Geistreich

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geistreich ist eine kirchliche Praxis-Plattform im Internet. Das Wissensmanagement-System zeigt innovative kirchliche Projekte und ermöglicht den Austausch von kirchlich Aktiven.[1] Sie ist die bundesweit größte kirchliche Best-Practice-Plattform. Ihre Projekte zeigen einen Querschnitt der aktuellen kirchlichen Arbeit jenseits des Mainstreams. Sie findet ein breites Presseecho.

1 Projektgenese

Die Praxis-Plattform geistreich wird vom PATONGO-Konsortium entwickelt. PATONGO steht für Patterns and Tools for NGOs, also Entwurfsmuster und Software-Werkzeuge für Nichtregierungsorganisationen, hier am Beispiel der Evangelischen Kirche in Deutschland. Im PATONGO-Konsortium vereinen sich Erfahrungen verschiedener Richtungen. So bringen die FernUniversität in Hagen und das Institut für Wissensmedien (Tübingen) Forschungs- und Entwicklungskompetenzen aus der Didaktik, der Psychologie, der Soziologie und der Informatik in das Projekt mit ein. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist sowohl an der Forschung als auch am Einsatz in der Praxis beteiligt. Ihr Anliegen ist es, bundesweit eine innovative Dienstleistung für die Landeskirchen bereitstellen zu können. Ein verbindendes Moment ist die Erfahrung im Bereich virtueller Gemeinschaften, sogenannter Online Communities.[2].
Das Projekt PATONGO ist ein Drittmittelprojekt und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union gefördert (Förderkennzeichen: 01PF08005A). Schirmherrin ist die Bundesministerin Annette Schavan. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Projekt-Homepage www.patongo.de.[3] Ziel der Förderung ist es, die der Plattform zugrundliegenden Technolgien später anderen NGOs, etwa sozialen Einrichtungen oder Sportverbänden, zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus haben auch andere Einrichtungen, wie z.B. Schulen ein Interesse an bundesweiten Austauschmöglichkeiten, etwa von Unterrichtsentwürfen.
Geistreich ist am 20. Mai 2010 gestartet.[4]

2 Aufbau der Plattform

geistreich hat zwei Hauptsäulen: Die Säule Wissensmanagement und die Säule Vernetzung.[5]

2.1 Die Säule Wissensmanagement

Die Säule Wissensmanagement bietet drei Bereiche:

  • Der Bereich ideenreich, in dem Fragen und Ideen besprochen werden können (Projektentwicklung von der Idee an)
  • Im Bereich erfahrungsreich kann man ein Projekt vorstellen, ohne dass andere den Bericht ergänzen können (Darstellung der ersten Umsetzung eines Projekts). Es bietet die Möglichkeit der Veröffentlichung von Projekten, so dass diese bekannt werden können.
  • Der Bereich wissensreich, ein Lexikon kirchlichen Erfahrungswissens. Hier sollen Projekte gemeinsam weiterentwickelt werden. Dafür kann wie in Wikipedia gemeinsam an Artikeln geschrieben werden.

An jedem Artikel ist die Autorin oder der Autor erkennbar. Dadurch kann man ihr oder ihm eine Nachricht senden und in ein Gespräch über das Projekt eintreten.

2.2 Die Säule Vernetzung

Neben den Bereichen zum Wissensmanagement gibt es noch zwei Bereiche, die der Vernetzung dienen:

  • Der Bereich profilreich, in dem die Profile der Autorinnen und Autoren zu sehen sind
  • Der Bereich beziehungsreich, in dem Gruppen zu finden sind.

Auch in erfahrungsreich (siehe oben) kann man jedoch schon knapp und informell miteinander diskutieren, auch hier ist also schon Kontakt und Diskussion ein Anliegen.

2.3 Weitere Merkmale

  • Die Seite bietet einen rss-Feed.[6]
  • Die Seite bietet eine API-Schnittstelle, die es z.B. Landeskirchen erlaubt, Projekte spezifisch für eine Landeskirche, einen Kirchenkreis oder zu einem Stichwort abzufragen.[7]
  • Eine mobile Version für iOS und Android ist in der Testphase.[8]

3 Die Plattform im Kontext des Reformprozeßes der EKD

Die Plattform bewegt sich im Kontext des Reformprozeßes der EKD.[9] Der Reformprozeß der evangelischen Kirche findet auf allen Ebenen der Kirche statt und ist das Bemühen, durch Reformen auf aktuelle Herausforderungen wie den demographischen Wandel oder schwachen Gottesdienstbesuch zu reagieren. Dabei gibt es vor Ort einladende, moderne, innovative Projekte. Die Projekte sind jedoch zuwenig bekannt und werden zu wenig nachgeahmt oder werden nur innerhalb der jeweiligen Landeskirche bekannt.
Daher war es ein Anliegen der EKD, bundesweit Projekte darzustellen. Daneben ist die Kirche eine Organisation, die sowohl Hauptamtliche (Pastoren und Pastorinnen, Organisten, Küster, Sekretariat) als auch Ehrenamtliche beschäftigt. Die Aktiven sind also sowohl eine dezentrale als auch eine heterogene Gruppe. Die evangelische Kirche besitzt keine top-down-Struktur, sondern eine bottom-up-Struktur. Diese Gegebenheiten führten dazu, Web 2.0-Technologien zu wählen und eine entsprechende Plattform zur Darstellung von Projekten und zur Vernetzung von Aktiven und Ehrenamtlichen zu entwickeln und anzubieten.
So soll die Innovationsfähigkeit der Kirche gestärkt werden.

4 Weblinks

http://www.geistreich.de
http://www.patongo.de

5 Einzelnachweise

  1. http://www.geistreich.de/about
  2. http://patongo.de/partner.html
  3. http://patongo.de/index.html
  4. http://www.ekd.de/glauben/geistliches_leben/presse/pm103_2010_geistreich.html
  5. http://www.geistreich.de/Kurzanleitung.pdf
  6. http://www.geistreich.de/rss.xml
  7. http://www.ekd.de/kultur/presse/pm118_2011_geistreich.html
  8. http://www.ekd.de/kultur/presse/pm118_2011_geistreich.html
  9. http://www.ekd.de/presse/pm195_2010_geistreich.html



6 Init-Quelle

Entnommen aus der:

Erster Autor: 79.201.171.108 angelegt am 19.08.2011 um 18:25,
Alle Autoren: AlterWolf49, 79.201.171.108, 85.177.85.169


7 Andere Lexika

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