Angela Merkel: Unterschied zwischen den Versionen

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Angela Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg als erstes Kind des Pfarrers Horst Kasner (* 1926 als Horst Kazmierczak, † 2011)<ref>[http://www.welt.de/politik/deutschland/article114407379/Kanzlerin-Angela-Merkel-ist-zu-einem-Viertel-Polin.html Kanzlerin Angela Merkel ist zu einem Viertel Polin], Welt, 13. März 2013. „Angela Merkel, geborene Kasner, hätte mit Geburtsnamen beinahe Angela Kazmierczak geheißen - wenn ihr polnischer Großvater Ludwig Kazmierczak nicht 1930 seinen Namen in ‚Kasner‘ geändert hätte.“</ref> und seiner Ehefrau Herlind, geb. Jentsch (* 8. Juli 1928 in Elbing/Westpreußen) geboren.<ref>Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung: ''[http://www.n-ost.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=540&Itemid=106 Eine polnische Stadt im Angela-Merkel-Fieber].'' 4. November 2005</ref> Horst Kasner hatte zunächst in [[Heidelberg]] und anschließend in [[Universität Hamburg|Hamburg]] Theologie studiert, seine Frau war Lehrerin für [[Latein]] und [[Englisch]].
 
Angela Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg als erstes Kind des Pfarrers Horst Kasner (* 1926 als Horst Kazmierczak, † 2011)<ref>[http://www.welt.de/politik/deutschland/article114407379/Kanzlerin-Angela-Merkel-ist-zu-einem-Viertel-Polin.html Kanzlerin Angela Merkel ist zu einem Viertel Polin], Welt, 13. März 2013. „Angela Merkel, geborene Kasner, hätte mit Geburtsnamen beinahe Angela Kazmierczak geheißen - wenn ihr polnischer Großvater Ludwig Kazmierczak nicht 1930 seinen Namen in ‚Kasner‘ geändert hätte.“</ref> und seiner Ehefrau Herlind, geb. Jentsch (* 8. Juli 1928 in Elbing/Westpreußen) geboren.<ref>Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung: ''[http://www.n-ost.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=540&Itemid=106 Eine polnische Stadt im Angela-Merkel-Fieber].'' 4. November 2005</ref> Horst Kasner hatte zunächst in [[Heidelberg]] und anschließend in [[Universität Hamburg|Hamburg]] Theologie studiert, seine Frau war Lehrerin für [[Latein]] und [[Englisch]].
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Knapp verteidigte die Große Koalition die Mehrheit bei der Bundestagswahl 2017. Martin Schulz holte deutlich weniger Stimmen als Angela Merkel. Durch den Einzug der [[AfD]] und der FDP blieben folgende Koalitionsmöglichkeiten übrig:
 
Knapp verteidigte die Große Koalition die Mehrheit bei der Bundestagswahl 2017. Martin Schulz holte deutlich weniger Stimmen als Angela Merkel. Durch den Einzug der [[AfD]] und der FDP blieben folgende Koalitionsmöglichkeiten übrig:

Aktuelle Version vom 12. Februar 2019, 07:10 Uhr

Profil.png Profil: Angela Merkel
Namen Angela Dorothea Kasner (Geburtsname)
Beruf Bundeskanzler
Persönliche Daten
17. Juli 1954
Hamburg


Merkel im Gespräch mit der damaligen brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff

Angela Dorothea Merkel (* 17. Juli 1954 in Hamburg als Angela Dorothea Kasner)[1] ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit dem 22. November 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Vom 10. April 2000 bis zum 7. Dezember 2018 war sie CDU-Vorsitzende. Im Oktober 2018 hatte sie erklärt, sich spätestens mit Ablauf der Legislaturperiode 2021 aus der Politik zurückzuziehen.

1 Vita

1.1 Privates

1.1.1 Ist Merkel ein Reptiloide?

Es gibt Hinweise darauf dass Angela Merkel ein Reptiloide ist. Diese extraterrestrischen Wesen tarnen sich in Menschengestalt und wollen die Menschheit manipulieren und vernichten. [2] [3]

1.1.2 Elternhaus und frühe Kindheit (1954–1960)

Angela Merkel wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg als erstes Kind des Pfarrers Horst Kasner (* 1926 als Horst Kazmierczak, † 2011)[4] und seiner Ehefrau Herlind, geb. Jentsch (* 8. Juli 1928 in Elbing/Westpreußen) geboren.[5] Horst Kasner hatte zunächst in Heidelberg und anschließend in Hamburg Theologie studiert, seine Frau war Lehrerin für Latein und Englisch.

Einige Wochen nach der Geburt Angelas im Jahr 1954 siedelte die Familie Kasner von Hamburg in die damalige DDR über. Für die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg trat Kasner eine Pfarrerstelle im Dorf Quitzow (heute ca. 350 Einwohner) an. Die Familie wohnte im dortigen Pfarrhaus. Drei Jahre später, 1957, wechselte Horst Kasner dauerhaft in die uckermärkische Kreisstadt Templin. Dort beteiligte er sich am Aufbau einer innerkirchlichen Weiterbildungsstelle. Am 7. Juli 1957 wurde Angelas Bruder Marcus geboren, am 19. August 1964 ihre Schwester Irene.

Horst Kasner arbeitete in Templin nicht mehr als Gemeindepfarrer, sondern als Leiter des Pastoralkollegs – eine wichtige Position innerhalb der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. Kasner galt als ein Kirchenmann, der nicht in Opposition zur DDR-Regierung und zur Kirchenpolitik der SED stand. Er war Mitglied im Weißenseer Arbeitskreis und galt aus Sicht der Staatsführung als eine der „progressiven“ Kräfte innerhalb der Kirche. Die Kasners hatten gewisse Privilegien wie Westreisen, allerdings wurde Herlind Kasner die Tätigkeit im DDR-Schuldienst verwehrt. Die Lehrerin nutzte ihre Zeit für die Betreuung der eigenen Kinder, daher besuchte Angela Merkel weder die Kinderkrippe (Kindergarten für Kinder unter drei Jahren in der DDR) noch einen Hort.

Der Vater, der zu DDR-Zeiten mit dem Sozialismus sympathisierte, schloß sich in der Wendezeit 1989 dem Neuen Forum an. Merkels Bruder wurde Mitglied beim BÜNDNIS 90, trat aber nach dem Zusammenschluß mit den westdeutschen Grünen wieder aus. Ihre Mutter blieb lange Zeit bei der SPD engagiert.

Angela Merkel mit US-Präsident George W. Bush in Stralsund (2006)

1.2 Angela Merkel und die DDR

Angela Merkel war während ihrer Zeit an der Akademie in der FDJ als Kreisleitungsmitglied und "Sekretärin für Agitation und Propaganda" tätig.[6] Merkel selbst bezeichnet ihre Funktionärstätigkeit als "Kulturarbeit", die ihr laut einem Interview mit Günter Gaus aus dem Jahr 1992 "Spaß gemacht hat". Darüber hinaus war sie politisch nicht aktiv, weder in der SED noch in einer der DDR-Blockparteien.

Etwa einen Monat nach der Wende im November 1989 schloss sich Merkel dem neu gegründeten, von der CDU unterstützen, "Demokratischen Aufbruch" (DA) an. Dort arbeitete sie zunächst im Dezember 1989 unentgeltlich als Systemadministratorin, ab Februar 1990 dann als Sachbearbeiterin in der persönlichen Arbeitsumgebung des DA-Vorsitzenden Wolfgang Schnur in der Ost-Berliner Geschäftsstelle und schließlich als Pressesprecherin des Bündnisses.[7] Schnur war zu dieser Zeit bereits über 20 Jahre lang Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi.[8] Noch während seiner Amtszeit als DA-Vorsitzender pflegte Schnur enge Kontakte zu ehemaligen Mitarbeitern der Stasi. Nach Bekanntwerden von Schnurs Stasi-Tätigkeit und dessen anschließendem Rauswurf wurde Angela Merkel Vorsitzende dieser Bewegung.[9]

Laut Merkels Biograf Gerd Langguth haben sich viele ihrer Freunde und Bekannten aus den 1970er und den 1980er Jahren irritiert darüber geäußert, dass sie letztendlich CDU-Politikerin wurde, da sie eine weltanschauliche Nähe zu den Grünen vermuteten.[10]

Im Vorfeld der letzten und ersten freien Volkskammerwahl schloss sich der Demokratische Aufbruch auf Druck Bundeskanzler Helmut Kohls dem Wahlbündnis "Allianz für Deutschland" an. Der DA nahm darin als neu gegründete Partei eine Schlüsselstellung für die West-CDU ein: Helmut Kohl, der damalige CDU-Vorsitzende, wollte nicht allein auf die Ost-CDU (eine ehemalige Blockpartei) oder die der Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) nahestehende Deutsche Soziale Union (DSU) setzen.

Nach der Volkskammerwahl 1990 trat Merkel in die Regierung der Großen Koalition aus Allianz für Deutschland, (DDR-SPD, und dem "Bund Freier Demokraten") unter Lothar de Maiziere ein und wurde Regierungsprecherin. Auch beteiligte sie sich an den 2 + 4-Gesprächen, um, wie sie sagte, "einen massiven Exodus von Ost nach West" zu verhindern.

Die DDR wurde mit der BRD und parallel dazu der DA mit der CDU vereinigt. Durch die Vermittlung von Günther Krause, der Landesvorsitzender der CDU in Mecklenburg-Vorpommern war, trat Merkel im Bundestagswahlkreis Stralsund-Rügen-Grimmen als Direktkandidatin an. Gleichzeitig wurde sie auf Platz 6 der Landesliste als Listenkandidatin gesetzt.

1.3 Zitate

  • 02.10.2010: In Südafrika, vor dem Viertelfinale Argentinien-Deutschland: Vor dem Spiel war sie in einer Township in Kapstadt. „Messi, Messi“, haben die Buben gerufen, bekleidet mit argentinischen Trikots. „Kinder“, hat sie zu ihnen gesagt, „auch wir haben tolle Spieler, ihr werdet es sehen.“[11]

1.4 Politik/Politische Positionen

Zum Irak erklärte sie 2003: "Die Bedrohung durch Saddam Hussein und seine Massenvernichtungswaffen ist real" [12]

2010 setzte sie Christian Wulff als Bundespräsidenten gegen Joachim Gauck durch. Anfang 2011 stand sie zu Karl-Theodor zu Guttenberg bis er von sich aus zurücktrat. Mit seinem Rücktritt schien sie nicht glücklich zu sein. Sie sagte noch im Februar: "Ich habe einen Verteidigungsminister berufen, keinen Doktor oder wissenschaftlichen Mitarbeiter." [13]

Von Dezember 2011 bis Februar 2012 hielt sie bis zum Rücktritt zu Christian Wulff, obwohl die Vorwürfe zunehmend schwerwiegender und das Amt und den Bundespräsidenten belastender wurden: So am 14. Dezember 2011, als die Vorwürfe erstmalig publik wurden.[14] Am 22. Dezember 2011 wurde vom Pressesprecher verlesen: "Die Worte des Bundespräsidenten stehen für sich. Ihnen ist nichts hinzuzufügen."[15] Einige Tage vor dem Rücktritt vertraute sie Wulff noch immer. Am 27. Januar sagte sie:"Unser Bundespräsident wird viele weitere wichtige Akzente für unser Land und unser Zusammenleben setzen."[16] Zu den Affären erklärte sie: "Der Bundespräsident hat Transparenz geschaffen, er hat Hunderte von Fragen beantwortet und auch zu sehr privaten Vorgängen Auskunft gegeben."[17]

2012 musste Angela Merkel bei der Nominierung des Bundespräsidenten nachgeben, nachdem sich die FDP für den Kandidaten der Opposition Joachim Gauck ausgesprochen hatte.[18] Sie wurde dennoch von vielen Journalisten als Prototyp der Unbestechlichkeit dargestellt.

1.4.1 Flüchtlingspolitik 2015

Angela Merkel wird für ihre Flüchtlingspolitik extrem angefeindet. Sie wird beschuldigt Gesetze gebrochen zu haben, die Grenzen geöffnet zu haben, Flüchtlinge und insbesondere Kriminelle eingeladen zu haben. Es geht sogar soweit, dass Morde und Vergewaltigungen von Flüchtlingen Angela Merkel persönlich angelastet werden. Bei näherer Betrachtung ist nichts davon wirklich wahr. Die Anzeigen bei den Staatsanwaltschaften kamen nie zu Gerichtsverfahren. Die AfD im Bundestag hat versucht, gegen die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel zu klagen. Doch die Richter in Karlsruhe wiesen alle Anträge als unzulässig ab.[20]

Tatsächlich hat Angela Merkel am 16. Oktber 2010 Multikulti für gescheitert erklärt. [21]

Dass Angela Merkel alles andere ist als die großzügige Flüchtlingsmama ist, zeigen beispielsweise folgende Aussagen: [22]

  • Am 30. Oktober 2000 hatte Merkel noch im Bundestag steif und fest behauptet, „dass die multikulturelle Gesellschaft keine lebensfähige Form des Zusammenlebens ist.“
  • Damit stimmte sie damals ihren damalige Parteikollegen wie Roland Koch (CDU) und Friedrich Merz (CDU) zu. Merz hatte gefordert, dass man von den Zuwanderern eine Assimilation an die deutsche Leitkultur brauche. Und Koch hatte erklärt: „Wir sind keine beliebige Kultur. Sondern wie leben hier in der Bundesrepublik Deutschland, mit unseren Regeln, Gebräuchen [… usw …].“
  • Am 1. Dezember 2003 sagte Angela Merkel: „[...] Und da muss man natürlich darüber sprechen, dass es den Missbrauch des Asylrechts gibt. Da muss man natürlich sagen, die Folge kann nur sein: Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung. Alles andere wird keine Akzeptanz in der Bevölkerung finden.“

Dass jetzt der plumpe Flüchtlingsfeind von der Straße oder ein einfacher AfD-Wähler Merkel in einem ganz anderen Bild erlebt, liegt eher darin, dass diese Menschen kein Gefühl für die großen Zusammenhänge haben. Dass sie gerne auf Seiteneffekte verweisen - aber nicht erkennen, dass ihre Vorschläge ebenfalls Seiteneffekte habe. Beispielsweise hat Deutschland sagen wir mal 2015 Eine Mio Flüchtlinge aufgenommen. Die AfD-Wähler jammern. Wer hätte sie aber aufnehmen sollen? Nach Dublin wäre Griechenland dafür verantwortlich. Hätte Griechenland Eine Mio Flüchtlinge aufnehmen können? Das würde 10-15 Mio Flüchtlinge für Deutschland bedeuten.

1.4.2 Fehleinschätzungen
  • 20. März 2012: Norbert Röttgen kanzelte die Bundeskanzlerin Angela Merkel ab.[23]
  • 10. Februar 2012: Zu den Wulff-Affären: "Der Bundespräsident hat Transparenz geschaffen, er hat Hunderte von Fragen beantwortet und auch zu sehr privaten Vorgängen Auskunft gegeben."[17]
  • 27. Januar 2012: Über Christian Wulff: "Unser Bundespräsident wird viele weitere wichtige Akzente für unser Land und unser Zusammenleben setzen."[16]
  • 22. Dezember 2011: Zur Wulff Affäre (Vom Pressesprecher verlesen): "Die Worte des Bundespräsidenten stehen für sich. Ihnen ist nichts hinzuzufügen."[15]
  • Februar 2011: "Ich habe einen Verteidigungsminister berufen, keinen Doktor oder wissenschaftlichen Mitarbeiter." [13]
  • 2003: "Die Bedrohung durch Saddam Hussein und seine Massenvernichtungswaffen ist real" [24]

1.5 Ausbildung

1.5.1 Schulzeit

1961 wurde Angela Kasner an der Polytechnischen Oberschule (POS) in Templin eingeschult. Als Schulkind und Jugendliche wird sie von Lehrern und Mitschülern als eher unauffällig und als sozial gut integriert beschrieben. Auffallend waren ihre herausragenden schulischen Leistungen, insbesondere in Russisch und Mathematik. Sie gewann mehrere Russisch-Olympiaden bis zur DDR-Ebene.[25] Sie nahm nicht an der in der DDR üblichen Jugendweihe ihres Jahrgangs teil, stattdessen wurde sie am 3. Mai 1970 in der St.-Maria-Magdalenen-Kirche in Templin konfirmiert. In ihrer Schulzeit war sie Mitglied der Pionierorganisation Ernst Thälmann und später der Freien Deutschen Jugend (FDJ).[26] 1973 legte sie an der Erweiterte Oberschule (EOS) in Templin mit einem Notendurchschnitt von 1,0 das Abitur ab.

1.5.2 Studium

Angela Kasner entschied sich noch während ihrer Schulzeit für das Studium der Physik an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig ab 1973. Sie gehörte nicht zu den opponierenden Kräften innerhalb der DDR, behauptet aber, in diesen Jahren den Autor Reiner Kunze getroffen zu haben, den sie als ihren Lieblingsschriftsteller bezeichnet. Während ihres Physikstudiums in Leipzig lernte Angela Kasner 1974 bei einem Jugendaustausch mit Physikstudenten in Moskau und Leningrad ihren ersten Mann, den aus dem Vogtland stammenden Physikstudenten Ulrich Merkel, kennen.[27] Am 3. September 1977 wurden die beiden kirchlich in Templin getraut. Sie schloss ihr Studium als Diplom-Physikerin ab.

1.6 Beruflicher Werdegang

1.6.1 Politik

1.6.1.1 Liebe der Bevölkerung
  • Potentielle Kanzlerin 2.0 Annegret Kramp-Karrenbauer erreicht im Januar 2019 einen Zustimmungswert von 121 Punkten in der Bevölkerung. Damit löst sie erstmals Eure Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Spitze der Politiker-Rangliste ab. Merkel rangiert mit 119 Punkten auf Platz 2. [28]
1.6.1.2 Vierte Kanzlerschaft 2017-2019/2020/2021

Knapp verteidigte die Große Koalition die Mehrheit bei der Bundestagswahl 2017. Martin Schulz holte deutlich weniger Stimmen als Angela Merkel. Durch den Einzug der AfD und der FDP blieben folgende Koalitionsmöglichkeiten übrig:

  • Große Koalition
  • Schwarz/Grün/FDP (Ampel)
  • Minderheitsregierung
  • Theoretisch SPD, Grüne, FDP, Linke

Eine Koalition mit der rechtsradikalen AfD wurde von allen Partien ausgeschlossen. Die FDP schaffte ihre Positionen nicht durchzusetzen und stieg aus den Koalitionsverhaldungen aus. Wieder verpasste die SPD die Chance Merkel in eine Minderheitsregierung zu drängen. Am 7. Dezember 2018 übergab sie den Posten des Bundesvorsitz der CDU an Annegret Kramp-Karrenbauer.

Überraschenderweise haben AfD-Wähler am lautesten "Merkel muss Weg!" gerufen. Tatsächlich heben sie dann AfD gewählt statt Martin Schulz, obwohl klar war, dass die Wahl der AfD eben zu einer Fortsetzung von Angela Merkel als Kanzlerin führen würde.

1.6.1.3 Dritte Kanzlerschaft 2013-2017

Ganz knapp scheiterte die Union 2013 an der absoluten Mehrheit der Mandate. Dadurch dass die FDP und die AfD den Einzug in den Bundestag verpassten blieben als realistische Optionen

  • Große Koaltion
  • Schwarz/Grün
  • Minderheitsregierung

zur Regierungsbildung. Die Grünen zierten sich und brachen die Gespräche ab. Tatsächlich verpasste die SPD die Gelegenheit der Minderheitsregierung und ließ sich auf die Große Koalition ein. Dafür gestattet die Kanzlerin der SPD auch viele Positionen im Koalitionsvertrag. Aus der Opposition heraus mit der Stimmen von SPD, Grüne und Linke hätte die SPD vermutlich auch viele oder noch mehr ihrer Positionen durchsetzen können. Dafür hätte die SPD auf einige Ministerämter und Geschäftswagen verzichten müssen. Tatsächlich wollten die Wähler 2013 ein SPD Wahlprogramm aber Merkel als Kanzlerin.

2015 fiel dann ihr legendärer Satz: "Wir schaffen das". Tatsächlich ist dies verkürzt: Wörtlich sagte die Bundeskanzlerin: „Deutschland ist ein starkes Land. Das Motiv, mit dem wir an diese Dinge herangehen, muss sein: Wir haben so vieles geschafft – wir schaffen das!“[29] Sie bezog sich damit nicht auf die darauf folgende Flüchtlingskrise, sondern zunächst konkret auf eine Handvoll Flüchtlinge, die in Ungarn gestrandet waren.

Tatsächlich verbreitet die Neue Rechte und die AfD diverse Lügen über die Aufnahme von Flüchtlingen. Beispielsweise, dass Merkel die Grenzen geöffnet hätte. Diverse Anzeigen bei Staatsanwälten wurden nicht verfolgt. Am 18.12.2018 weist das Bundesverfassungsgericht eine AfD-Klage gegen Flüchtlingspolitik von Merkel ab. [30]

1.6.1.4 Zweite Kanzlerschaft 2009-2013

Die FDP und CDU holten eine deutliche Mehrheit der Mandate. Sie bildeten eine Schwarz/Gelbe Koalition. Die FPD hat relativ wenig - von der Möwenpicksteuer abgesehen - durchgesetzt. Die Laufzeit der Kernkraftwerke wurde kurz vor Nuklearkatastrophe von Fukushima verlängert, um dann eine größere Anzahl Kernkraftwerke umgehend zu schließen. Ein endgültiger Ausstieg der Kernkraft wurde bis Ende 2022 beschlossen.

1.6.1.5 Erste Kanzlerschaft 2005-2009
  • Im Wahlkampf 2005 forderte sie die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16% auf 18%. Durchgesetzt wurden dann am Ende in der Großen Koalition 19%.
1.6.1.6 Oppositionsführerin 1998-2005
1.6.1.7 Umweltministerin

1.6.2 Arbeit an der Akademie der Wissenschaften (1978–1989)

Nachdem 1978 eine Bewerbung an der Technischen Universität Ilmenau gescheitert war, ging Angela Merkel mit ihrem Mann nach Ostberlin. Hier nahm die Diplom-Physikerin eine Stelle am Zentralinstitut für Physikalische Chemie (ZIPC) der "Akademie der Wissenschaften der DDR" an. Angela Merkel trennte sich 1981 von ihrem Mann Ulrich Merkel. Die kinderlose Ehe wurde 1982 in Ost-Berlin geschieden. An der Akademie lernte sie 1984 den Chemiker Joachim Sauer, ihren jetzigen Ehemann, kennen, den sie 1998 heiratete. Im Jahre 1986 konnte Angela Merkel für mehrere Tage in die Bundesrepublik reisen; für DDR-Bürger war dies in der Regel nur bei vorheriger Prüfung auf prinzipielle Staatstreue möglich. Am Zentralinstitut arbeiteten rund 650 Personen, davon etwa 350 Wissenschaftler; das Institut war der Akademie der Wissenschaften zugeordnet. Innerhalb des Zentralinstituts für Physikalische Chemie arbeitete Angela Merkel im Bereich "Theoretische Chemie". Am 8. Januar 1986 reichte Angela Merkel schließlich ihre Doktorarbeit ein: Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden. Doktorvater war Lutz Zülicke, Leiter der Theoretischen Chemie am ZIPC. Nach der Promotion zum Dr. rer. nat. wechselte Angela Merkel innerhalb des Instituts an den Bereich "Analytische Chemie", ihr Abteilungsleiter wurde "Klaus Ulbricht.

1.6.3 Politische Karriere

Bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 gewann Merkel erstmals ein Bundestagsmandat, und zwar als Direktkandidatin mit 48,5 Prozent der abgegebenen Erststimmen.[31] Der wiedergewählte Bundeskanzler Kohl nominierte sie für ein Ministeramt. In weniger als 14 Monaten hatte sich so die ehemalige Verantwortliche für kommunistische Propaganda der DDR-Jugend zur christdemokratischen Ministerin im geeinten Deutschland gewandelt.

1991-1994 war sie Bundesministerin für Frauen und Jugend im Kabinett von Helmut Kohl, 1994-1998 war sie Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. 2000 wurde sie Bundesvorsitzende der CDU.

1.6.4 Bundeskanzlerin

Im Wahlkampf 2005 forderte Angela Merkel die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 16% auf 18%. Sie wurde zur Bundeskanzlerin gewählt. Durchgesetzt wurden dann am Ende in der Großen Koalition von CDU/CSU und SPD 19%. 2009-2013 führte Angela Merkel eine Regierungskoalition der Unionsfraktion mit der FDP und danach wieder eine Große Koalition mit der SPD.

2009 setzte die Schwarz-Gelbe Koalition die Mövenpick-Steuer durch.[32] Dies bedeutete, dass die Kosten für die Übernachtung in Hotels von 19% auf 7% gesenkt wurden. Diesen Vorteil gab die Hotelindustrie nicht an die Gäste weiter. Auf Rechnungen wird nun unterschieden zwischen den Übernachtungskosten (7%) und den Frühstückskosten (19%). Diese Mehrwertsteuersenkung haben der Staat und andere Geschäftsreisende getragen. Geschäftskunden erhielten nun weniger Vorsteuer zurück (6,54 € statt 15,96 € pro 100 Euro Übernachtungskosten brutto).

2 Auftritte

  • Am 25.09.2011 Angela Merkel Gast bei Günther Jauch. Das Thema der Sendung lautete "Der Kampf um den Euro – Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast bei Günther Jauch". [33]


3 Links und Quellen

3.1 Siehe auch

3.2 Weblinks

3.2.1 Bilder / Fotos

3.2.2 Videos

3.3 Literatur