Dialogo di Vincentio Galilei nobile Fiorentino della musica antica, et della moderna

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Deckblatt des Dialogo di Vincentio Galilei nobile Fiorentino della musica antica, et della moderna
Die Dialogo di Vincentio Galilei nobile Fiorentino della musica antica, et della moderna sind eine Schrift des italienischen Lautenisten, Musiktheoretikers und Komponisten Vincenzo Galilei aus dem Jahr 1581 bzw. 1582.
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1 Details

  • Die Schrift von Vincenzo Galilei (übrigens dem Vater von Galileo Galilei) erschien im Jahr 1581 oder 1582 in Florenz.
  • Es war die einflussreichste musiktheoretische Schrift des späten 16. Jahrhunderts. [1]
  • Gewidmet ist das Werk dem Dichter und Komponisten Giovanni de’ Bardi.
  • Teile der Schrift sind in fiktiver Dialogform zwischen Giovanni de’ Bardi und Piero Strozzi gehalten.
  • Galilei trennt sich in ihr von allen metaphysischen, theologischen und übernatürlichen Spekulationen, die bis dahin die Musiktheorie überfrachteten. Auch beruft er sich nicht mehr wie frühere Autoren einfach auf Autoritäten, sondern vertraut seinem eigenen Denken und seinen eigenen Sinnen. [2] Das blinde Vertrauen auf Autoritäten kritisiert er u.a. mit folgenden Worten:
"Prima che V.S. comi ci a sciorre il nodo del dubbio proposto, desidero che in quelle cose dove arriva il senso, si lasci (come dice Arist. nell` ottavo della Fisica) sempre da parte non solo l`autorita, ma la colorata ragione che ci fusse in contrario con qual si voglia apparenza di verita." [3]
  • In dieser Schrift befasst er sich mit Problemen der aktuellen aber auch älteren griechischen Musik, und stellt beide einander gegenüber.
  • Er geht dabei ausführlich auf frühere Theorien, wie bsp. von Boethius, Guido von Arezzo, Gioseffo Zarlino, Girolamo Mei oder Franchinus Gaffurius ein, kritisiert und/oder verwirft diese allerdings teilweise auch. Besonders kritisch geht er mit den Theorie seines ehemaligen Lehrers Zarlino um.
    Ausführungen Galileis zur Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave im Dialogo di Vincentio Galilei nobile Fiorentino della musica antica, et della moderna
  • Ausführlich werden die Intervallverhältnisse betrachtet.
  • Er thematisiert auch den verhältnissmäßigen Abstand zwischen kleiner und großer Terz (Dur und Moll).
  • Dem Bezug, den Ptolemäus zwischen den Planeten und musikalischen Intervallen zumaß geht er auch nach. [4]
  • Weiter geht auf Probleme der Temperierung bei Streich- und Blasinstrumenten sowie Tasteninstrumenten und Orgel ein.
  • Vincenzo Galilei vertritt in der Schrift u.a. die Auffassung, die Laute müsse gleichstufig temperiert gestimmt werden. Dabei gab er die Saiten-Proportion 18:17 als sehr gute Näherung des gleichstufig temperierten Halbtons an.
  • Behandelt werden auch verschiedene historische und aktuelle Modi.
  • Die "moderne", d.h. damalige kontrapunktische Musik unterzieht er einer sehr kritischen Betrachtung. Hier setzt er sich für eine Wiederbelebung der antiken Monodie (darunter versteht er einstimmigen Gesang mit Instrumentalbegleitung, was er canto fermo nannte) ein und wendet sich gegen die herkömmliche, d.h. zeitgnössische Polyphonie, in der die Stimmen voneinander unabhängigen Grundsätzen folgten. [5]
  • Auch machte er in dem Buch als erster Autor die griechischen Hymnen des Dionysius und Mesomedes bekannt. [6] Galilei schrieb dazu u.a.:
"Eccovi appresso quattro antiche cantilene, composte nel modo Lydio, da uno gegli antichi Musici Greci; le quali furono trovate in Roma da un Gentilhuomo nostro Fiorentino, nella libreria del Cardinale Sant` Angiolo, in alcune carte, che erano dopo a uno libro antichissimo in penna, della Musica d`Aristide Quintilliano & die Briennio; & da esso fedelissimamente tratte, & per sua amorevolezza mandatemi in questa istessa copia, di che vi faccio liberamente dono." [7]

2 Weblinks

2.1 Bilder / Fotos

2.2 Videos

2.3 Quellen

2.4 Literatur

2.5 Naviblock

2.6 Einzelnachweise

  1. Aus dem Vorwort von Vincenzo Galilei: Dialogue on Ancient and Modern Music, Translated with Introduction and Notes by Claude V. Palisca , S. XVII
  2. Aus dem Vorwort von Vincenzo Galilei: Dialogue on Ancient and Modern Music, Translated with Introduction and Notes by Claude V. Palisca , S. XXVII
  3. Digitalisierter Text auf www.reader.digitale-sammlungen.de
  4. Vincenzio Galilei, padre di Galileo, overo la rivoluzione scientifica nella musica
  5. Peter Burke: Die europäische Renaissance - Zentren und Peripherien, C.H. Beck, 2005, S. 168
  6. Friedrich Bellermann: Die Hymnen des Dionysius und Mesomedes - Text und Melodieen nach Handschriften und den alten Ausgaben, Albert Förstner, Berlin, 1840, S. 7
  7. Digitalisierter Text auf www.reader.digitale-sammlungen.de
  8. Friedrich Bellermann: Die Hymnen des Dionysius und Mesomedes - Text und Melodieen nach Handschriften und den alten Ausgaben, Albert Förstner, Berlin, 1840, S. 8

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