Walhalla (Ruhmeshalle) (Historisch)

Aus PlusPedia
(Weitergeleitet von Walhalla (Ruhmeshalle))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stoppschild.png Achtung! Historisches Dokument.
Dieser Text beruht wenigstens auf einem historischen Dokument. Die Rechtschreibung entspricht daher nicht der aktuell gültigen Rechtschreibung. Daher sollten Änderungen hier nur dann stattfinden, wenn der Text von dem jeweiligen Originaldokument abweicht, um weitere Teile aus einem Originaldokument ergänzt oder die ursprüngliche Fassung wiederhergestellt wird.

Dieser Artikel sollte auch nicht weiter ausgebaut werden.
Stattdessen gibt es üblicherweise ein bearbeitbares Parallel-Dokument.



Zusätzlicher Hinweis: Es darf gerne ein neuer Artikel Walhalla (Ruhmeshalle) angelegt werden, sofern dieser noch nicht vorhanden ist, um das Thema mit der heute üblichen Sprache und neuen Erkenntnissen darzustellen.


Die Walhalla bei Donaustauf
Blick auf die Donau

Walhalla, eigentlich Walhalle (altnordisch Valböll) ist in der nordischen Mythologie der Aufenthaltsort für die in den Schlachten Gefallenen. Diese glänzende Halle stand nach späterm Mythus in Gladsheim lFreudenheim), vor ihr der Hain Glasir, dessen Bäume goldene Blätter trugen. Über der westlichen Hauptthür des Saales, der so hoch war, daß man kaum seinen Giebel sehen konnte, hing als Symbol des Krieges ein Wolf, darüber ein Adler. Der Saal selbst, mit Schilden über Speerschäften gedeckt, hatte 540 Thüren, durch deren jede 800 Einherjer schreiten, wenn es zum großen Kampfe mit dem Fenriswolf geht. Für diese Tapfern, die nach dem Tode auf der Walstatt zu Odin kamen, war er bestimmt. Berühmten Fürsten zu Ehren wurde die Halle geschmückt; alle Helden standen auf zu ihrem Empfange; die Walkyren kredenzten ihnen Wein. Die Könige kamen alle nach Walhalla, auch wenn sie nicht den Schlachtentod gestorben waren. Alle Morgen zogen beim Hahnenruf die Einherjer aus zu wildem Kampfe gegeneinander, abends sammelten sie sich zum Mahle unter Odins Vorsitz. Odin selbst genoß nur Wein; die Speisen gab er den neben ihm sitzenden Wölfen Geri und Freki. Der Walhallglaube in den Quellen der nordischen Mythologie ist ziemlich jung; heimisch ist nur der Glaube an ein Fortleben aller Toten im Reiche der Hel, und auch Walahalla ist von Haus aus nichts anderes als einfach «Totenhalle». Walhalla heißt auch ein Bauwerk bei Donaustauf unweit Regensburg, das von König Ludwig I. von Bayern als dauerndes Denkmal deutschen Ruhms und deutscher Größe gegründet wurde.

1 Geschichte

1816 erhielt Leo von Klenzc (s. d.) den Auftrag, Entwürfe anzufertigen, 18. Oktober 1830 erfolgte die Grundsteinlegung, 18. Oktober 1842 fand die Einweihung statt. Die Walhalla erhebt sich 98 m hoch über der Donau, auf einem mächtigen Unterbau als ein dorischer, dem Partbenon zu Athen nachgebildeter Marmortempel von 75 mal 35 m Grundfläche und 21 m Höhe. Die Giebelgruppen schuf Schwanthaler. Das Innere des Gebäudes, ein Saal ionischen Stils (54,5 in lang, 15,5 iu breit, 17 m hoch), ist in drei Abteilungen gesondert, von denen die mittlere zwei sitzende, die beiden andern je zwei stehende Siegesgöttinnen von Rauch enthalten. An der Wand finden sich marmorne Neliefdarstellungeu aus dem Leben der alten Deutschen vou I. M. Wagner sowie die Büsten oder, wenn beglaubigte Porträte fehlen, die in Goldschrift auf Marmortafeln (64) ausgeführten Namen der "Walhalla-Genossen", deren Reihen, in Gruppen geteilt, durch Siegesgöttinnen getrennt werden.

2 Literatur

  • König Ludwig I.: Walhallas Genossen (München 1842)
  • Adalb. Müller, Donaustauf und Walhalla (24. Aufl., Regensburg 1894)
  • Ochratz, Kurze Geschichte und Beschreibung der Walhalla und des Markts Donaustauf (4. Aufl., ebd. 1896)

3 Weblinks

 Commons: Walhalla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


4 Quelle