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Brief des Paters Marco d`Aviano an Kaiser Leopold I. vom 11. September 1683 über die Aufhebung der Belagerung Wiens durch die Türken

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Beschuss der türkischen Belagerungswerke aus der Stadt heraus in einer Radierung von Romeyn de Hooghe

Der Brief des Paters Marco d`Aviano an Kaiser Leopold I. vom 11. September 1683 über die Aufhebung der Belagerung Wiens durch die Türken gehört zu interessantesten zeitgenössischen Quellen über die Belagerung Wiens durch die Türken.

Vorgeschichte

Brief des Paters Marco d`Aviano an Kaiser Leopold I. vom 11. September 1683 über die Aufhebung der Belagerung Wiens durch die Türken
  • Im Jahr 1683 wurde das Abendland nicht zum ersten und letzten Mal durch die Türken bedroht.
  • Die Türken belagerten die Stadt vom 14. Juli bis 12. September 1683.
  • Nach dem Eintreffen eines Entsatzheeres und der anschließenden Schlacht am Kahlenberg zogen sich die türkischen Truppen zurück.
  • Die Sprengung der Belagerung von Wien hatte welthistorische Bedeutung.

Der Brief

  • Pater Marco d`Aviano befand sich im Auftrag des Papstes Innozenz XI. beim kaiserlichen Heer.
  • Aufgrund seiner ausgeprägten diplomatischen Fähigkeiten fiel ihm auch die Aufgabe zu, zwischen den Heerführern aus verschiedenen europäischen Nationen, die auch angesichts der Türkengefahr noch ihre Konflikte und Eifersüchteleien pflegten, zu vermitteln.
  • Den Brief schrieb er am Vortag der Schlacht am Kahlenberg, welche die Belagerung beendete.
  • Er ist in Italienisch verfasst.
  • Das Dokument befindet sich heute im Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien.

Inhalt

  • Zu Anfang des Briefes berichtet er, dass die Konflikte zwischen den im Kampf stehenden Heerführern der verschiedenen Nationen - besonders der polnischen König nutzte die Notlage des Kaisers aus, um seine Bedeutung zu betonen, und er verweigerte dem Kaiser den Titel "Majestät" - nun beigelegt seien.
  • Dann berichtet er, dass das Heer drei Tage lang in vorzüglicher Ordnung und ohne Zwischenfälle auf Wien zu marschiert sei, und sich nur noch eine Stunde von der Stadt entfernt befinde. Er schreibt im Originaltext:
"Lodato nostro Signore, e marchiata l`Armata per 3 gioni con / belissimo ordine, senza alcum incontro, et in cio puo dirsi / una dispositione di Dio, che con tali buoni principii / ei preasgisce ottimo evento. Hora non siamo che un hora / da Vienna."
  • Zwischendrin gratuliert er noch zur Geburt der Prinzessin Anna Maria Josepha, der späteren Königin von Portugal, am 7. September 1683.
  • Dann berichtet er über die Armee und ihre Stärke von 70.000 Mann. Mit Gottes Hilfe könne der Angriff auf die Türken nun beginnen: Er schreibt im Originaltext:
"L`Armata / e belissima, tanta nell`infanteria e Cavalaria, e stimo saranno / m 70 huomini che manegiranno l`Armi. V. M. C veda / dove vaglio e posso, e mi comandi; e stii con la solita / confidenza in Dio che anco ne provera gl`effetti della / divina bonta."
  • Auf der Rückseite folgen dann ergebungsvolle Grußformeln und Datum und Lokalität der Erstellung des Briefes:
"con la M. dell`Imperatrice e li prego ogni vero bene. / Resto / di V. M. C. / Dal monte alla veduta di Vienna / li 11. 7bre 83 / servo humilissimo, devotissimo, obbedientissimo e vero / Fra Marco D`Aviano P. C. e povero peccatore." [1]

Siehe auch

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. Victor-Lucien Tapié: Das Zeitalter Ludwigs XIV.; in Golo Mann und August Nitschke (Hrsg.): Propyläen Weltgeschichte - Eine Universlgeschichte, Band VII, Propyläen Verlag, Berlin - Frankfurt - Wien, 1964, Seite 333 und 334

Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Brief des Paters Marco d`Aviano an Kaiser Leopold I. vom 11. September 1683 über die Aufhebung der Belagerung Wiens durch die Türken) vermutlich nicht.

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