Geschichte des Tennis

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Die Geschichte des Tennis ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts wesentlich von der International Tennis Federation (ITF) geprägt. Während sich in Deutschland bereits 1911 mit der Gründung des Verbandes Deutscher Tennislehrer (VDT)[1] eine Trennung des Profisports von den Amateuren vollzogen hatte, wurde auf internationaler Ebene noch lange über die Regeln diskutiert. Ab 1920 verschärfte sich durch Einführung der Regeln des ITF die Situation und führte zum Ausschluss einiger Spieler von internationalen Turnieren. Parallel wurden Amateur- und Profiturniere veranstaltet. Diese Trennung wurde erst 1968 wieder aufgehoben.

In Deutschland bestimmte ab 1902 maßgeblich der Deutsche Tennis Bund (DTB) die Entwicklung. Während des Ersten Weltkrieges wurde Deutschland aus dem ITF ausgeschlossen und erst 1926 wieder aufgenommen.[2] Während der Zeit des Nationalsozialismus dagegen verhielt sich der ITF weniger sensibel: So wurde Daniel Prenn wegen seiner jüdischen Herkunft 1933 vom DTB für internationale Turniere nicht mehr zugelassen, und obwohl prominente Spieler gegen dieses Vorgehen in einem offenen Brief in The Times protestiert hatten, erfolgte keine Reaktion des ITF auf das Verhalten des deutschen Verbandes. Im Gegenteil wurde nach der Besetzung von Österreich und der Tschechoslowakei den dortigen Spielern erlaubt, für das Deutsche Reich anzutreten.[3] Andere „nichtarische“ Spieler aus Deutschland wie Roman Najuch (1893-1967) werden bis heute in vielen Dokumentationen verschwiegen.[4] Der Tennisautor Ray Bowers bezeichnet die Machenschaften sogar als „Krieg“.[5]

1 Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. https://vdttennis.wordpress.com
  2. Deutscher Tennis Bund (Hrsg.): Tennis in Deutschland. Von den Anfängen bis 2002. Duncker & Humblot, Berlin 2002, ISBN 3-428-10846-9. S. 89f.
  3. Marshall Jon Fisher: A Terrible Splendor: Three Extraordinary Men, a World Poised for War, and the Greatest Tennis MatchEver Played, Crown/Archetype 2009, ISBN 9780307452146, Seite 61f.
  4. Roman Najuch hat weder bei Wikipedia noch bei der ITF eine Biographie, obwohl er bis 1930 elfmal deutscher Meister geworden ist.
  5. History of the Pro Tennis Wars

2 Weblinks

  • Geschichte auf der Interseite der International Tennis Federation