Palästinensische Autonomiegebiete

Aus PlusPedia
Version vom 26. Juli 2017, 22:15 Uhr von Kärcher (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Palästinensische Autonomiegebiete (arabisch الأراضي الفلسطينية = Palästinensische Gebiete) werden jene mehrheitlich arabisch besiedelten Gemeinden und Landstriche im israelischen Bergland genannt, welche durch die arabischen Siedler des Stammes der Palästinenser ohne israelische Staatsangehörigkeit unabhängig von der israelischen Regierung verwaltet werden. Etwa 40% der Fläche der Provinzen Judäa und Samaria werden von der palästinensischen Autonomiebehörde auf diese Weise eigenverantwortlich regiert.

1 Hintergründe

Die Autonomiegebiete sind die Folge des so genannten Oslo-Abkommens, mit dem 1995 ein Weg zum Frieden im Nahen Osten eingeschlagen werden sollte. Die Autonomiebehörde wurden lange von den Fraktionen der ehemaligen Terrororganisation "PLO" unter Jassir Arafat regiert, der zusammen mit seinen jüdisch-israelischen Verhandlungspartnern den Friedensnobelpreis für das Oslo-Abkommen erhielt. Nach einem Wahlsieg der Terrorgruppe Hamas im Jahr 2006 und einer instabilen Koalitionsregierung mit der PLO kam es zum Bürgerkrieg zwischen Hamas und PLO in den Autonomiegebieten. Seitdem sind die Palästinensischen Autonomiegebiete zweigeteilt. Der Gazastreifen existiert von der Hamas beherrscht auf dem Territorium des historischen Philistia als de facto unabhängiger Staat zwischen Israel und Ägypten am Mittelmeer gelegen. Die restlichen arabischen Autonomiegebiete liegen unverändert in Judäa und Samaria. Um diese Grenzen und Territorien hält der so genannte "Nahostkonflikt" weiterhin an.

2 Weiterlesen