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Meyers Enzyklopädisches Lexikon 1971 bis 1979

Eine Enzyklopädie (griechisch ἐγκύκλιος παιδεία = „Kreis der Bildung“) ist eine umfassende Sammlung des Wissens. Es wird zwischen Spezialenzyklopädien und Universalenzyklopädien unterschieden. Die größte deutsche Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts war Meyers Enzyklopädisches Lexikon.

1 Universalenzyklopädien[Bearbeiten]

Die bekannteste Grundform einer Enzyklopädie ist das Lexikon. Frühere Marktführer in diesem Bereich waren im deutschen Sprachraum die gedruckten und sehr umfangreichen Ausgaben des Brockhaus und in Großbritannien die Encyclopædia Britannica. Viele Staaten brachten eigene Enzyklopädien in der jeweiligen Landessprache heraus. Eine Ausnahme ist die Encyclopaedia Judaica, die in englischer und deutscher Sprache erschien. Durch die Internet-Revolution verschoben sich hier die Kräfte und die heute führende Enzyklopädie ist die internationale Wikipedia. Weitere Universalenzyklopädien sind die deutsche PlusPedia und die englische Everipedia. Die digitale Basis vor allem der englischsprachigen Lexika erlaubt es, neue Forschungsergebnisse und Forschungsmethoden laufend zu aktualisieren.

2 Spezialenzyklopädien[Bearbeiten]

Neben den Universalenzyklopädien existieren zahlreiche fach- und themenspezifische Nachschlagewerke, sowohl online wie auch in gedruckter Form. Bekannte Beispiele hierfür sind Lexika zu wissenschaftlichen Fachgebieten.

3 Geschichte[Bearbeiten]

Enzyklopädien stehen in der Tradition der französischen Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, die von 1751 bis 1772 herausgegeben wurde. In der Nachfolge der Enzyklopädisten um Denis Diderot und d'Alembert sind auch die anderen Nachschlagewerke entstanden, so etwa die Encyclopædia Britannica[1] und der Brockhaus.[2] Aus dem Anspruch, das gesamte Wissen darzustellen, ergab sich in der Vergangenheit das Problem, dass aufgrund begrenzter Mittel (Papier, Zeit, Zahl der Mitarbeiter) eine Auswahl getroffen werden musste, welche Artikel in eine Enzyklopädie aufgenommen werden. Daher stützten sich die Herausgeber meist auf die vorhandene Fachliteratur. Leider sind die Quellen der gedruckten Enzyklopädien nicht mehr nachvollziehbar, da aus Platzgründen und der besseren Lesbarkeit wegen auf entsprechende Angaben verzichtet wurde. Gleichwohl lässt sich durch Vergleich etwa mit einschlägigen Biographien ein Zusammenhang ermitteln und somit auch feststellen, wie die Relevanz für einen Personenartikel ermittelt wurde.

Mit der Entwicklung der Informationstechnologien und des Internets hat sich die Darstellung und Funktion von Enzyklopädien grundlegend verändert, wie insbesondere der ambivalente Erfolg der Wikipedia zeigt. Aber auch die Rezeption von Enzyklopädien bzw. die Erwartungshaltung der dort abgebildeten Inhalte hat sich mit dem Erfolg der Online-Lexika grundlegend gewandelt. Heute läuft die Trennlinie vor allem zwischen Online-Enzyklopädien, in denen manchmal bestimmte Personengruppen entscheiden, was als „relevant“ gilt (Beispiel deutsche Wikipedia) und solchen, die generell jedes Wissen willkommen heißen.

4 Referenzen[Bearbeiten]

  1. Encyclopaedia Britannica
  2. Brockhaus Webseite

5 Andere Lexika[Bearbeiten]