlegende Untersuchungen zu Physiologie der Hypophyse vorzunehmen. Dies tut Aschner neben seiner klinischen Tätigkeit, wie auch andere bedeutende gynäkologische Endokrinologen zuvor. Aus dieser engen Zusammenarbeit der Kliniker mit den Theoretischen Instituten entstanden damals in Wien große Leistungen.Datei:BA.jpg&

1 Hypophysenforschung

Im Laufe seiner Experimente - Aschner datiert seine erste Operation auf den 3. Juli 1909 - erkennt er die Gefahr unstillbarer Blutungen aus den Gefäßen der Hirnbasis, die bei transzerebralen Eingriffen unvermeidbar sind. Via buccalis jedoch gelingt es Aschner die Hypophyse total und ohne wesentliche Komplikationen zu entfernen. Erstaunt und ernsthaft erschrocken sei Aschner als er seine Hunde nach einiger Zeit wiedersieht. Alle haben zwar überlebt, aber im Vergleich zu den Kontrolltieren sind die operierten Hunde im Wachstum zurückgeblieben. Reproduziert Aschner seine Experimente, so zeigen sie ihm identische Ergebnisse, was er sogleich Paltauf mitteilt, der ganz auf geregt "Toni" von Eiselsberg benachrichtigt habe, welcher sogleich mit seiner "Equipage" zur Stelle gewesen sei, ganz blass wie er Aschners Hunde sieht. Sogleich führt er an, Aschners Methode sei, wenn auch brillant durchgeführt, fehlerhaft; er habe die Hypophyse nicht vollständig entfernt. Eine weitere Anstellung Aschners als Chirurg lehnte er im gleichen Atemzug, trotz der Fürsprache Paltaufs, schroff ab. So jedenfalls Aschner in seinen Aufzeichnungen (1). Paltauf, auch Sekretär der Gesellschaft der Ärzte in Wien, ermöglicht Aschner bereits 1909, anlässlich einer Sitzung, seine Hunde vorzuführen. Großen Beifall erntete er, als ein operierter Hund wie ein kleiner Idiot auf dem Demonstrationstisch sitzen bleibt, während der andere laut bellend ins Auditorium springt. Noch heute sind die präparierten Hunde im Institut für Experimentelle Pathologie in Wien zu sehen. Etwa zur gleichen Zeit stellen Arthur Biedl (1896 – 1933) in Wien und Harvey Cushing (1869 - 1939) mit seinen Mitarbeitern in den USA ebensolche Experimente an, die erfolgreich zur totalen Hypophysektomie führen. Allen Arbeiten gemeinsam ist der Schluss, die Exstirpation der Hypophyse, soweit sie total erfolgt, hemme Entwicklung der äußeren und inneren Genitalien beider Geschlechter, die Hypophyse sei zum Leben unabdingbar notwendig.

Ergänzend dazu stellt Aschner fest, dass bei sexuell maturen Hunden nur mäßige Atrophie der Gonaden zu erwarten ist. Ganz anders bei geschlechtsunreifen Hunden, da sind ausgeprägte Dysplasien festzustellen.

2 Der Hypothalamus

Eine weitere, zufällige Beobachtung lenkt Aschners Aufmerksamkeit auf den Boden des III. Ventrikels und auf das Tuber cinereum. Zum einen sterben seine Tiere sofort, wenn der III. Ventrikel eröffnet oder das Infundibulum verletzt, zum anderen fällt die Hodenatrophie bei maturen Hunden besonders stark aus, wenn die Hirnbasis durch eitrige Entzündungen in Mitleidenschaft gezogen ist. Um die Rolle des Hypothalamus für das Zustandekommen der Genitalatrophie zu erforschen unternimmt Aschner einige wenige, besondere Versuche, die auch seine einzigen Hypothalamusexperimente sind. So versucht er einem geschlechtsreifen Tier die Hirnbasis durch Druck zu komprimieren. Er spritzt zu diesem Zwecke Paraffin in die Gegend des Tuber cinereum ein. Die Hypophyse bleibt intakt, das Paraffin hinterlässt deutliche „Impressionen an der Hirnbasis“ (2). Das ergibt die Obduktion. Der Uterus ist fettig degeneriert, das Ovarium enthält keine Follikel, die "Interstitielle Drüse" ist atrophiert, ein Corpus luteum kann nicht aufgefunden werden.

Aschners erste Hypothese lautet also: bei einer geschlechtsreifen Hündin ruft der Druck auf die Hirnbasis eine Genitalatrophie hervor. Wie verhält es sich jedoch mit infantilen Tieren? Hierzu wiederholt Aschner sein vorhergehendes Experiment, jedoch an einer unreifen Hündin. Weit in die Schädelhöhle hinein appliziert er eine Guttaperchaplombe, die er dort längere Zeit belässt. Auch hier ergibt der Obduktionsbefund Läsionen an der Hirnbasis. Das Tuber cinereum erscheint nach innen eingestülpt, doch ist die Hypophyse, im Gegensatz zum vorherigen Experiment, makroskopisch nicht auffindbar. Zudem wurde die gonadale Reifung verhindert (3).

Aschner verfügt also über zwei unterschiedliche und schwer zu interpretierende Versuchsergebnisse. Für mature Hunde gilt, dass bei isolierter Schädigung des Hypothalamus eine hochgradige Atrophie der Gonaden festzustellen ist. Im Vergleich dazu fällt die Atrophie hypophysektomierter erwachsener Hunde geringer aus. Gravierende Reifestörungen der Gonaden können an jungen, unreifen Hunden sowohl nach totaler Hypophysektomie, nach Verletzungen des Hypophysenvorderlappens und auch nach Hypothalamusläsionen durch künstliche Tumoren konstatiert werden.

3 Deutungsversuche

Erklärt werden können die unterschiedlichen Störungen an ausgewachsenen Hunden dadurch, dass nach erfolgter, vollständiger Ossifikation der Schädelknochen der Hypophysenvorderlappen nicht mehr vollständig entfernt werden kann. Jedoch hält Aschner die totale Entfernung im strengen histologischen Sinne durchaus nicht für notwendig. Um die unterschiedlichen Reaktionen nach Eingriffen an der Hypophyse und am Hypothalamus zu erklären, greift Aschner auf Analogien zur Klinischen Pathologie zurück. Vor Abschluss des Wachstums sei die "Dysplasia adiposogenitalis", die 1900 Joseph Francois Felix Babinski und 1901 Alfred Fröhlich (1871 – 1953) beschreiben, hypophysärer Genese. Nachdem der Wachstums- prozess abgeschlossen ist, sei deren Verursachung in einer Schädigung trophischer Zentren an der Hirnbasis (4), wie das Jakob Erdheim (1874 – 1937) schon 1904 mit Nachdruck fordert, zu suchen. Aschner bringt also gar keine nachprüfbaren Tatsachen zur Sprache. Er gibt keine Erklärungen, sondern überträgt lediglich unterschied- lichste, experimentell gefundene Fakten auf die Pathologie des Menschen. Jedenfalls postuliert Aschner 1912 eine enge Beziehung zwischen dem Tuber cinereum und dem trophischen Zentrum Erdheims an der Hirnbasis.

4 Die Zwischenhirnarbeit

In dieser Form bisher noch nicht vorgelegte Thesen formuliert Aschner im selben Jahr in der Juliausgabe der Wiener Klinischen Wochenschrift. "Zur Physiologie des Zwischenhirns" betitelt er seine klassische Arbeit (5), in der er eine Vielzahl von Hypothalamus- symptomen vorstellt. Einmal rufe Reizung des Hypothalamus starke Glykosurie hervor, dann Schmerzatmung, Schreien, vorübergehenden Herzstillstand mit Pulsver¬langsamung, zum dritten trophische Störungen, in Form einer hochgradigen Genitalatrophie.

Aschner fasst seine Befunde zusammen: "... trophische Veränderungen und Stoffwechselstörungen, die bisher nur der Hypophyse selbst zugeschrieben werden ... können ... zum Teil auch von dem angrenzenden Hirnabschnitt; dem Hypothalamus, ausgelöst werden…" .Inwieweit das Zwischenhirn auch als Regulationszentrum für die innersekretorischen Drüsen zu betrachten ist und ob die Blutdrüsenerkrankungen des Menschen auch primär von dieser nervösen Zentral¬stelle aus ihren Ursprung nehmen können, Muss weiteren Forschungen vorbehalten bleiben" (6). Bemerkenswert ist, dass Aschner in keiner seiner Arbeiten von 1912 über ein Sexualzentrum im Hypothalamus spricht.

Erst 1918 benutzt er den Begriff "Genitalzentrum" im Hypothalamus (7). Aschner kündigt zwar weitere Experimente an, eine ausführliche Arbeit aber, in der genau der anatomische Ort der hypothalamischen Läsionen, in der ferner Folgen an den Gonaden im histologischen Detail und die physiologischen und pathophysio- logischen Veränderungen aufgezeigt werden, folgt nicht.

Zwar erwähnt Aschner 1918 weitere Versuche, die er mit R. Löwy am Obersteinersehen Institut in Wien angestellt habe. Aber auch zu dem Zeitpunkt bringt er keine Details, auch gelten die Versuche nicht mehr primär der Erforschung des Genitalzentrums, sondern in ihnen sollen sensible Nervenbahnen im Hypothalamus nachgewiesen werden (8).

5 Fehlende Rezeption

Zwar wird von den französischen Physiologen Jean Camus und Gustave Roussy (1874 - 1948) wenig später Aschners „Theorie nerveuse“ diskutiert, und seine Leistung wie folgt hervorgehoben: "Qui [ Aschner) fait un rule important aux lesions de lìnfundibulum dans la de termination des troubles trophiques genitaux " (9), doch erstaunlicherweise wird Aschners Zwischenhirnarbeit praktisch nirgendwo rezensiert (10), weder im "Jahresbericht über die Fortschritte auf den Gebiete der Geburtshilfe und Gynäkologie " 1913 - 1914, noch im "Zentralblatt für Gynäkologie " 1912 - 1913 (11). Lediglich zwei spätere Arbeiten finden Aufnahme (12). Zudem ist durch Cushings und auch Biedls autoritären Stil das Interesse der Forscher auf die Untersuchung allein der Hypophyse gerichtet. Beide setzen sich keineswegs mit Aschners Hypothesen auseinander, vielmehr verwirft Biedl Aschners Hypophysenversuche als operativ unzulänglich, favorisiert den Hypophy¬senzwischenlappen und erwähnt Aschners Zwischenhirnarbeit lediglich in einem Nachtrag zu einem Literaturverzeichnis (13). Auch Cushing, der führende Hypophysen- forscher widerspricht Aschners Auffassung: "Aschner, it: must be confessed, has opposed the view of essentiality of the gland. He is inclined to attribute the fatalities to some injury of the hypothetical nerve centers of the infundibular region. As Biedl points out, the operative method Aschner employed is open to criticism ... "(14). Noch als 1921 Percival Bailey ( 1892 - 1973 ), der "house officer" Cushings und Frederic Bremer ( 1892 - 1982 ) experimentell und zufällig das adiposogenitale Syndrom und Polyurie an einem operierten Tier beobachten können (15), sei Cushing "furious" geworden und soll versucht haben eine diesbezügliche Publikation zu verhindern (16). Erst zehn Jahre später, 1932 ändert Cushing seine Haltung und wird entschlossener Anwalt für die Relevanz des Hypothalamus (17).

Des Weiteren ist anzuführen, dass Fröhlich 1940 rückblickend ausführt, damals habe man vom Hypothalamus nur gewusst, dass er eine neben dem Thalamus gelegene anatomische Region sei, die gänzlich unerforscht gewesen sei (18). "Absurd" müsse jedem erscheinen, so Bailey und Bremer 1921, dass Verletzungen eines so kleinen Gebietes des Hypothalamus so widersprechende Resultate wie Polyurie, genitale Atrophie, Adipositas, Kachexie und den Tod hervorrufen können (19). Auch Aschner entwertet seine eigenen Forschungen, wenn er 1932 bezweifelt, dass die Hypophyse, so klein sie ,ist, solche Massen an "Inkret" in den Körper ausscheide, so dass die Aschheim- Zondecksche Schwangerschaftsreaktion möglich werde (20). Dennoch weist Aschner ein letztes mal am 11. Nov. 1927 auf die Funktion des Zwischenhirnes und der 'Hypophyse hin, und nimmt Stellung zu einem Referat, das Philip E. Smith ( 1884 – 1970 ) vortragen lässt (21). Noch einmal bringt Aschner eine Synopsis aller seiner literarischen Arbeiten, Vorträge und Experimente; doch auch dieser Vortrag wird nicht genügend beachtet(22).

6 Aschners Arbeit wird vergessen

Als weitere möglichen Grund, warum Aschners Zwischenhirnarbeit nicht beachtet wird, war wohl der Siegeszug des Pituitrins, das 1906 von Henry Hallett Dale (1875 - 1968) in seiner Wirkung auf den Uterus beschrieben wird und 1909 in den Wellcome Physiological Research Laboratories erstmals in den USA hergestellt wird. Im selben Jahr verwenden Blair Bell (1871 – 1963) in Liverpool, sowie Robert Hofstätter (1883 – 1970) und Arthur Foges (1868 – 1920) an der 11. Medizinischen Frauenklinik, das Hypophysenextrakt in der Geburtshilfe. Isidor Hofbauer (1871 - 1961) aus Königsberg beschreibt dann 1911 das Piuitrin als "exzellentes Wehenmittel". So beginnt der Siegeslauf des Hypophysenextraktes (23) Vor diesem Hintergrund werden die Ergebnisse der Aschnerschen Zwi¬schenhimarbeit, wohl auch wegen der geringen klinischen Verwendbarkeit, nicht in vollem Umfang gewürdigt. Darin mag, ebenso in der fehlenden Rezension, ein Grund liegen warum Aschners Arbeit bald in Vergessenheit gerät. Seine Hypothalamusarbeit wird nicht zu einem Ausgangspunkt eines neuen Paradigmas. Abgesehen von dem kleinen Beitrag Bayley und Bremers ruht die Hypo-thalamusforschung seit 1914 nicht nur in Europa. Zwar haben der Ungar Gregor T. Popa aus Bukarest und Una Fielding , Neuroanatom in London, 1930 venöse Verbindungen zwischen Hypophysen Vorderlappen und Hypothalamus beschrieben, doch ist damit freilich die Konzeption einer zentralen Beeinflussung der Hypophyse nicht zu erklären, denn Popa und Fielding interpretieren die Strömungsrichtung als eine zentripetale, vom HVL zum Hypothalamus verlaufende (24).

Auch Walther Hohlweg (1902 - 1992) und Karl Junkmann (1897 - 1967), die am 20. Feb. 1932 aus dem Hauptlaboratorium der Schering Kahlbaum AG in Berlin eine grundlegende Arbeit (25) über die Hypophyse und deren zentralnervöse Zentren im Hypothalamus veröffentlichen, erwähnen Aschner in dieser Arbeit nicht. Erst 1943 findet sich ein kurzer Hinweis auf Aschners Arbeit, der aber zunächst nicht weiter beobachtet wird (26). Dass Sillo - Seidl Hohlweg als den Erstbeschreiber des Sexualzentrums feiert, liegt an einem Brief Hohlwegs an ihn, in dem dieser sich selbst als den Erstbeschreiber dieses Zentrums bezeichnet. Das übernimmt Silo-Seidl (27).

Auf Hohlwegs und Junkmanns Arbeit geht bemerkenswerterweise Victor Cornelius Medvei in seiner umfassenden Geschichte der Endokrinologie 1982 nicht ein (28). Erst kurz vor und nach dem 2. Weltkrieg findet die eigentliche Entdeckung des neuroendokrinen Hypothalamus statt. In der Monographie von Geoffrey Wingfield Harris (1913 - 1972), die den Wiederanfang der Hypothalamusforschung nach 1945 dokumentiert, suchen wir vergeblich nach den Vorläufern der Hypothalamusforschung (29). Erst in jüngster Zeit haben einige Autoren, darunter auch Hohlweg (30), die Entdeckung des Sexualzentrums im Hypothalamus durch Aschner kurz gewürdigt (31).

7 Aschners Weg zur Konstitutionslehre.

Es genügt also Aschner, entgegen dem Standard seiner Zeit, aufgrund sehr weniger Versuche, die Konzeption des Steuerzentrums im Hypothalamus zu entwerfen. Die Aufklärung im Detail überlässt er späteren Untersuchern. Zudem verlässt Aschner Wien und wechselt an die Universitätsklinik für Geburtshilfe und Gynäkologie in Halle. Dort versucht er sich 1914 unter Johann Veit (1852 - 1917) zu habilitieren und wird für die Stelle eines Oberarztes designiert. Noch ehe er die Stelle übernehmen kann, bricht der erste Weltkrieg aus, in dem Aschner seinen Dienst als Leiter der Chirurgischen Abteilung des Garnisonshospitals in Innsbruck ableistet. Dort wird er Zeuge unsagbaren menschlichen Leidens, verliert " den Glauben in Gott "...und zieht sich, nach dem Krieg, in die Abgeschlossenheit aufs Land zurück, denn er braucht nun die Einsamkeit, um eine Lösung zu finden, wie er ins zivilisierte Leben zurückkehren könne (32). Wieder gefasst kehrt Aschner nach Wien zurück, habilitiert sich ein weiteres Mal für Geburtshilfe und Gynäkologie am 12. Dezember 1918, und wird als Privatdozent Vorstand des Frauenambulatoriums am Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Im gleichen Jahr gibt er seine "glänzende" Monographie "Die Blutdrüsenerkrankungen des Weibes" heraus (33). "Damit betrachtete ich meine experimentelle Tätigkeit für abgeschlossen, und wandte mich einer mehr klinischen Betrachtung zu " (34) so Aschner in seinem literarischen Nachlass. Wobei er die Konstitutionstherapie für sich zum Leitbild erhob (35).

Seinen Angaben nach hat sich Aschner schon seit 1908 mit Außensei¬termethoden beschäftigt, so z. B. mit jenen von Frantisek Jetel, der durch Einreibungen hautreizender Salben erstaunliche therapeutische Erfolge erlangen konnte (36). Mehr zufällig jedoch kommt Aschner mit der Humoralpathologie in Kontakt. Die Begegnung mit Hufelands "Enchiridion medicum" bewegt ihn außerordentlich, ihm sei eine neue Welt eröffnet worden (37). Er glaubt einen Ausweg aus der, nicht nur von ihm ausgerufenen "Krise der Medizin" gefunden zu haben. Dantes "Inferno" war gerade recht genug um die beklemmende Atmosphäre des Wiener medizinischen Systems zu beschreiben. In "voi qui entrate, lasciate ogne speranza" verdrehte der Studentenwitz das Motto "saluti et solati aegrorum", das den Eingang des riesigen, beklemmenden, an ein altes Kloster erinnernden Gebäudekomplexes des Wiener Allgemeinen Krankenhauses schmückte (38). Aschner will wissen, dass dort die Chirurgie viel zu radikal vorgehe, und sogar brutal sei. Gar schien es eine Zeitlang das wichtigste zu sein, "ob auch die Diagnose am Leichentisch stimmen würde" (39). Jedenfalls wurden fast täglich Obduktionen vorgenommen, wohin sich die "Chefs der internen Kliniken mit einem ganzen Stabe weißbemäntelter Assistenten und Hilfsärzte in den sogenannten 'Leichenhof' ... begaben ... , wo die Obduktionen unter großem Gepränge vorgenommen wurden." (40)

Diese "menschenverachtenden" Auswüchse der Solidarpathologie geiselt Aschner. Er bemüht sich den Menschen als Ganzheit zu betrachten, nicht einzelne Organe zu behandeln (41). Aschner vertieft sich in die alte Medizin von Hippokrates bis Boerhaave und wendet ihre therapeutischen Prinzipien als psychosomatische Medizin an, lang bevor dies Mode wird. Der „Elimination" nach humoral- pathologischen Prinzipien verdankt Aschner nun Erfolg und Popularität in Klinik und privater Praxis. Als Hochschullehrer hält Aschner mäßig besuchte Seminare und Übungen, oft „privatissime“, ab. Bis ins Wintersemester 1937/38 lehrt er, und für das folgende Sommersemester sind wieder Veranstaltungen angekündigt. Ob er sie abgehalten hat wissen wir nicht, denn mit dem Einmarsch der "Untergangster des Abendlandes", so kann sie Karl Kraus nennen, am 12. März 1938, muss Aschner Österreich verlassen (42). Wahrscheinlich nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Wieder herstellung des Berufsbeam-tentums im annektierten "Land Österreich", am 13. März 1938, verlässt der Halbjude Aschner, wie 75% der Mitglieder der Wiener Medizinischen Fakultät und fast 2/3 der Wiener Ärzte, gezwungenermaßen das Land(43).

8 Emigration in die USA

Sofort, so später seine Tochter Liz Laster, beginnt er, fünfundfünfzig Jahre nun alt, sich auf die gefürchteten ärztlichen Prüfungen vorzubereiten, durch die er die Berechtigung erwerben will, in den USA Medizin zu praktizieren. Er besteht ohne Schwierigkeiten. Nicht ohne die Hilfe seiner Frau, die zusammen mit seiner Tochter fast täglich ins Ki¬no geschickt wird, so Liz Laster, damit Aschner ungestört arbeiten kann (44). In seiner "Wahlheimat" New York macht sich Aschner bald einen Namen als hervorragender Therapeut, der die "Unheilbaren" mit Hilfe seiner ausleitenden Methoden, die sogleich heftig von den amerikanischen Medizinern als unwissenschaftlich kritisiert werden, heilen kann; ins besonders seine Rheumatherapien führen zu spektakulären Heilergebnissen.

Bald wird Aschner "Chief of the outpatient department of arthritis" an der Styvesant Clinic und dem Lebanon Hospital. Nebenbei betreibt er, wie in Wien zuvor, eine erfolgreiche Privatpraxis. Weitere Forschungsgebiete Aschners.

Der eloquente und diskussionsfreudige Aschner, ein gefragter Referent bei Versammlungen und Konferenzen, verfasst über 200 wissenschaftliche Arbeiten, Bücher und Handbuchbeiträge (45). Sogar aus dem Nachlass ist noch ein Werk erschienen, das Aschners Schüler Albert W. Bauer herausgibt (46). Bemerkenswert ist weiter, dass eine Aschnerfibel mit den wirkungsvollsten konstitutionstherapeutischen Methoden zwischen 1964 und 1984 nicht weniger als neun Auflagen erfahren hat (47). In der überarbeiteten letzten Auflage der "Consilium Cedip Naturheilweisen" ist 1988 ein Abschnitt über Aschner Methoden und Ausleitung enthalten (48). Auch erfährt Aschners umfangreiches Konstitutionstherapeutisches Werk nicht weniger als sechs Auflagen bis heute (49). Neben der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Inneren Sekretion, veröffentlicht Aschner eine große Anzahl von Arbeiten über die Physiologie und Pathologie der Ovarien. Auch der Hormontherapie schenkt er Beachtung. Seine gynäkoendokrino- logischen Erfahrungen finden Ausdruck in mehreren Handbuch- beiträgen. Moderne Forschungsergebnisse verknüpft Aschner in seiner schriftstel¬lerischen Arbeit mit Erfahrungen der alten Medizin. Das wirkt sich fruchtbringend auf ein weiteres Interessensgebiet Aschners aus, auf die Medizingeschichte. Viele Veröffentlichungen widmet er seit den zwanziger Jahren der Medizin der Antike und des Mittelalters, sowie der Neuzeit. So kommt es, dass er die Werke des Paracelsus ins moderne Deutsch überträgt (50); eine verdienstvolle Leistung, wenn auch die Philologen Kritik anmelden.

Über Aschners Privatleben ist wenig zu erfahren. Er ist seit dem 12. April 1924 mit Hanna Koenig-Siebenschein verheiratet. Zusammen haben sie eine Tochter Elisabeth, verh. Laster; zwei ihrer Söhne werden wie der Großvater Medizin studieren. Nachdem Aschner in der jüdischen Gemeinde New Yorks freundliche Aufnahme gefunden hat, wird er 1945 Staatsbürger der USA. Seine Interessen sind weittragend. Er liebt klassische Musik, Literatur und Theater. Er selbst spielt Klavier, besonders gut improvisiert er. In seiner Freizeit reitet er, läuft Ski, klettert, boxt und schwimmt. Als begabter Erzähler ist er auf Partys sehr begehrt.

Bis zu seinem letzten Moment soll Aschner seine ärztlicheTätigkeit ausgeübt haben. Bernhard Aschner erleidet an 9. März 1960 einen Apoplektischen Insult, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen stirbt er. Sein besonderes Verdienst aber bleibt, aufgrund eigener Versuche und literarischer Studien 1912 widerspruchsvolle physiologische, pathophysiologische und klinische Hypothesen über die Hypophyse eingeengt zu haben auf die Funktion des Hypothalamus, insbesondere auf dessen Steuerung der Gonaden aufmerksam gemacht zu haben. Bernado A. Houssay, Nobelpreisträger und Direktor des Physiologischen Instituts in Buenos Aires, würdigt 1958 Aschner in einem persönlichen Brief: "Ich kenne und bewundere seit vielen Jahren Ihr grundlegendes Werk über die Hypophyse. und ich habe es immer mit dem gebührenden Respekt erwähnt. Es ist kein Zweifel, dass Ihre Arbeit über Hypophysektomie eine neue Bahn für die Experimentalforschung in der Endokrinologie eröffnet hat, und deshalb wäre der Nobelpreis dafür zu jeder Zeit gerechtfertigt ... " (51).

Jedoch die Zwischenhirnarbeit, die eigentliche Entdeckerleistung Aschners, erwähnt auch er nicht.

9 Literatur

  • (1) Aschner, B.: Befreiung der Medizin vom Dogma. Nachlass geord¬net, ergänzt und herausgegeben von Albert W. Bauer. 2. Aufl., Karl F. Haug Heidelberg 1981.
  • (2) Ders.: Ueber die Funktion der Hypophyse. Archiv für die gesammte Physiologie des Menschen und der Thiere ( Bonn ) 146: 1 - 1 46, 1912, s.p. 79
  • (3) Ibid. , s.p. 64
  • (4) Ibid. , s.p. 122
  • (5) Ders.: Zur Physiologie des Zwischenhirns. Wiener klinische Wochenschrift 25. 1042 - 1043, 1912.
  • (6) Ibid., S.p. 1043
  • (7) Ders.: Die Blutdrüsenerkrankungen des Weibes und ihre Beziehungen zur Gynäkologie und Geburtshilfe. J. F. Bergmann, Wiesbaden 1918, s.p. 316
  • (8) Ibid. . S.p. 317
  • (9) Camus, Jean et Roussy, Gustave: Diabete insipide et polyurie dit hypophysaire. La Presse medicale ( Paris) 22. 517 - 521, 1914, s.p. 517
  • (10) Lediglich A. Münzer legt eine kurze Besprechung der Hypophysenarbeit Aschners vor: Münzer, A.: Bernhard Aschner: Ueber die Funktion der Hypophyse. Berliner klinische Wochenschrift 49: 2281, 1912. Dort legt er Gründe dar, die Aschners unterschiedliche Ergebnisse im Vergleich zu denen Cushings erklären sollQM..
  • (11) Simmer Hans H.: Gynäkologische Endokrinologie in den Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie von 1886 - 1935. Beiträge deutschsprachiger Frauenärzte. In: Zur Geschichte der Gynäkologie und Geburtshilfe. Aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Hrsg. : L. Beck, Springer Verlag, Berlin 1986, 183 - 219, s.p.196
  • (12) Ausführlich Rezensiert werden jedoch zwei andere Arbeiten Aschners: Aschner, B.: Stoffwechsel- und Eingeweidezentrum im Zwischenhirn, seine Beziehungen zur inneren Sekretion und zum Diabetes insipidus. Berliner klinische Wochenschrift 53: 772 - 775, 1916; allen Rezensionen dieser Arbeit ist gemeinsam, dass die Wirkung des HHL¬Extraktes Pituitrin bei Diabetes insipidus im Vordergrund klinischen Interesses steht; das Zwischenhirn dagegen interessiert nur als Faktor, der an dem Geschehen beteiligt ist und u. a. auch die Genitalentwicklung steuere. Die andere häufig besprochene Arbeit ist: Aschner, B.: Hypophyse und Diabetes insipidus. Münchener medizinische Wochenschrift 64: 81, 1917; auch hier wird lediglich die antidiuretische Komponente des Pituitrin diskutiert. Da es im Normalfall diuretisch, bei Diabetes insipidus jedoch antidiuretisch wirke wird das Zwischnenhirn als möglicher Steuerfaktor beigezogen. Dessen Wirkung auf die Genitalien wird gar nicht mehr erwähnt.
  • (13) Biedl. Arthur: Innere Sekretion. Ihre physiologischen Grundlagen und ihre Bedeutung für die Pathologie. 3. Aufl.. 2. Teil. Urban & Schwarzenberg. Berlin. Wien 1916. s.p.: 688 - 689
  • (14) Cushing. Harvey: The Pituitary Body and its Disorders. J. B. Lip¬pincott. Philadelphia. London 1912. s.p. 12
  • (15) Bailey. Percival and Bremer. Frederic: Experimental diabetes insipidus. Archives of Internal Medicine ( Chicago ) 28: 773 - 803. 1921
  • (16) Anderson. Evelytland Hayrnaker. Webb: Breakthroughs in hypothalamic and pituitary research. Progress in Brain Research ( Amsterdam ) 41: 1 - 60. 1974. s.p. 22
  • (17) Cushing. H.: Papers relating to the pituitary body. hypothalamus and parasyrnpathetic nervous system. London. BailIiere. Tindall & Cox 1932. s.p.18 - 20
  • (18) Fröhlich. A.: Research Publications. Association for Research in Nervous and Mental Disease ( Baltimore ) 20. 122 - 123. 1940
  • (19) Bailey. Bremer: loc. cit Nr. 13. s.p. 774
  • (20) Aschner. B.: Hypophysis und Genitale. Wiener klinische Wochenschrift 45: 883. 1932
  • (21) Smith. Ph. E.: Demonstration der Folge von Hypophysektomie und Hypophysentransplantation. Wiener klinische Wochenschrift 40: 1431 - 1432. 1927
  • (22) Aschner. B.: Demonstration zur Frage der Funktion von Hypophyse und Zwischenhirn. Wiener klinische Wochenschrift 40: 1461 1462. 1927
  • (23) Hofsätter. R.: Einführung der Hypophysenmedikation in die Ge¬burtshilfe vor 40 Jahren. In: Berghoff. Emanuel ( Hrsg. ): Wiener Beiträge zur Geschichte der Medizin. Bd. 2. Festschrift zum 80. Geburtstag Max Neuburgers. Wien 1948. s.p. 235 - 238
  • (24) Popa, Gregor and Fielding. Una: Aportal circulation from the pituitary to the hypothalamic region. Journal of Anatomy ( Cambridge ) 65: 88 - 91. 1930
  • (25) Hohlweg, Walter und Junkmann, Karl: Die hormonal - nervöse Regulierung der Funktion des Hypophysenvorderlappens. Klinische Wo¬chenschrift ( Berlin, München ) 11: 321 - 323. 1939
  • (26) Hohlweg. W.: über das Sexualzentrum. Wiener medizinische Wo-chenschrift 93: 553 - 556. 1943
  • (27) Si11o- Seidl. G.: Zur Geschichte der Hormonforschung. Erfahrungsheilkunde. Zeitschrift für die ärztliche Praxis. Acta Medica Empirica (Heidelberg) 30: 68 - 78. 1981. s.p.75
  • (28) Medvei, Victor Cornelius: A History of Endocrinology. International Medical Publishers, Lancaster. Boston. The Hague 1982. Sämtliche Rezensionen, auch die über Aschners Arbeiten sind aus Dietrich IBZ entnommen; dort findet. sich auch kein Hinweis auf eine Rezeption der Arbeit Hohlwegs und Junkmanns von 1932. Siehe: Dietrich. Felix: Internationale Bibliographie der Zeitschriftenliteratur mit Einschluss von Sammelwerken und Zeitungen. Bibliographie der Rezensionen mit Einschluss von Referaten und Selbstanzeigen. Leipzig 1912 - 1934
  • (29) Harris, G. W.: Neural Control of the Pituitary Gland. Edward Arnold, London 1955
  • (30) Hohlweg, W.: Differentation and neuroendocrine regulation in the hypothalatmo- hypophysial- gonadal- system. In: Dörner, G. ( ed. ) En¬docrinology of Sex. Differentiation and Neuroendocrine Regulation in the Hypothalmo- hypophysial- gonadal System. A. Barth, Leipzig 1974
  • (31) Sillo-Seidl, G.: loc. cit. Nr. 23; Neumann, F.: History of the en¬docrinological research of Schering AG. In: Kracht, J., Mühlen, A. von zur und Scriba, P. C. ( eds. ). Endocrinology Guide. Federal Republic of Germany. Brühlsche Universitätsdruckerei, Gießen 1976, s.p.135 - 143; ders.: Zum 80. Geburtstag von Professor Dr. Walter Hohlweg. Endokrinologie- Information (Gräfelfing) 6: 370 - 373, 1982; Simmer-, Hans H.: Biosynthese der Steroidhormone. Endokrinologie- Information (Gräfelfing) 2. 80 - 92, 1982
  • (32) Elisabeth ( Liz ) Laster, Tochter Bernhard Aschners, in einem Brief an Sybille Brunck – Loch vom 12. Dez. 1986
  • (33) Aschner, B.: loc. cit. Nr. 1, S.p. 14
  • (34) Ibid.
  • (35) Brunck-Loch , Sybille: Bernhard Aschner ( 1883 – 1960 ). Sein Weg von der Endokrinologie zur Konstitutionstherapie. Inaug. Diss., Med. Fak. der Univ. Mainz 1995.
  • (36) Aschner, B.: loc. cit. Nr. 1, s.p.15
  • (37) Ibid., s.p. 16
  • (38) Ibid.
  • (39) Ibid.
  • (40) Ibid.
  • (41) Ibid., s.p. 17
  • (42) Merinsky, Judith: Die Auswirkungen der Annexion Österreichs durch das Deutsche Reich auf die Medizinische Fakultät der Universität Wien Im Jahre 1938. Dissertation, Geisteswissenschaftliche Fakultät, Universität Wien 1980, s.p. 9
  • (43) Hubenstorf, Michael: Vor fünfzig Jahren - Emigration und Immigration von Wissenschaft. Ergebnisse des XXI Symposiums der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte vom 12.- 14. Mai 1983 in Wolfenbüttel. In: AHF Informantori Nr. 53 vorn 27. 10 1983, s.p. 5; Referat von Walter Kaiser
  • (44) Liz Laster in einem Brief an S. B.-L. vorn 12. 12. 1986
  • (45) Sybille Brunck- Loch hat eine vollständige Bibliographie erstellt, loc. cit. Nr.35. Es finden sich dort detaillierte Angaben über Aschners universitären Werdegang und seine problematischen Habilitationsversuche, seine abenteuerliche Emigration nach den USA und die dortige Karriere als Konstitutionstherapeut, auch gesehen aus dem Blickwinkel seiner Tochter Elisabeth Laster. Seine Paracelsus Übertragung ins deutsche wird ausführlich recipiert. Siehe zur Bibliographie auch Pappenberger, Rudolf: Abhängigkeit der gonadalen Funktion vom Zentralen Nervensystem. Klinische Beobachtungen und Tierexperimente zwischen 1850 und 1912. Inaug. Diss., Med. Fak. der Univ. Erlangen- Nürnberg 1985, s.p. 185 und 195, F. 3
  • (46) Aschner, B.: loc. cit. Nr. 1
  • (47) Abele, Ulrich und Stiefvater, Erich W.: Aschner Fibel. Die wir¬kungsvollsten konstitutionstherapeutischen Methoden nach Aschner. 9. Aufl. Karl F. Haug, Heidelberg 1984
  • (48) Consilium cedip Naturheilweisen. Handbuch für Diagnose und Therapie. 3. Aufl., Cedip Medizinisch- technische Verlags- und Handelsgesellschaft mbH. München 1988
  • (49) Aschner. B.: Technik der Konstitutionstherapie. 6. Aufl .• Karl F. Haug. Ulm- Donau 1984
  • (50) Ders.: Paracelsus sämtliche Werke in vier Bänden. Jena 1926 - 1932
  • (51) Ders.: loc. cit. Nr. 1. s.p. 13
😃 Profil: Aschner, Bernhard
Beruf Entdecker des endokrinen Hypothalamus
Persönliche Daten
27. Januar 1883
Wien,
1960




10 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: Rudolf Pappenberger angelegt am 01.05.2011 um 00:12,
Alle Autoren: Magnummandel, Tom md, Redlinux, Lutheraner, Eingangskontrolle, Sf67, Rudolf Pappenberger


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