Talmud

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Der Talmud (hebräisch: תלמוד, talmūd "Belehrung, Studium") ist nach der jüdischen Bibel (dem Tanach) das bedeutendste Schriftwerk des Judentums und Gesetz seines religiösen Lebens.

3 Charakterisierung, Einleitung, Autoren

Um 500 Abschluss des Babylonischen Talmuds (Talmud bavli / bawli; „Talmud“ hebräisch = "Belehrung", "Studium", "Lehre".

Die vier Hauptautoren (der Erstfassung? Rolle der Saboräer nicht endgültig geklärt) sind:

1) Abba Areka / Abba Arikha = Raw / Rab (ca. 160-247);
2) Samuel (Jarchinai) = Mar (gest. 254?);
3) Rab (Rav) Aschi (gest. um 427);
4) und Ravina / Rab(b)ina / Rabina II. (gest. 499).

Die im 5. Jahrhundert abgeschlossene schriftliche Fixierung der gesetzesgelehrten Tradition des Judentums, besonders der Auslegungen, Anwendungen und Weiterbildungen des mosaischen Gesetzes (Tora). Der Talmud ist sehr viel umfangreicher als die Bibel; vollständige Ausgaben kommen auf fast 10 000 Seiten in einem Dutzend Bände (Zählungen ergaben 2,5 Mill. Wörter).

Der Talmud entstand im Lauf mehrerer Jahrhunderte als Zusammenfassung der Mischna [1].
Bei der Mischna handelt es sich um den Teil der Tora, den Gott nach jüdischer Tradition Moses am Berg Sinai mündlich geoffenbart hat und der in der Folgezeit auch zunächst nur mündlich weitergegeben [2]wurde.
In den beiden ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde die Mischna schliesslich aber doch kodifiziert. Ihre endgültige Form gefunden hat die in Hebräisch abgefasste Mischna im 2. nachchristlichen Jhdt. unter redaktioneller Federführung von Jehuda ha Nasi; (sie ist im babylonischen und im palästinischen Talmud identisch) und der Gemara [3].

Der Talmud ist teils in hebräischer, teils in aramäischer Sprache abgefasst. Es gibt zwei Überlieferungsschulen; der ältere und wesentlich kürzere alästinische oder Jerusalemer Talmud [4] wurde vom jüngeren und umfassenderen babylonischen Talmud fast verdrängt.

Der babylonische Talmud ist Kanon und repräsentiert den Talmud schlechthin. Der Talmud ist in sechs „Ordnungen“ („seder“) eingeteilt Schischa Sedarim, abgekürzt SchaSs / Schas (einer der Namen des Talmud) (die "Ordnungen" wiederum enthalten zwischen 7-12 Traktate / "masechet" / Massechet (Gewebe, Text), Bezeichnung für die insgesamt 63 Einzelbücher der Mischna; die Traktate wiederum sind in Abschnitte / Kapitel = „päräq“ / Perek, Pl. Perakim eingeteilt, diese in Einzelregelungen / einzelne Lehrsätze = „mischna“, Pl. Mischnajot bzw. "Halacha", Pl. Halachot genannt – das Ganze nannte und nennt man ebenfalls Mischna):

4 Ordnungen und Traktate

5 Fussnoten

  1. Sammlung der mündlichen Gesetzesüberlieferung; „Mischna“ = hebräisch „Wiederholung“)
  2. Pentateuchische Vorschrift, der schriftlichen Tora nichts abzuziehen und nichts zuzufügen – Dtn. 4,2; 13,1 – daher jahrhundertelanges Verbot der Abfassung von Gesetzesbüchern, "Schreibverbot" und Erhaltung des wachsenden halachischen Stoffes nur im Gedächtnis der Gelehrtenjünger
  3. Erläuterungen und Erörterungen zur Mischna in aramäischer Sprache; aramäisch „Gemara“ = Abschluss, Vollendung; gemar im babylonischen Aramäisch auch "lernen", das "Lernen der Tradition" bzw. die "traditionelle Lehre" selbst im Gegensatz zur sebara, der Ableitung neuer Lehren; bei der Gemara handelt es sich um die umfangreichen Diskussionen unter jüdischen Gelehrten insbesondere in den Hochschulen Palästinas und Babyloniens; ausgehend von den meist rein juristischen Fragestellungen wurden Verbindungen zu anderen Gebieten wie Medizin, Naturwissenschaft, Geschichte oder Pädagogik hergestellt; auch wurde der eher sachliche Stil der Mischna mit diversen Fabeln, Sagen, Gleichnissen, Rätseln etc. angereichert; die Gemara war zwischen dem 5. und 8. Jhdt. unserer Zeit abgeschlossen; anders als die einheitliche Mischna weicht die Fassung der Gemara in der babylonischen und der palästinischen Talmudausgabe voneinander ab
  4. Talmud Jeruschalmi; das Werk palästinischer Gelehrter als Ergebnis der Arbeit an der Mischna über zwei Jahrhunderte hinweg; hier gilt Rabbi Jochanan/Yochanan = Jochanan b. Nappacha als wichtigster Autor; die schon sehr früh verbreitete Bezeichnung "Jerusalemer Talmud" ist irrführend; das Werk entstand nicht in Jerusalem, das gar in talmudischer Zeit ein den Juden verbotenes Gebiet war