Mao Zedong

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Mao auf einer DDR-Briefmarke. Die "Freundschaft" endete nach dem 20. Parteitag der KPdSU 1956
Zur Feier des 50. Jahrestags der Kommunistischen Partei Chinas, 1921-1971. Innen mit einer Abbildung von Mao Tse Tung mit Lin Bao

Mao Zedong oder Mao Tse-tung (* 26. Dezember 1893 in Shaoshan/Hunan; † 9. September 1976 in Peking) war als Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas (1943–1976), Vorsitzender der Zentralen Volksregierung (1949–1954) und Staatspräsident der Volksrepublik China (1954–1959) einer der führenden Politiker Chinas im 20. Jahrhundert.

1 Leben

Im Jahre 1921 war Mao Zedong am ersten Kongress der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in Shanghai beteiligt und wurde anschließend als Parteisekretär der KPCh in der Provinz Hunan eingesetzt. Seit 1922 bildete die KPCh ein Bündnis (Erste Einheitfront) mit der Kuomintang (Nationale Volkspartei, KMT) um gemeinsam die herrschenden Warlords zu bekämpfen und eine Front gegen den japanischen Imperialismus zu bilden.[1]

2 Mao als Massenmörder

Mao war einer der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte, der seiner Ideologie mehr Menschen opferte als Stalin oder Hitler. Für die Zeit des Großen Sprungs nach vorne zwischen 1954 und 1958 werden von der Forschung 20 bis 40 Millionen tote Chinesen veranschlagt. Allein für die Kulturrevolution zwischen 1964 und 1975 wird von sieben Millionen ermordeten Chinesen ausgegangen. Während seiner Herrschaft starben insgesamt ungefähr 44 bis 72 Millionen Menschen an den Folgen politischer Kampagnen, diktatorischer Machtausübung und verfehlter Wirtschaftspolitik. Mehrere Millionen Tote starben während seiner Herrschaft in Arbeitslagern ähnlich dem sowjet-bolschewistischen Gulag.

Dennoch verehrten die Linken - zum Beispiel in der 1968er-Bewegung - den „Großen Vorsitzenden/Steuermann“ oft blind wie einen Pop-Star und hängten gerne überdimensionale Poster von ihm in ihre Studentenbuden, Cafés und Treffpunkte.[2]

3 Zitate von und über Mao

Sein eigenes Volk betrachtete Mao nur als Masse/Objekt die er beliebig seiner kommunistischen Ideologie opfern konnte. So sagte er sinngemäß, die Amerikaner könnten ruhig eine Atombombe auf China werfen, da es danach immer noch genug Chinesen gäbe. Einem Atomkrieg sah er freudig entgegen, da dies den Sieg der sozialistischen Idee fördern könnte:

Wenn die Hälfte der Menschheit untergeht,
wird immer noch eine Hälfte überleben, aber
der Imperialismus wird ausgerottet sein, und
auf der ganzen Welt wird es nur noch den Sozialismus geben.[3]
Die Menschen des Okzidents sind wie Eichen:
Sie kämpfen gegen den Wind und riskieren,
zerbrochen zu werden. Menschen des Orients
dagegen sind wie Bambus - biegsam,
aber immer wieder fähig, sich aufzurichten.

4 Weblinks

 Wikiquote: Mao Zedong – Zitate
 Commons: Mao Zedong – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

5 Einzelnachweise

  1. Christian Lau: Mao Zedong - Seine Prägung Chinas, GRiN 2011, ISBN 978-3-640-88654-8
  2. Mao und Moritz im Spiegel 12/1968
  3. DROHT DER ATOMKRIEG, WEIL MAO DIE BOMBE NICHT VERSTEHT? - Dr. Ralph E. Lapp über Chinas atomare Aufrüstung; im Spiegel 32/1965