Jüdischer Doppelstandard: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Israel-Violence.jpg|thumb|280px|Zerstörtes Haus nach Angriff der israelischen Armee]] Als '''Jüdischer Doppelstandard'''  oder '''Jüdische Doppelmoral''' wird teilweise der Doppelstandard bezeichnet, den jüdische und zionistische Organisationen sowie Einzelpersonen zwischen [[Israel]] und dem [[Judentum]] (als Volk) einerseits und weißen Europäern und ihren Ländern anderseits hinsichtlich Themen wie [[Immigration]], (völkischer) [[Nationalismus]],  [[Multikulturalismus]] anwenden. <ref>Anm: Hier muss allerdings angemerkt werden, dass unzählige ethnische Gruppen auf der Welt ihren jeweiligen "Gegnern" jeweils die Verwendung von Doppelstandards vorwerfen.</ref>
  

Version vom 11. Januar 2014, 16:56 Uhr

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Zerstörtes Haus nach Angriff der israelischen Armee
Als Jüdischer Doppelstandard oder Jüdische Doppelmoral wird teilweise der Doppelstandard bezeichnet, den jüdische und zionistische Organisationen sowie Einzelpersonen zwischen Israel und dem Judentum (als Volk) einerseits und weißen Europäern und ihren Ländern anderseits hinsichtlich Themen wie Immigration, (völkischer) Nationalismus, Multikulturalismus anwenden. [1]

1 Nähere Definition

Die Doppelmoral besteht darin einerseits unter Juden in der Diaspora wie in Israel völkischen Nationalismus, die auf dieser Ideen aufbauende extrem rechte Parteienlandschaft, restriktive Einwanderungsgesetzgebung und Palästinenerpolitik zu unterstützen, aber andererseits in den von Europäern besiedelten Ländern (Europa, Nordamerika und Australien) Multikulturalismus, die Bekämpfung von Nationalismus und rechten Parteien, und Einwanderung von Nicht-Europäern zu unterstützen und zu fördern.

2 Ursachen und Ziele

Ein Grund für diese Doppelmoral ist folgender: Außerhalb Israels fördern Juden Multikulturalismus und Migration, da sie es in der Diaspora vorziehen, in ethnisch fragmentierten Gesellschaften zu leben. Dadurch meinen sie besser vor Verfolgung und Diskrminierung durch eine dominante Mehrheitsgesellschaft geschützt zu sein. Auch ist der jüdische Einfluss in einer fragmentierten Gesellschaft höher als wenn eine jüdische Minderheit einer relativ großen, einheitlichen Mehrheitsbevölkerung gegenübersteht. Der US-amerikanische Psychologieprofessor Kevin MacDonald meinte dazu u.a.:

"Ethnic and religious pluralism serves external Jewish interest because Jews become just one of many ethnic groups. This results in the diffusion of political and cultural influence among the various ethnic and religious groups, and it becomes difficult or impossible to develop unified, cohesive groups of gentiles united in their opposition to Judaism. Historically, major anti-Semitic movements have tended to erupt in societies that have been, apart from the Jews, religiously and/or ethnically homogeneous." [2]
"Ethnischer und religiöser Pluralismus dient auch äußeren jüdischen Interessen, weil Juden dadurch nur eine von vielen Volksgruppen werden. Dies hat die Streuung politischen und kulturellen Einflusses unter den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen zur Folge, und es wird schwierig oder unmöglich, einheitliche, zusammenhängende Gruppen von Nichtjuden zu entwickeln, die in ihrer Opposition gegen das Judentum vereint sind. Geschichtlich haben größere antisemitische Bewegungen dazu geneigt, in Gesellschaften auszubrechen, die abgesehen von den Juden religiös und/oder ethnisch homogen gewesen sind." [3][4]

In Israel selber entfällt dieses Motiv. Deshalb ziehen es Juden dort vor, ohne Zuwanderer aus anderen ethnischen Gruppen unter sich zu leben, und lehnen Multikulturalismus und Einwanderung meist ab. Zvi Bekerman schreibt über die ethnozentrische Gesellschaft und Politik Israels, in der nichtjüdische Minderheiten systematisch ausgegrenzt werden u.a.:

"Israels society has traditionally endorsed homogenising policies towards its Jewish citizens in the hope of creating a strong collective, shaped through ethno-cultural priciples. Towards its non-Jewish minorities, Israel has maintained a policy of systematic exclusion" [5]

Der US-amerikanisch-jüdische Militärstratege Thomas Barnett formulierte die Immigrationsziele für Europa unverblümt folgendermaßen:

"Das Endziel ist die Gleichschaltung aller Länder der Erde, ... durch die Vermischung der Rassen, mit dem Ziel einer hellbraunen Rasse in Europa, dazu sollen in Europa jährlich 1,5 Millionen Einwanderer aus der dritten Welt aufgenommen werden. Das Ergebnis ist eine Bevölkerung mit einem durchschnittlichen IQ von 90, zu dumm zu begreifen, aber intelligent genug um zu arbeiten." [6]

3 Vertiefte Betrachtung und Beispiele

Ein Kommentator des Müncher Merkur beschreibt den jüdischen Doppelstandard des bedeutsamsten deutschen jüdischen Organisation, des Zentralrats der Juden in Deutschland wie folgt:

„Der gleiche Zentralrat, der in Deutschland einen unnachgiebigen Kampf gegen Rechts fordert, unterstützt Israel und sein extrem rechte Likud-Regierung.
Der gleiche Zentralrat, der in Deutschland Multikulturalismus predigt, unterstützt Israels Politik des völkischen jüdischen Nationalismus.
Die gleiche Zentralrat, der deutsche Protestler gegen Asyleinwanderung seit jeher als Fremdenfeinde diffamierte und eine Politik der offenen Grenzen direkt oder indirekt forderte, unterstütz Israel und seine Politik der geschlossenen Grenzen und der Rückführung aller afrikanischen Einwanderer.“[7]

Der jüdische Publizist Henryk M. Broder fordert bsp. eine Art ethnischer Selbstauflösung Europas mit folgenden Worten:

"Ja. Europa wird anders werden, und das ist die einzige Chance, die es überhaupt noch hat: sich mit den Leuten, die es eigentlich gar nicht haben will, zu revitalisieren. Die Frage ist nur, ob es sein politisches System aufgeben will. Ich würde gerne das weiße Europa aufgeben, aber ich würde ungern das demokratische Europa aufgeben. (...) Was ich völlig im Ernst gut finde ist, dass diese demografische Struktur Europas nicht mehr zu halten ist. Je eher die Europäer das einsehen, desto besser. Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr «arisch» weiss, und dagegen kann man überhaupt nichts sagen." [8]

Gegen diese Äußerung hat niemand ernsthaft protestiert. Eine mögliche Aussage mit der Ersetzung der Worte "Europa" durch "Jüdisch" würde dagegen wohl massiven öffentlichen Protest auslösen:

"Ich würde gerne das jüdische Israel aufgeben, aber ich würde ungern das demokratische Israel aufgeben. (...) Was ich völlig im Ernst gut finde ist, dass diese demografische Struktur Israels nicht mehr zu halten ist. Je eher die Juden das einsehen, desto besser. Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr «jüdisch», und dagegen kann man überhaupt nichts sagen."

Besonders deutlich wird Jüdische Doppelmoral an Äußerungen des australischen Juden Isi Leibler. Mit folgenden Worten forderte er im Namen der AIJAC für Australien eine multikulturelle Gesellschaft:

"We are an Australian organization, and we are interested in promoting the sort of fabric of Australian multicultural democracy." [9]

In Bezug auf Israel hält er dagegen nichts von Multikulturalismus, sondern fordert nationalistische/rassistische Kriterien ein. Einer Jerusalemer Zeitung sagte er u.a.:

"This is a country which was set up and created as a Jewish country for the Jews." [10]

Ein Beispiel für die streng nationalistisch bzw. ethnisch-rassistische Politik in Israel selber ist z.B. der Gesetzesentwurf Israel as the Nation-State of the Jewish People. Dort werden schon in der Einleitung nichtjüdische ethnische Gruppen von einer Teilhabe explizit ausgeschlossen:

"The State of Israel is the National Home of the Jewish People; wherein the Jewish People fulfills its yearning for self-determination in accordance with its historical and cultural heritage. The Right of national self-determination in the State of Israel is unique to the Jewish People."" [11] [12]

Diese Formulierungenstehen in diametralem Gegensatz zu den multikulturalistischen Forderungen, die Juden an andere Länder stellen.

Der Jüdische Doppelstandard wird deutlich, wenn man in einem Ausspruch von Premierminister Ariel Sharon aus dem Jahr 2005 die Begriffe "jüdisch" durch "deutsch" ersetzt. Hier das Originalzitat von Sharon, gegen das weltweit niemand ernsthaft protestierte:

"Der Staat Israel hat jedes Recht seinen jüdischen Charakter zu erhalten und zu schützen, selbst wenn das bedeutet, dass dies die Einbürgerungspolitik beeinflusst." [13]

Die folgende auf Deutschland bezogene Version könnte in Deutschland wohl niemand tätigen, ohne in die rechtsextreme Ecke geschoben und als Rassist diffamiert zu werden. Massive Proteste aus dem Ausland wären die Folge. Noch nicht einmal Vertreter der CDU/CSU würden sich trauen, so etwas öffentlich in dieser Form zu sagen:

"Der deutsche Staat hat jedes Recht seinen deutschen Charakter zu erhalten und zu schützen, selbst wenn das bedeutet, dass dies die Einbürgerungspolitik beeinflusst."

Eine Äußerung des Knesset-Abgeordneten Danny Danon zeigt die jüdische Doppelmoral recht ungeschminkt. Migranten aus anderen Kulturkreisen sind in Israel seiner Meinung nach unerwünscht. Politisch verfolgte Asylanten aus Äthiopien möchte er nicht in Israel haben, weil sie dunkelhäutige Muslime sind. Dadurch sieht er die jüdische Identität und Mehrheit in Gefahr. Australien sollte diese Muslime seiner Meinung nach aber offen und problemlos aufnehmen können. Danny Danon meinte in der Jerusalem Post u.a.:

"The arrival of thousands of Muslim infiltrators to Israeli territory is a clear threat to the state’s Jewish identity. The refugees’ place is not among us, and the initiative to transfer them to Australia is the right and just solution. On the one hand, it treats the refugees and migrants in a humane way. On the other hand, it does not threaten Israel’s future and our goal to maintain a clear and solid Jewish majority. Since Australia has a policy of accepting refugees and groups under protection, I would appreciate it if you could promote a solution in which Australia would accept those who seeking refuge." [14]

4 Weblinks

5 Literatur

6 Einzelnachweise

  1. Anm: Hier muss allerdings angemerkt werden, dass unzählige ethnische Gruppen auf der Welt ihren jeweiligen "Gegnern" jeweils die Verwendung von Doppelstandards vorwerfen.
  2. Kevin MacDonald: Jewish Involvement in Shaping American Immigration Policy, 1881-1965 - A Historical Review, California State University-Long Beach, S. 297
  3. Kevin B. MacDonald: Culture of Critque, Praeger, 1998, S. 242 Deutsche Übersetzung
  4. Kevin B. MacDonald: Separation and its discontents - Toward an evolutionary theory of anti-Semitism, Praeger, 1998, S. 276
  5. Zvi Bekerman: Israel - Unsuccessful and Limited Multicultural Education, SA-eDUC JOURNAL Volume 6, Number 2, November 2009, S. 138
  6. Vermischung der Rassen - Die springenden Punkte
  7. Leserbrief von "Gerlott". Fall Gurlitt: Kritik vom Zentralrat der Juden (Kommentar) . In: Müncher Merkur. 21. 11. 2013.
  8. Henryk Broder über historischen Masochismus, arabische Logik und die Entarisierung Europas
  9. Geoffrey Brahm Levey und Philip Mendes: Jews and Australian Politics, S. 199
  10. Staunch promoter of multiculturalism for Australia, says multiculturalism is bad for Israel
  11. Basic Law: Israel as the Nation-State of the Jewish People
  12. ‘Religion and politics’ in Israel: The mythology of Jewish nationalism
  13. Daniel Pipes: Das Aus für das palästinensische `Rückkehrrecht´
  14. Danny Danon: Send African migrants to Australia