Fred Dolbin

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Benedikt Fred Dolbin (geb. 1883 in Wien; gest. 31. März 1971 in New York) war ein jüdischer Künstler, Komponist, Autor und Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Er übte nach Abschluss der Schulzeit zunächst etwa zehn Jahre einen Ingenieurberuf aus, ehe er sich dem Journalismus widmete. Bereits während seines Studiums trat er im Wiener Kabarett "Nachtlicht" u. a. mit eigenen Kompositionen als Sänger auf und knüpfte erste Kontakte zu Wiener Künstlerkreisen.

Anfang der zwanziger Jahre schrieb er für die Feuilletons zahlreicher Wiener Zeitungen über aktuelle Kunst, Architektur und Musik und begann als Autodidakt seine Zeichenstudien; doch erst mit seinem Wechsel nach Berlin 1925/26 enteckte er hierin seine Hauptprofession.

Innerhalb kurzer Zeit wurde er zu einem der bekanntesten Berliner Pressezeichner, seine Arbeiten wurden regelmäßig veröffentlicht u. a. im Berliner Tageblatt, 8-Uhr-Abendblatt, Tag, Literarische Welt, DAZ, Deutscher Rundfunk, Tagebuch, B.Z. am Mittag, Berliner Börsen Courier und in zahlreichen Wochenschriften und illustrierten Zeitungen.

Er fertigte tausende von Zeichnungen berühmter Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik an.

Nachdem er 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung aus dem Verband der Pressezeichner ausgeschlossen wurde und somit seine Arbeitsgrundlage in Deutschland verloren hatte, emigrierte er 1935 mit seiner dritten Frau (die amerikanische Staatsbürgerin war) in die USA.

Als Journalist arbeitete er u. a. für die Stimme Amerikas und bis zu seinem Lebensende für die Kulturredaktion des Aufbau.