Beifuß

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Der Beifuß (Artemisia vulgaris L.) ist eine krautige Pflanze, die kosmopolitisch (über den ganzen Erdball verteilt) vorkommt. Die anspruchslose, überall wild wachsende Pflanze findet vorzugsweise Verwendung in der Küche als Würzkraut für fette und damit schwer verdauliche Speisen, in geringerem Maße auch als Heilkraut und Wildgemüse.

Austrieb im Frühjahr

1 Beschreibung

  • Höhe: bis 100 cm, einige Arten bis 250 cm
  • Blütenfarbe: rotbraun
  • Blüte: zahlreiche Blütenköpfchen aufgereiht an den zahlreichen Zweigen
  • Blütezeit: Ende August-Oktober
  • Blätter: unscheinbar mittelgrün, unten silbrig-behaart
  • Geruch: aromatisch
  • Geschmack: jung aromatisch, älter bitter
  • Habitat: kosmopolitisch, Ruderalpflanze, anspruchslos auf zahlreichen Standorten vorkommend, Hecken, Wegränder, Schuttflächen, Brachen
  • Verbreitung: Europa bis Sibirien, Nordafrika

2 Wirkungen

Wichtigste Inhaltsstoffe sind die Bitterstoffe des Beifußes, die Leber und Galle sowie die Speichelproduktion anregen und damit die Fettverdauung fördern.

3 Verwendung

Bei Füllungen und Würzungen fetter Speisen, z.B. bei der Würzung von Schmalzzubereitungen und bei der Füllung von Gänsen und Enten, in der orientalischen Küche bei Füllungen und zum Würzen von Reiskuchen.

4 Rezepte

  • Klares Schweineschmalz
 250g klares Schweineschmalz
 1 Apfel
 1 mittlere Zwiebel
 3-4 Stiele Thymian
 3-4 Stiele Beifuß
 Salz, Pfeffer

Schmalz in einem Topf auslassen, die fein gewürfelte Zwiebel, das Thymian- und das Beifuß- Sträußchen zugeben, aufkochen. Sobald die Zwiebel glasig zu werden beginnt, den geschälten und entkernten Apfel in kleinen Würfeln zugeben und mitkochen. Mit Salz und Pfeffer würzen und nach Ende des Kochprozesses die Kräutersträuße herausnehmen.

Nach dem Erkalten aber vor dem Erstarren des Schmalzes in kleine Glas- oder Keramikförmchen füllen, erkalten lassen und ggf. mit kleinen Stoffstücken aus buntkariertem Leinen zubinden.

5 Andere Enzyklopädien