Christentum

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Das Christentum ist die anhängerstärkste Weltreligion. Es handelt sich um eine monotheistische Religion (Glaube an einen Gott), die in der jüdischen Religion ihre Wurzeln hat. Ein zentraler Glaubensinhalt ist die Menschwerdung (Inkarnation) Gottes im jüdischen Wanderprediger Jesus von Nazareth. Dieser wird als Messias betrachtet und als solcher "Jesus Christus" genannt. Die Trennung von Judentum und Christentum begann mit der Frage, ob Jesus Christus der erwartete Messias ist. Die Juden verneinten dies, jene die daran glaubten wurden die ersten Christen. Untrennbares Dogma des Christentums ist auch die "Dreifaltigkeit". Sie beschreibt, dass Gott in drei Formen der Menschheit offenbar wurde und wird: als "Vater im Himmel", als Jesus Christus der Messias sowie als Heiliger Geist, der alles Geschaffene durchzieht.

Nach dem christlichen Glaubensbekenntnis wird Jesus von Nazareth die toten Menschen wieder zum Leben auferwecken. Die Anzahl der Christen, also der Anhänger des Jesus von Nazareth, beträgt heutzutage 2,145 Milliarden weltweit, davon sind 1,165 Milliarden Katholiken.[1]

1 Jesus Christus als Glaubensbasis

Jesus macht sich auf den Weg zur Kreuzigung
Der Glaube der Christen stützt sich auf Offenbarung Gottes in seinem Sohn Jesus Christus und durch den Heiligen Geist – was auch als "Dreieinigkeit" oder "Trinität" bezeichnet wird.

Christen können zwar die Vergebung der Sünde (Verstoß gegen den Willen Gottes) durch den Kreuzestod des Jesus von Nazareth in Anspruch nehmen und auch, nach mehrheitlicher Ansicht, allein durch den Glauben,[2] sowie durch die von Jesus erstellten Regeln, selig werden. Dennoch ist es strittig, inwieweit sich die Regeln nach dem Tode Jesus geändert haben, insbesondere muss man dies unter dem Blickwinkel des Liebesgebotes sehen,[3] das Jesus bei seiner Bergpredigt [4] gesetzt hatte. Dem kann entgegen gehalten werden, dass Jesus keinesfalls die jüdischen Gesetze und Regeln hat ändern wollen.[5] Ganz im Gegenteil, er fordert in der Bergpredigt zum halten und befolgen der jüdischen Gesetze und Regeln auf.[6]

Die christliche Lehre hat ihr Fundament besonders in der Heiligen Schrift der Christenheit, welche Bibel genannt wird und die in viele Sprachen der Welt übersetzt worden ist. Während der zweitausend Jahre, in welchen sich das Christentum entwickelte und auch per Mission ausbreitete, entstanden mehrere Konfessionen sowie Christliche Gemeinschaften mit unterschiedlichen Schwerpunkten.[7]

2 Die früheste Erwähnung

Die Jungfrau Maria ist die Mutter von Jesus
Chwolson war ordentlicher Professor an der kaiserlichen Universität zu Peterburg, korrespondierendes Mitglied der kaiserlich-russischen Akademie der Wissenschaften sowie Professor an der russischen und an der polnisch-katholischen geistlichen Akademie daselbst:[8]

"Eine der frühesten Erwähnungen aus nichtchristlichen Kreisen stammt vom jüdisch-römischen Geschichtsschreiber Josephus Flavius (geb. 37/38, gest. ca. 100). Flavius schreibt über Jesus Christus:

Um diese Zeit (d.h. zur Zeit des Pilatus) lebte Jesus, ein weiser Mensch,[wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf]. Er that wunderbare Werke [und war der Lehrer Aller, die gern die Wahrheit aufnhamen]. So zog er viele Juden und Heiden an sich. [Der Christus (d.h. der von den Propheten verkündete Messias) war kein anderer als dieser]. Auf Anstiften der vornehmen Männer unter uns verurtheilte ihn Pilatus zwar zum Kreuzestod, gleichwohl aber wurden diejenigen, die ihn früher geliebt hatten, (ursprünglich wohl: gefolgt sind) ihm auch nach seinem Tode nicht untreu. [Er erschien ihnen nämlich am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten neben tausend anderen wunderbaren Dingen von ihm verkündet haben]. Noch bis jetzt hat das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, nicht aufgehört zu existieren.[9]

Bei den Sätzen in Klammern gilt als ungesichert, ob sie wirklich von Flavius stammen.

Jesu Leben und Wirken, seine Predigten, Gleichnisse und Wunder, seine Kreuzigung und Wiederauferstehung können in der Bibel nachgelesen werden, die im Gegensatz zu Flavius als christliche Quelle gilt.

3 Christliche Ausrichtungen

Das Christentum teilt sich in verschiedene Konfessionen. Die wichtigsten davon sind:

„Katholizismus: Weltanschauung und Werthaltung, die durch den katholischen Glauben geprägt ist. Erhielt im 19. Jahrhundert insbesondere durch die Entwicklung der katholischen Soziallehre (als Gegenbewegung zum Marxismus und Liberalismus) politische Bedeutung. Aus dieser Bewegung formierte sich die Deutsche Zentrumspartei (Zentrum).“

– Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.de - Lexika, Orginalquelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006."Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.de - Lexika: Katholizismus"

„Protestantismus: Weltanschauung und Werthaltung, die durch den protestantischen (evangelischen) Glauben geprägt ist. Die Reformation (der katholischen Lehre) durch die Protestanten (16. Jh.) stellte das Individuum (und dessen unmittelbaren Zugang zu Gott) in den Mittelpunkt des Glaubens und hatte bedeutenden Anteil am Erfolg der Aufklärung und der Durchsetzung des Vernunftprinzips. Der P. bewirkte eine Pluralisierung christlich-religiöser Strömungen (Lutheraner, Calvinisten) sowie eine Vielfalt von Kirchen und missionarischen Aktivitäten. Nach M. Weber schuf der P. die zentralen Grundlagen für die Entstehung kapitalistischer Wirtschaftssysteme und die rationalistisch gefassten Gesellschaftsordnungen des Westens (protestantische Ethik). P. umfasst alle theologischen und konfessionellen - im einzelnen recht unterschiedlichen - Richtungen und Gruppen, die in der Reformation und in der Folgezeit entstanden sind (Lutheraner, Reformierte, Calvinisten, Freikirchen, Freie Gemeinden u.a.).“

– Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.de - Lexika, Orginalquelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006."Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.de - Lexika: Protestantismus"

Innerhalb wie außerhalb dieser Hauptausrichtungen sind weitere Strömungen, Freikirchen bzw. christliche Gemeinschaften vorhanden, welche sich durch besondere Bibel-Auslegungen bzw. Riten und Dogmen hervorheben.

4 Christliche Ursprünge

Entgegen der in der Literatur oftmals behauptete Annahme, dass das Christentum vom Judentum stammt und insbesondere dessen Regeln übernommen wurden, wird vielfach die Goldene Regel und das Liebesgebot übersehen.

Ein Unterschied zwischen Judentum und Christentum ist auch, dass die meisten Christen Gott als einen dreifaltigen Gott ansehen (Trinität aus Vater, Sohn (Christus) und Heiligem Geist, die zusammen eine Einheit bilden), während diese Tinitätsvorstellung im jüdischen (wie übrigens auch islamischen) Glauben nicht vorhanden ist.

Die spätere Kirche hat viele Regeln dann in ihren Kirchengesetzen kodifiziert.

5 Ethische Grundsätze/ Umgang mit komplizierten Themen

5.1 Homosexualität

Homosexualität wird in der Bibel thematisiert[10] und wird in ihrer praktizierten Form im Alten Testament, neben anderen Sünden wie Verstöße gegen bestimmte Lebensmittel oder Tätowierungen, abgelehnt. Aus dem Neuen Testament (Grundlage des Christentums) lässt sich eine Ablehnung der Homosexualität nur durch eine tendenziöse Interpretation ableiten.[11]

5.2 Gebot der Liebe

Von zentraler Bedeutung im Christentums ist das Gebot der Liebe zu Gott und zu seinem Nächsten, nachzulesen im 22. Kapitel des Matthäus-Evangeliums:

37Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
38 Das ist das wichtigste und erste Gebot.
39 Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.“

– Matthäus 22, 37-40[12]

5.3 Die Paulusbriefe

Offene Demonstration für Homosexualität und Transvestitentum - Für viele Christen ein Problem

Gemäß der christlichen Überlieferung sandte Paulus verschiedene Briefe an die Korinther, Römer, Galater sowie an die Gemeinde in Phillipi und an seinen Mitarbeiter Philemon.
Nach allgemeiner Lehrmeinung ist nicht gesichert, dass Paulus die folgenden Briefe geschrieben hat: 2. Thessalonicherbrief, Kolosser, Epheser, Briefe an Timotheus und an Titus.[13][14][15][16]

In seinen Schriften lehrte und mahnte Paulus u.a. der Unzucht, Vielgötterei, Formen der Maßlosigkeit, Gier usw. nicht nachzugehen.
Der katholische Theologe Prof. Dr. Michael Theobald [17] hat in einem Buch versucht, die Position des Apostels Paulus zur Homosexualität zu erläutern. Er kommt zu dem Schluss, dass ein "pastorales Problem" in der Gemeinde zu Rom für Paulus nicht gegeben zu sein scheint.
Dieser Aussage kann man durchaus folgen, wenn man den gesamten Text in dem ursprünglichen Zusammenhang liest. Paulus weist darin auf die Menschen hin, die zu seiner Zeit als Heiden galten (Vers 18). Er führt mit der Aufzählung die Taten der "Gottlosigkeit der Heiden"[18] vor Augen. Er zieht in Vers 32 die Schlußfolgerung, das Menschen, welche bewußt gegen die Gebote Gottes verstoßen, den Tod verdient hätten:

16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen.
17 Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: "Der Gerechte aber wird aus Glauben leben."

18 Denn es wird offenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten,
19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart.
20 Denn sein unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut, damit sie ohne Entschuldigung seien;
21 weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
22 Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden
23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes verwandelt in das Gleichnis eines Bildes vom vergänglichen Menschen und von Vögeln und von vierfüßigen und kriechenden Tieren.
24 Darum hat Gott sie dahingegeben in den Begierden ihrer Herzen in die Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden,
25 sie, welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben statt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen.
26 Deswegen hat Gott sie dahingegeben in schändliche Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr in den unnatürlichen verwandelt,
27 und ebenso haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen, sind in ihrer Begierde zueinander entbrannt, indem die Männer mit Männern Schande trieben, und empfingen den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst.
28 Und wie sie es nicht für gut fanden, Gott in der Erkenntnis festzuhalten, hat Gott sie dahingegeben in einen verworfenen Sinn, zu tun, was sich nicht ziemt:
29 erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; Verbreiter übler Nachrede,
30 Verleumder, Gotteshasser, Gewalttäter, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, den Eltern Ungehorsame,
31 Unverständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige.
32 Obwohl sie Gottes Rechtsforderung erkennen, dass die, die so etwas tun, des Todes würdig sind, üben sie es nicht allein aus, sondern haben auch Wohlgefallen an denen, die es tun.

– Römer 1,18-32/ Elberfelder Übers.[19]

Hier knüpft Paulus, vielleicht unbewußt, auch an die jüdischen Regeln für Ehe und Keuschheit im 3. Buch Mose, Kap. 18[20] an. Auch diese Keuschheitsgesetze gelten, gemäß der Bergpredigt von Jesus Christus (s. Matthäus 5,17-19[21], für die Nachfolger seines Glaubens weiterhin.

Dass hier nicht alle alten jüdischen Gesetze gleichermaßen auch für die Christen gelten, hat der Apostel Petrus während des Apostelskonzils in Jerusalem deutlich gemacht[22].

5.4 Zinsen im Alten Testament

Das Zinsverbot erstreckt sich vom Alten Testament, im Buch Exodus und Levitikus, bis hin zu Aussagen des Heiligen Stuhls. Noch 1745 wandte sich Papst Benedikt XIV. in der an die hohe Geistlichkeit Italiens adressierte Enzyklika Vix pervenit entschieden gegen den Zins und hielt dies In § 3, Absatz I fest.

Das Zinsverbot hatte im Mittelalter zur Folge, dass Juden, die den Verboten der christlichen Kirche nicht direkt unterlagen, zeitweise die einzigen waren, die gewerbsmäßig Geld verleihen durften. Da ihnen außerdem die Ausübung eines Handwerks verboten war, waren sie häufig als Geldverleiher aktiv. Der Geldverleiher ist beim Schuldner natürlich selten beliebt, was in Folge einer der Gründe für den mittelalterlichen Antijudaismus und späteren Antisemitismus war.[23]

6 Ursprung der Gesetze und Kultur

Die kanonischen Gesetze, die auf die Urbibel gründen, haben viele Regelungen kodifiziert. Nach allgemeiner Auffassung ist strittig, inwieweit das Christentum Einfluss auf unsere Kultur genommen hat. Man kann allerdings annehmen, dass das Völkerrecht auf das Naturrecht und dessen Bräuche abstützt. Deutlich wird das, weil das sog. Göttliche Recht als eine wichtige Quelle in der Naturrechtslehre angesehen wird. Nach Johannes Messmer ist das Naturrecht nicht etwas festes, was immer einer vorgefestigten Moral folgt, es ist vielmehr dem zeitlichen Wandel der Moral unterlegen. Der menschliche Teil des Naturrechtes wird daher bis auf die Grundzüge der sog. "Personnatur des Menschen" als veränderlich angesehen.

7 Umstrittene Religionsgemeinschaften, die dem Christentum nahe stehen

Insbesondere die Mormonen mir ihrer strengen Morallehre gelten von nicht allen als Christen anerkannt. Vielfach wird argumentiert, dass die Mormonen viele Götter zulassen, was der Dreifaltigkeitslehre widerspricht. [24]

8 Entstehung und Geschichte der ersten Kirchen

Inwieweit Jesus das heutige Kirchensystem wollte, ist in der Wissenschaft umstritten. Der Bibelwissenschaftler und Professor für katholische Theologie, Herbert Haag sagte, dass Jesus keine Kirche wollte.

"Ich hasse und verschmähe eure Feste und mag eure Feiern nicht riechen. Denn wenn ihr mir Brandopfer darbringt, so habe ich keinen Gefallen an euren Gaben, und das Opfer eurer Mastkälber sehe ich nicht an." Amos5,21 EU Weiterhin steht geschrieben:

„Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brüder."“

In Mt Kap. 23 Vers 8 betrachtete Jesus seine Ideologie als liebesideologische Grundsätze. Weitere Hinweise ergeben sich auf Apg,3,1

Jesus wollte daher nach liberalen Auslegern offenbar keine eigene Kirche.[25] So hat Jesus nach Ansicht Eugen Drewermann weder die Ehe noch die Beichte als Sakrament eingeführt:

„SPIEGEL: Nach katholischer Lehre hat Jesus alle sieben Sakramente der Kirche eingesetzt: Taufe, Eucharistie oder Abendmahl, Firmung, Priesterweihe, Krankensalbung, Beichte und Ehe.
DREWERMANN: Jesus hat mit Sicherheit kein einziges Sakrament eingesetzt, wie heute ziemlich alle Theologen wissen. “[26]

Auch die Aussage im Hinblick zur Exegese auf Paulus scheint fehlerhaft zu sein:

„SPIEGEL: Diese Worte stehen fast gleichlautend in den ersten drei Evangelien und bei Paulus. Und so wird es katholischen Christen bis heute in jeder Messe mit den sogenannten Wandlungsworten verkündet. Warum ist es ausgeschlossen, daß Jesus dies gesagt hat? ..“

Wenn Paulus nun meint, dass Jesus für diese Dinge war, zweifeln dies einige Theologen heute an, dies untermauert ein weiteres mal die Kritik an Paulus, der Jesus niemals kennengelernt hatte. Weiterhin wird gesagt, dass es Jesus um eine ideologische Erneuerung ging, er hat dies treffend durchgeführt

„Seine revolutionäre Tat war es, daß er Zöllner und öffentliche Sünder zur Gemeinschaft mit Gott einlud. Insofern ist es aberwitzig, daß die katholische Kirche das Sakrament der Eucharistie, also die Kommunion in der Messe, allen Nichtkatholiken und sogar vielen Katholiken verweigert, Geschiedenen zum Beispiel. Jesus hat niemanden aus seiner Gemeinschaft ausgeschlossen, die katholische Kirche schließt jeden aus, der nicht das glaubt und tut, was sie vorschreibt.“

Die Entwicklung der Kirchen wurde dann erstmals von Paulus mit seinen Glaubensgrundsätzen hergeleitet. Im ersten Konzil von Nicäa wurden dann die Grundsätze "Jesu Christi" mit Aufwertung zum Trinitismus, also der Trinitätslehre auf eine Stufe zum Wort Gottes erhoben. Dies war insofern von Bedeutung, als die Grundsätze Jesu nunmehr in kirchliches Recht einflossen und somit der nächste Grundstein einer Frühkirche geschaffen wurde. Den Ausschlag zum Konzil im Jahre 325, der vom römischen Kaiser Konstantin dem Ersten eingerufen wurde und an dem teilweise bis zu 318 Bischöfe teilnahmen, gab der Kaier selbst. Obwohl die arianischen Bischöfe in der Mehrheit waren, entschied der Kaiser sich für den Trinitismus. Eine spätere Würdigung fand das Konzil dann beim ersten Konzil zu Konstantinopel.

Obwohl es bis ins 6. Jahrhundert Streitigkeiten gab, befand die Bibel schon von Anfang an die Trinitität als vorgegeben. In Mt28,19-20 steht geschrieben:

„Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, indem ihr diese tauft auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und sie lehrt, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe.“

Hinzu kommen die gnostischen Einschätzungen und die Ansicht, dass nach dem Judasevangelium der jüdische Gott der falsche sei. Die darauffolgende Christianierung war nicht selten blutig. Es gab zumindest sehr viel Druck, insbesondere im heutigen deutschen Staatsgebiet, das Christentum von Rom anzuerkennen. Im 7. Jahrhundert wurde dann England von Iro-schottischen Missionaren christiansiert. Auf der Synode von Whitby im Jahre 664 wurde dann zugunsten des römischen Modells entschieden. Bonifatius spielte dabei auf dem Kontinent eine große Rolle: Die auf dem gallischen Konzil von Autun verbreitete Auffassung an die keltischen Christen, die von Benedikt betrieben wurde, sollte die iroschottische Regel verdrängen, wobei stärkster Widerstand in Bayern vorhanden war. Die Sachsen wurden unter Karl dem Großen im 9. Jahrhrundert zum Christentum gezwungen. Der Nordosten Deutschland kam zuletzt zum Christentum, nämlich im 10. Jahrhudnert. In der Zeit des Mittelalters gab es dann Hexenverbrennungen und andere dunkle Epochen in der Zeit der Kirche.

Die katholische Kirche hatte ihre erste Kirche in Antiochien, dass auch durch das geh. Markusevangelium in der heutigen Zeit einige Bekanntheit erlangte. In der dann folgenden Zeit der Reformation gab es diverse Abspaltungen, z.B. auch die Anglikaner. In der Zeit des Nationalsozialismusses spielten die katholische und protestantische Kirche eine nicht unbedingt rühmliche Rolle.

Nach der Zeit des Nationalsozialimus wurde mit dem zweiten Vatikanischen Konzil dann die Öffnung der katholischen zu den anderen Glaubensrichtungen vorangetrieben. Mit dem Dignitatis humanae wurde erstmals erklärt, dass die Kirche sich nicht in weltliche staatliche Dinge einmischen wolle und dass sich die jeweils gewählten freien Politiker auch nicht verpflichtet fühlen müssen, dies zu tun. Außer bei den sog. Sakramenten spielt dies keine Rolle mehr, der Katholozismus sieht daher den Absolutheitsanspruch nur noch bei den sakramental ausgestatteten Kirchen.

Als revolutionär wird dies auch deswegen gewertet, weil somit die Kirche zugibt, dass Weisungen Gottes im weltlichen Bereich anders ausgelegt werden können, auch die Achtung der Religionsfreiheit unterstrich die Kirche mit dem im Jahre 1965 gefassten Werk Lumen Gentium, dass viel Zuspruch erfuhr. Die Macht der Kirche wurde somit in den 60er Jahren deutlich eingeschränkt, wenngleich das Recht "mitreden" zu dürfen im Gaudium et spes ausgebaut wurde. Deutlich wird diese Haltung auch daran dass der Erzbischof Zollitsch erstmals die "Erlaubnis" für eine "bürgerliche", wenngleich nicht heilige Form der eimgetragenen Partnerschaft gegeben hatte und dies mit den bislang aus seiner Sicht mangelden theoligischen Begründungen zur Ablehnung begründete. Kardinal Meissner ging daraufhin auf Distanz zu Zollitsch.[27] Zollitsch sprach dabei von "Veranlagung" und "Realität", der Staat kann nach seinen Ausführungen Regelungen für Homosexuelle treffen. Den Begriff der Ehe hält er allerdings für falsch,"weil damit suggeriert wird, dass da etwas mit der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt wird."[28]

Seit der Zeit von Papst Benedikt XVI. beobachtet man wieder eine Verschärfung in Fragen von Homosexualität, Rolle der Frau in der Kirche und der Ökumene. Papst Franziskus wiederum scheint die Zügel etwas zu lockern.

9 Soziale Projekte der Kirchen

In den verschiedenen Kirchen gibt es verschiedene soziale Einrichtungen, wie in der römisch-katholischen Kirche die Caritas oder die Diakonie in der evangelischen Kirche. Eine große Gemeinschaft bildet der römisch-katholische Pallottiner-Orden, sie haben mittlerweile auf jedem Kontinent einen "Stützpunkt". [29]

10 Rolle von Paulus

Paulus verstand sich darin, das Christentum aufzubauen, mit seinen Paulusbriefen. Zu erwähnen wären die Galaterbriefe, die er wahrscheinlich nicht selbst verfasste, sowie der Brief des Timotheus als auch seine Originalschriften an die Römer. Zurückblickend auf das was Jesus mit seinen 12 Aposteln wollte, interpretierte Paulus da einiges hinein. Einwandfrei belegt sind nur die 12 Apostel, die Jesus direkt kannten. In der Bibel findet sich zudem zu den Jüngern im Gegensatz zu den Aposteln nur ein Verweis, die Jünger, die Jesus angeblich versandte, finden sich nur im umstrittenen Lukasevangelium, das erst etwas später entstand. Diese siebzig oder 72 Jünger sind in LK 10,1 erwähnt.

Als besonders erwähnenswert gelten die Apostel Matthäus und Johannes, beide haben im Gegensatz zu anderen auch Evangelien verfasst. Hervorzuheben ist insbesondere das Johannesevangelium, in dem vom "Lieblingsjünger Johannes berichtet wird und der Autor Johannes selbst war. Dies ist allerdings in der Forschung umstritten.

Besonders die Stelle der Sünden im Johannesevangelium scheint nach Ansicht einiger Gelehrter als "nachträglich" eingebaut, insbesondere im Abschnitt 7,53–8,1 ist dies vorzufinden.[30]

Als Verfasser des Johannesevangelium gilt der Apostel Johannes selbst.[31]

Der Evangelist Lukas, sowie Saulus bzw. Paulus von Tarsus sollen sich seinerzeit auch gekannt haben. Es kann als gesichert angesehen werden, dass sich weder Paulus noch Jesus direkt kannten, als auch, dass es keine Bibelstelle gibt, die Jesus Wort im Bezug zu den 72 Jüngern verkündete. Die Apostelgeschichte, die angeblich auch von Lukas stammen soll, ist zudem viel später verfasst worden, was den Anschein noch verstärkt. Die Datierung liegt bei ca. 90 n. Christus.

Lukas war ein Evangelist aus dem NT, neuere Forschungen belegen, dass gerade dieser Lukas nicht diesebe Person ist, die die Apostelgeschichte des Lukas und das Lukasevangelium verfasst hat.[32], wohingegen andere davon ausgehen, dass Lukas beide kanonischen Teile verfasst hat.[33]

Nach Aussage von Eusebius und anderen ist dann auch der Evangelist Lukas, der, der Paulus als lieben Freund bezeichnete und in den Apostelgeschichten direkt vorkommt. Es kann hier also von einem interessanten Dreiecksverhältnis oder einer Art frühchristlichen Club gesprochen werden, was sich in Phlm 24 und in Kol 4,14, sowie in 2 Tim 4,11 niedergeschlagen hat. Die Rolle von Lukas ist hierbei auch nicht völlig geklärt, Lukas sagt selber in einem Prolog, dass er kein Augenzeuge von Jesus war. Hinsichtlich des Verhältnisses von Paulus und Lukas gibt es Meinungen, die von keiner persönlicher Bekanntschaft ausgehen, ausgehend von so gravierenden Unterschieden in den Paulusbriefen und der Apostelgeschichte, muss man dies wohl zwingend annehmen. Hinsichtlich dessen bleibt die genaue Rolle des Paulus von Tarsus weitgehend ungeklärt, sowie der Autoren der Apostelgeschichte und des Lukasevangeliums. Als weitgehend authentisch hingegen wird das Johannesevangelium eingestuft, Johannes, der einer der zwölf Apostel war, kannte offenbar Jesus auch persönlich und Jesus hatte ihn auch auserkoren, seine Botschaft zu verkünden.

11 Verhältnis zum Judentum

Das Judentum ist im Gegensatz zum Christentum keine beendete Religion, durch ein Synhedrion können mündliche Elemente des Judentums moderner interpretiert werden.

12 Quellen

Siehe auch: Völkerrechtsklausel Kanonisches Recht Generalversammlung der Vereinten Nationen

13 Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Religionen in Zahlen
  2. Dieses hat besonders für evangelische Christen eine zentrale Bedeutung: Der Reformator Martin Luther erkannte, anhand der Aussage des Apostels Paulus im Brief an die Römer (Kap. 3,28/ Luther), dass ein Mensch allein durch den Glauben gerecht werde. Hinzu kommt, dass Jesus mit dem Gebot der Nächstenliebe (Matthäus 22,37-40/ Luther) und der Goldenen Regel (Matthäus 7,12ff./ Luther) (s.a. die "Die goldene Regel" anderer Religionen: "www.geistigenahrung.org: "DIE GOLDENE REGEL") des Christentums, hier neben dem Glauben, Regeln aufstellte. Martin Luther legte seinen Schwerpunkt auf den Glaubensteil, was aber der Ansicht der katholischen Kirche widersprach, da sie der Meinung war, dasss der Ablasshandel als Beispiel legitim sei.
    Siehe dazu auch: "evangelisch.de: Das zentrale Symbol von Martin Luthers Reformation"
  3. Matthäus 22, 39/ Einheitsübersetzung
  4. Matthäus Kap.5 - Kap. 7/ Einheitsübersetzung
  5. Matthäus 5, 17/ Einheitsübersetzung
  6. Matthäus 5, 18-19/ Einheitsübersetzung
  7. s. Abschnitt "Christliche Ausrichtungen"
  8. D. Chwolson: Die Blutanklage und sonstige mittelalterliche Beschuldigungen der Juden- Eine historische Untersuchung nach den Quellen. Frankfurt a. M: J. Kauffmann Verlag. 1901 S. 46.
  9. An dieser Stelle setzt Chwolson eine erklärende Fußnote: "Jos. Fl. Antiq. XVIII,3,3. Ueber die Echtheit oder Unechheit dieser Stelle ist eine ganze Bibliothek zusammengeschrieben worden, worüberbei Schürer, Gesch. d. jüd. Volkes im Zeitalter Jesu Christi, 2. Ausg. Bd. I p. 455 ff, Näheres nachzulesen ist. Dass Josephus die Stelle nicht so geschrieben haben kann, wie sie in unseren Ausgaben - auch in alten Handschriften des Josephus sowie in alten Citaten bei Kirchenvätern - lautet, kann kaum zweifelhaft sein. Aber immerhin kann und, wie ich glaube, muss sie von ihm herrühren, nur muss man die hier eingeschlossenen Worte als spätere Interpolation eines Christen sehen. In ndiesem Sinne hat sich auch Alfr. v. Gutschmid (Gesamm. Schriften, Bd. IV, p. 352 f.) ausgesprochen, der in den von uns nicht eingeklammerten Sätzen echt josephinische Redewendungen findet. Josephus, der sich so symphatisch über Johannes den Täufer und über Jacobus, den Bruder des Herrn, ausspricht und der es oft der Mühe werth findet, über ganz unbedeutende Ereignisse zu berichten, sollte die Hinrichtung Christi, der doch sicher viel Anhang gefunden hat, ganz mit Stillschweigen übergangen haben! Ich halte dies für mehr als unwahrscheinlich. Die unter den christlichen Theologen herrschende grundfalsche Anschauung über das Verhältniss der Pharisäer zu Christus und dessen Anhänger während des 1. christl. Jahrh. ist die Hauptursache, weshalb man jenes Zeugniss des Josephus für unecht erklärt. man wendet gegen die Echtheit ein: Der "Jude" und "Pharisäer" Josephus konnte doch unmöglich so von Christus gesprochen haben, selbst wenn man zugesteht, dass die angeführte Stelle Interpolationen enthält. Ich habe aber oben und noch mehr in meinem Buche: "Das letzte Passahmahl Christi" nachgewiesen, dass die Pharisäer weder gegen Christus, noch gegen seine Anhänger während des 1. christl. Jahrh. feindlich gesinnt waren und dass die Reibungen zwischen den letzteren und den ersteren erst mit dem Anfang des 2. christl. Jahrh. begonnen haben, als in Palästina juden-christliche häretische Secten mit dualistischen Lehren sich gebildet hatten.
  10. http://www.bibleserver.com/text/ELB/3.Mose18.22
  11. vergleiche Werner Roland: "Homosexualität"; in Helmut Burckhardt: Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde, Band II, Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1993, S. 931
  12. Matthäus 22, 37-40/ Einheitsübersetzung
  13. "Reformierter Bund in Deutschland: Bibelkunde - Hauptteil II, Paulus: 2. Briefe"
  14. "Bibelpastorale Arbeitsstelle im Seelsorgeamt der Diözese Regensburg: Die echten Paulusbriefe"
  15. Lexikon - Bibel - Zitate -- Auslese für das 21. Jahrhundert von Ernst Lautenbauch - Iudicum Verlag GmbH München 2006, ISBN 3-89129-789-0; ebd. S. 90
  16. Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie. - In Verbindung mit mehreren Gelehrten herausgegeben von A. Hilgenfeld; Halle 1862; ebd. S. 225
  17. Prof. Dr. Theobald hat eine Professur an der Universität Tübingen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Neutestamentlichen Passionserzählungen, Johannesevangelium sowie die neutestamentliche Briefliteratur (Römerbrief, Epheserbrief, Pastoralbriefe). Zum Themenbereich Homosexualität - welches hier hervorgehoben werden soll - hat Prof. Dr. Theobald, gemäß chronologischer Liste der Universität Tübingen seiner Veröffentlichungen, eine einzige Arbeit verfasst:
    111) Biblische Weisungen zur Homosexualität? Plädoyer für einen vernünftigen Umgang mit der Heiligen Schrift: WuA (M) 39 (1998) 92-94.
  18. s. dazu Abschnitt-Überschrift der Luther-Übersetzung von Römer 1,18-32
  19. Römer 1,18-32/ Elberfelder Übers.
  20. 3. Mose 18/ Elberfelder Übers.
  21. Matthäus 5,17-19/ Elberfelder Übers.
  22. Apostelgesch. 15, V. 1-21/ Einheitsübers.
  23. s. dazu auch den PlusPedia-Artikel Geschichte der Judenverfolgung im Mittelalter/ Spätmittelalter Teil 2#Bauern verfolgen Juden - Hostienschändung in Deggendorf - "König Armleder" verfolgt die Juden bzw. Geschichte der Judenverfolgung im Mittelalter/ Spätmittelalter Teil 2#Die "Goldene Bulle" stellt die Juden unter Schutz - in Prag werden 3000 Juden erschlagen
  24. Mormomentum und Polytheismus in Mormonismus-Online.de
  25. Spiegel Online Jesus wollte diese Kirche nichtInterview mit dem ren. Theologen Eugen Drewermann
  26. Aussage Spiegel Online;Erster des o.g Spiegel Interviews
  27. Kirchenvolksbewegung Wir sind Deutschland Zollitsch und Meissner
  28. Peter Wensierski, Stefan Berg: Es wäre eine Revolution. In: Der Spiegel. Nr. 8, 2008, S. 54–55 (Gespräch mit Erzbischof Robert Zollitsch,
  29. Pallottiner
  30. Vor allem an folgenden Stellen: Joh13 23ff, Joh 19 26f, Joh 20 2ff; der Lieblingsjünger ist vielleicht auch noch Joh 1 35–40 und Joh 18 15f gemeint
  31. Sieh auch in WPS. R. Nordsieck, Johannes, 3ff.120ff; G. Keil, Johannesevangelium, 175f.180f.240ff; A. Stimpfle, Blinde sehen, 128f.143f; M.W.G. Stibbe, John as Storyteller, 81ff u.a. zur Identifikation mit dem „Lazarus“. Auch R. Steiner sah in Lazarus den Lieblingsjünger.
  32. Brown, Raymond E. (1997). Introduction to the New Testament. New York: Anchor Bible. S. 267–8
  33. Udo Schnelle: The History and Theology of the New Testament Writings, S. 259

14 Siehe auch

15 Andere Lexika