Linke Zeitungen

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In Deutschland gibt es eine breiter Auswahl linker Zeitungen und Magazine. Über die Jahre hat ihre Zahl zugenommen, teils durch Neugründungen, aber auch durch ein Verschieben der redaktionellen Ausrichtung der Blätter.

Überregionale politische Publikationen

  • Neues Deutschland: war das Sprachrohr der "DDR"-Diktaturpartei SED, heute im Bundestag als "Die Linke". Das neue Neue Deutschland hat die Revolution in der "DDR" ebenso überlebt wie den Beitritt der mitteldeutschen Länder zum Geltungsbereich des Grundgesetzes (Deutsche Wiedervereinigung, 3. Oktober 1990). Die Zeitung ist heute eine extrem linke, überregionale Tageszeitung mit Schwerpunkt Mitteldeutschland. Die verkaufte Auflage beträgt nach Eigenangaben etwa 25.000 Exemplare, 1998 waren es noch 50.000
  • die tageszeitung (taz): eine überregionale deutsche Tageszeitung mit radikal linksökologischer Ausrichtung. Sie wurde 1978 in Berlin (West) als Genossenschaft von schreibenden Hippies gegründet. Herausgeberin heute ist die "die tageszeitung Verlagsgenossenschaft eG". Die verkaufte Auflage beträgt etwa 50.000 Exemplare, etwa 15% weniger als 1997.
  • der Freitag: eine überregionale Wochenzeitung mit linksextremer Ausrichtung, die sich selbst als "linksliberal" bezeichnet. Gegründet 1990. Verleger ist seit 2008 der Spiegel-Erbe, Millionär und Salon-Linke Jakob Augstein, der im Februar 2013 auch die Chefredaktion an sich riss. Seit Januar 2017 ist der verschwörungstheoretisch bestens geübte und eisern antiamerikanische Jürgen Todenhöfer Herausgeber des auflagenschwachen Blattes.
  • Der Spiegel: das führende deutsche Nachrichtenmagazin, das im Spiegel-Verlag in Hamburg erscheint und global vertrieben wird. Die verkaufte Auflage beträgt etwa 700.000 Stück, 1995 waren es gut eine Million. Die Redaktion von Spiegel Online ist redaktionell und wirtschaftlich vom Magazin getrennt. Der Spiegel hat seine politische Ausrichtung im Laufe der Jahre erst in die politische Mitte und dann wieder nach links bewegt. Vor allem Spiegel Online ist eindeutig grün, links und antiliberal.
  • BILD: einst das rechte Flaggschiff des Springer-Verlages, hat sich die BILD-Zeitung unter dem ehemaligen Chefredakteur Kai Dieckmann zu einem linksliberalen Boulevardblatt gewandelt. Spätestens in der Flüchtlingskrise 2015 war klar, dass BILD Stimmung für eine linksliberale Weltsicht macht.
  • Die Welt: Bis in die 1990er eine rechts-konservative Zeitung, ist "Die Welt", ebenso wie ihre Boulevard-Schwester BILD, immer weiter nach links positioniert worden. Reste konservativer Berichterstattung finden sich zwar noch vereinzelt, in ihrer Gesamtheit sind "Die Welt" und "Welt Online" allerdings inzwischen liberale Medien.
  • stern: "Der Stern", der sich selbst ausschließlich in Kleinbuchstaben schreibt, ist ein linksliberales boulevardartiges Wochenmagazin mit politischem Anspruch aus dem renommierten Verlagshaus Gruner + Jahr in Hamburg, das ebenso wie die u.a. RTL Group, BMG Music, Random House zum Mediengiganten Bertelsmann gehört.
  • Junge Welt: eine überregionale Tageszeitung, die sich selbst als "marxistisch" bezeichnet. Redaktionssitz Berlin. Sie war von 1947 bis 1990 das Zentralorgan der "FDJ", also der Jugendorganisation der "DDR"-Diktatur und ist heute genossenschaftlich organisiert.
  • Jungle World: eine Wochenzeitung für Deutschland und Österreich aus Berlin. Entstand im 1997 aus einem Arbeitskampf bei der Tageszeitung "Junge Welt" heraus. Geschäftsführer Dietmar Koschmieder setzte in einem wilden Machtkampf Chefredakteur Klaus Behnken ab. Aus Protest gingen einige Redaktionsmitglieder, manche in den Streik, andere in ein neues linksradikales Projekt, die "Jungle World".