Fliegerass: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein '''Fliegerass''' ist in der Fliegersprache ein Pilot, der bei Kampfeinsätzen als fünf oder mehr feindliche Kampfflugzeuge abgeschossen hat.  
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Ein '''Fliegerass''' ist in der Fliegersprache ein Pilot, der bei Kampfeinsätzen fünf oder mehr feindliche Kampfflugzeuge abgeschossen hat. <ref>Niels Klußmann und Arnim Malik:'' Lexikon der Luftfahrt'', Verlag Springer, 2. Aufl., Heidelberg, 2007, S. 88</ref>
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Im Ersten Weltkrieg war der Luftkampf noch von fairem Sportsgeist, Respekt und Ritterlichkeit gegenüber dem Gegner und individuellem Engagemant bzw. Mut geprägt. So stand damals auf einem Plakat des britischen [[Royal Flying Corps]]:
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:''"Der Krieg in der Luft erinnert an alte Zeiten, da die Ritter in die Schlacht zogen und durch ihre persönlichen Heldentaten Ruhm und Ehre ernteten."'' <ref>Zitiert nach Ezra Bowen: ''Kampfflieger des Ersten Weltkriegs'', Bechtermünz Verlag GmbH, Eltville am Rhein, 1993, S. 7</ref>
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Das kanadische Fliegerass Billy Bishop beschrieb seine Motivation für den Luftkampf folgendermaßen:
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Ein Beispiel für Respekt und Freundlichkeit gegenüber dem Gagner zeigten Manfred von Richthofen und einer seiner Gegner, als sie sich während eines verbissenen Luftkampfes im Oktober 1916 dennoch freundlich zuwinkten. 
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Ein weiteres, großartiges Besipiel für den Großmut und die Achtung die man dem Gegner entgegenbrachte war die Beerdigung Manfred von Richthofens durch über 50 australische Soldaten. Dem Trauerzug mit von Richthofens Sarg folgte eine Ehrenwache aus 13 australischen Offizieren. Am Grab wurde eine Abschiedssalve abgefeuert. Auf dem Grab lagen Unserem ritterlichen und geschätzteviele Kränze, darunter ein großer Kranz des britischen Oberkommandos mit der Aufschrift ''"Unserem geschätzten Gegner"''.
  
 
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Ein Luftsieg galt dann als errungen, wenn das Flugzeug des Feindes abgeschossen oder zu Boden, d.h. zur Landung gezwungen wurde. Dabei spielte es keine Rolle ob der feindliche Pilot dabei getötet wurde odeer nicht.  
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Ein Luftsieg galt dann als errungen, wenn das Flugzeug des Feindes abgeschossen oder zu Boden, d.h. zur Landung gezwungen wurde. Dabei spielte es keine Rolle ob der feindliche Pilot dabei getötet wurde oder nicht. <ref>Ezra Bowen: ''Kampfflieger des Ersten Weltkriegs'', Bechtermünz Verlag GmbH, Eltville am Rhein, 1993, S. 186</ref>
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Am erfolgreichsten in den Top-Ten der Fliegerasse waren mit jeweils vier Positionierungen das Vereinigte Königreich<ref>Anm.: Zählung ohne Commonwealth-Länder wie z.B. Kanada, Südafrika oder Australien.</ref> und Deutschland, gefolgt von Frankreich mit nur zwei Positionierungen.
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* Manfred von Richthofen: 80 Abschüsse
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* Werner Voß: 48 Abschüsse
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* R. Fonck: 75 Abschüsse
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* Georges Guynemer: 54 Abschüsse
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* Wolfgang Schellmann: 12 Abschüsse
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=== Deutschland ===
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Nach offizieller Statistik gab es 34 deutsche Piloten mit mehr als 150 Abschüssen und 60 Piloten mit zwischen 100 und 150 Abschüssen. Diese 94 Piloten vernichteten dabei insgesamt 6902 feindliche Flugzeuge.
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* Erich Hartmann: 352 Abschüsse (Hartmann ist damit das Top-Fliegerass aller Zeiten)
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* Gerhard Barkhorn: 301 Abschüsse
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* Günther Rall: 275 Abschüsse
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* Otto Kittel: 267 Abschüsse <ref>Franz Kurowski: ''Oberleutnant Otto Kittel - Der erfolgreichste Jagdflieger des Jagdgeschwaders 54'', Flechsig Verlag, 2007, S. 16 und 129</ref>
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=== Australien ===
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Clive Caldwell: 27 Abschüsse <ref>Kristen Alexander: ''Caldwell Air Ace'', Allen & Unwin Pty LTD, 2006, S. 272</ref>
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== Einzelnachweise ==
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<references />
  
== Liste von Fliegerassen mit Anzahl der Abschüsse ==
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[[Kategorie:Luftkrieg]]
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Version vom 29. Januar 2012, 12:49 Uhr

Ein Fliegerass ist in der Fliegersprache ein Pilot, der bei Kampfeinsätzen fünf oder mehr feindliche Kampfflugzeuge abgeschossen hat. [1]

1 Hintergrund

Im Ersten Weltkrieg war der Luftkampf noch von fairem Sportsgeist, Respekt und Ritterlichkeit gegenüber dem Gegner und individuellem Engagemant bzw. Mut geprägt. So stand damals auf einem Plakat des britischen Royal Flying Corps:

"Der Krieg in der Luft erinnert an alte Zeiten, da die Ritter in die Schlacht zogen und durch ihre persönlichen Heldentaten Ruhm und Ehre ernteten." [2]

Das kanadische Fliegerass Billy Bishop beschrieb seine Motivation für den Luftkampf folgendermaßen:

"Ich fand die Sache, die ich mehr liebte als sonst irgend etwas in der Welt. Für mich war es kein Geschäft und kein Beruf, sondern ein großartiges Spiel."

Ein Beispiel für Respekt und Freundlichkeit gegenüber dem Gagner zeigten Manfred von Richthofen und einer seiner Gegner, als sie sich während eines verbissenen Luftkampfes im Oktober 1916 dennoch freundlich zuwinkten.

Ein weiteres, großartiges Besipiel für den Großmut und die Achtung die man dem Gegner entgegenbrachte war die Beerdigung Manfred von Richthofens durch über 50 australische Soldaten. Dem Trauerzug mit von Richthofens Sarg folgte eine Ehrenwache aus 13 australischen Offizieren. Am Grab wurde eine Abschiedssalve abgefeuert. Auf dem Grab lagen Unserem ritterlichen und geschätzteviele Kränze, darunter ein großer Kranz des britischen Oberkommandos mit der Aufschrift "Unserem geschätzten Gegner".

2 Regeln

Ein Luftsieg galt dann als errungen, wenn das Flugzeug des Feindes abgeschossen oder zu Boden, d.h. zur Landung gezwungen wurde. Dabei spielte es keine Rolle ob der feindliche Pilot dabei getötet wurde oder nicht. [3]

3 Bestenliste von Fliegerassen des Ersten Weltkriegs mit Anzahl der Abschüsse

Am erfolgreichsten in den Top-Ten der Fliegerasse waren mit jeweils vier Positionierungen das Vereinigte Königreich[4] und Deutschland, gefolgt von Frankreich mit nur zwei Positionierungen.

3.1 Deutschland

  • Manfred von Richthofen: 80 Abschüsse
  • Ernst Udet: 62 Abschüsse
  • Erich Loewenhardt: 53 Abschüsse
  • Werner Voß: 48 Abschüsse

3.2 Frankreich

  • R. Fonck: 75 Abschüsse
  • Georges Guynemer: 54 Abschüsse
  • C. Nungesser: 45 Abschüsse

3.3 Großbritannien

  • Edward Mannock: 73 Abschüsse

3.4 Kanada

  • W.A. Bishop: 72 Abschüsse

4 Bestenliste von Fliegerassen im Spanischen Bürgerkrieg mit Anzahl der Abschüsse

4.1 Fuerzas Aéreas de la República Española

  • Joaquín García Morato: 40 Abschüsse
  • Julio Salvador Díaz-Benjumea: 24 Abschüsse

5 Legion Condor

  • Wolfgang Schellmann: 12 Abschüsse
  • Harro Harder: 12 Abschüsse

6 Bestenliste von Fliegerassen des Zweiten Weltkriegs mit Anzahl der Abschüsse

6.1 Deutschland

Nach offizieller Statistik gab es 34 deutsche Piloten mit mehr als 150 Abschüssen und 60 Piloten mit zwischen 100 und 150 Abschüssen. Diese 94 Piloten vernichteten dabei insgesamt 6902 feindliche Flugzeuge.

  • Erich Hartmann: 352 Abschüsse (Hartmann ist damit das Top-Fliegerass aller Zeiten)
  • Gerhard Barkhorn: 301 Abschüsse
  • Günther Rall: 275 Abschüsse
  • Otto Kittel: 267 Abschüsse [5]

6.2 Australien

Clive Caldwell: 27 Abschüsse [6]

7 Einzelnachweise

  1. Niels Klußmann und Arnim Malik: Lexikon der Luftfahrt, Verlag Springer, 2. Aufl., Heidelberg, 2007, S. 88
  2. Zitiert nach Ezra Bowen: Kampfflieger des Ersten Weltkriegs, Bechtermünz Verlag GmbH, Eltville am Rhein, 1993, S. 7
  3. Ezra Bowen: Kampfflieger des Ersten Weltkriegs, Bechtermünz Verlag GmbH, Eltville am Rhein, 1993, S. 186
  4. Anm.: Zählung ohne Commonwealth-Länder wie z.B. Kanada, Südafrika oder Australien.
  5. Franz Kurowski: Oberleutnant Otto Kittel - Der erfolgreichste Jagdflieger des Jagdgeschwaders 54, Flechsig Verlag, 2007, S. 16 und 129
  6. Kristen Alexander: Caldwell Air Ace, Allen & Unwin Pty LTD, 2006, S. 272

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