James Simon (Musiker)

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Profil.png Profil: Simon, James
Beruf Komponist, Pianist und Musikschriftsteller
Persönliche Daten
29. September 1880
Berlin
12. Oktober 1941
KZ Auschwitz


James Simon (29. September 1880 Berlin- 12. Oktober 1941 KZ Auschwitz) war ein deutscher Komponist, Pianist und Musikschriftsteller, der zu den Spätromantikern gezählt wird.

1 Leben

An der Musikhochschule war Max Bruch sein Kompositionslehrer und Conrad Ansorge sein Lehrer im Fach Klavier. Er promovierte 1904 über Abt Voglers Kompositorische Werke. Von 1907 bis 1919 war er Lehrer am Klindworth-Scharwenka Konservatorium in Berlin. Er war zeitlebens als Solopianist, Liedbegleiter und Kammermusiker aktiv. [1] 1933 emigrierte er nach Zürich. Nach einem kurzen Besuch in Tel Aviv und Jerusalem im Jahr 1938 zog er nach Amsterdam. Dort wurde er verhaftet und im KZ Theresienstadt interniert. Am 12.10.1944 wurde er in das KZ Auschwitz deportiert und dort kurz darauf ermordet.

2 Werk und Musikästhetik

Simon komponierte u. a. Lieder, Chorwerke, Kammermusik, Klaviermusik sowie die allerdings nur einmal aufgeführte Oper Frau von Stein (1925). Seine ungefähr hundert Lieder stehen in der Tradition von Ludwig van Beethoven, Hugo Wolf und Richard Strauss. Viele seiner größeren Werke wie Orchesterkompositionen, Streichquartette und die Kantate Ein Pilgermorgen nach Gedichten von Rainer Maria Rilke blieben in Manuskriptform und wurden nie aufgeführt. [2]

In seiner Musikauffassung war er, obwohl er Feruccio Busonis moderne musikästhetischen Schriften schätzte, relativ konservativ eingestellt. Die von ihm bevorzugten Komponisten waren Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven und Frederic Chopin. Er hielt unter anderem Vorträge über Mozarts Opernschaffen und die Kantaten Johann Sebsatian Bachs. Mit modernen Entwicklungen wie beispielsweise der Musik Arnold Schönbergs konnte er sich nicht anfreunden. Selbst die zu dieser Zeit kaum noch als forttschritlich zu bezeichnenden Werke Gustav Mahlers blieben ihm fremd. Sein Sohn Ulrich Simon beschrieb die primär auf die deutschen Klassiker bezogene Musikauffasung seines Vaters in folgenden Worten:

... very German, really. And (...) later on (...), for me, he became the great guard of the German classical repertoire, especially Bach and Mozart. That was really his life.

Auch gegen Ende seines Lebens beteiligte er sich im KZ Theresienstadt mit Solokonzerten und Vorträgen am musikalischen Leben des Vernichtungslagers, und komponierte selbst unter schrecklichen äußeren Umständen noch Werke die allerdings leider alle verloren gegangen sind. So setzte er den Psalm 127, welcher dann siebenmal im Lager aufgeführt wurde, musikalisch um. [3]

3 Schriften

Er schrieb im Jahr 1906 Faust in der Musik.

4 Einzelnachweise

  1. Music and the Holocaust - James Simon; auf www.holocaustmusic.ort.org
  2. Music and the Holocaust - James Simon; auf www.holocaustmusic.ort.org
  3. Music and the Holocaust - James Simon; auf www.holocaustmusic.ort.org

5 Weblinks

6 Andere Lexika