Morteza Neydavoud

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Profil.png Profil: Neydavoud, Morteza
Beruf Musiker
Persönliche Daten
1900
Teheran
1990
San Francisco


Morteza Neydavoud (* geb. 1900 in Teheran; gest. 31. Juli 1990 in San Francisco) war ein jüdischer Tarspieler, Komponist sowie Musiklehrer und einer der anerkanntesten Meister klassischer persischer Musik im 20. Jahrhundert.
Der persich-jüdische Musiker Morteza Neydavoud mit seiner Langhalslaute Tar

1 Vita

  • Neydavoud wurde in eine musikalische Familie (sein Vater spielte die Bechertrommel Tonbak) geboren. Als Kind spielte Morteza Neydavoud autodidaktisch die im Iran und Vorderasien verbreitete Langhalslaute Tar. Im Alter von sieben Jahren ließ ihn sein Vater dann von dem bekannten Tar-Meister Agha Mirza Hosseingholi unterrichten. Dabei erlernte er außer der Beherrschung des Instruments auch die traditionellen Modi (Dastgāh) und Formen der klassischen persischen Musik wie Pish-Daramadm, Radif und Tasnif. Nach dem Tod seines Lehrers lernte er bei Darvish Khan.
  • Später trat er mit bekannten Musikern des Iran, wie Abolhassan Saba, Reza Mahjoobi, Morteza Mahjoobi, Arsalan Dargahi, Reza Ravanbakhsh sowie seinen beiden Brüdern Mousa und Soleyman öffentlich auf und machte auch Audioaufnahmen.
  • Er gründete auch eine Musikschule (Madrasa-ye Darviš), in der junge Musiker mit den Musiktraditionen des Iran bekannt gemacht wurden. Dort wurde neben der Tarspiel auch das Spiel der Langhalslaute Setār, der Violine und der traditionelle Gesang (āvāz) gelehrt. Aus Neydavouds Schule gingen bedeutende Musiker, wie Qamar-al-Moluk Waziri, Moluk Żarrābi Kāšāni, Ḡolām-Ḥosayn Banān oder Ḥosayn Sanjari hervor.
  • Von 1940 bis 1951 trat er zusammen mit anderen Musikern einige Zeit im iranischen Radio (Radio Teheran) auf.
  • Morteza Neydavoud war einer der herausragendsten Tarspieler im traditionellen Stil. Er wurde für sein sanftes Spiel, seine Technik, seine gekonnt ausgeführten Tremoli sowie als einfühlsamer Begleiter von Vokalisten gerühmt. In späteren Jahren spielte er für Radio Teheran das komplette klassische Repertoire persischer Musik ein. Es sind 297 von ihm eingespielte Melodien (guša) in allen Modi erhalten. Außerdem war er ein produktiver Komponist von Vorspielen (piš-darāmad) und Liedern (tasnif) im traditionellen Stil.
  • 1977 migrierte seine Familie in die USA und nahm den 77-jährigen Morteza Neydavoud mit. Er ist auf dem Colma Cemetery nahe San Francisco beigesetzt.

2 Literatur

3 Weblinks

3.1 Andere Wikis

3.2 Videos

3.3 Audios

4 Einzelnachweise

5 Hinweis zur Verwendung

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6 Andere Lexika

Wikipedia kennt dieses Lemma (Morteza Neydavoud) vermutlich nicht.